Montag, 20. Mai 2019
Editorial | 29. März 2018

Aus gegebenem Anlass

Gruß aus der Küche – Foto: Michael Arlt

Sie dürfen:

Bunte Eier gut verstecken
An 'nem Brausebrocken lecken

Zackig Schoko-Küken köpfen
Eine Kelle Wasser schöpfen

Nachbars Hasen Cäsar nennen
Und fix um den Block rumrennen

Bei Pasch einfach weiterrücken
Lillis Lieblingswautzi drücken

Mal an die "Amigos" denken
Gerne einen Dolch verschenken

Faul im Lotterbett sich räkeln
Süße Sabber-Lätzchen häkeln

Rülpsgelüste niederzwingen
Beatles-Lieder rückwärts singen

Heimlich rosa Mieder tragen
Mönche nach der Uhrzeit fragen

Einen Stahlträger durchflexen
Danach sieben Pilsner exen

Hamster Hans ins Freie locken
Nackig auf dem Sofa hocken

Fuderweise Heu aufladen
Wundgelauf'ne Füße baden

Opas Armbanduhr zerlegen
100 halbe Platten fegen

Kefir-Stämme kultivieren
Pudding noch ganz heiß servieren

Schuhe falschherum zubinden
Markus Söder sexy finden

Urlaub am Aralsee buchen
Trüffeln unter Fichten suchen

Waffenstillstände verletzen
Völker aufeinander hetzen

Lämmchen kraulen, Koteletts grillen
Eines doch, um Gottes Willen

Geht partout nicht, sapperlot
An Ostern, da herrscht Tanzverbot!

Michael Arlt

Tipp des Tages

Max Goldt

Foto: Axel
Martens
"Dass Max Goldts Werk sehr komisch ist, weiß ja nun jeder gute Mensch zwischen Passau und Flensburg. Dass es aber, liest man genau, zum am feinsten Gearbeiteten gehört, was unsere Literatur zu bieten hat, dass es wahre Wunder an Eleganz und Poesie enthält und dass sich hinter seinen trügerischen Gedanken­fluchten die genaueste Komposition und eine blendend helle moralische Intelligenz verbergen, entgeht noch immer vielen, die nur aufs Lachen und auf Pointen aus sind. Max Goldt gehört gelesen, gerühmt und ausgezeichnet." (Daniel Kehlmann). Ersteres tut der Meister persönlich am
Mo 20.5. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
Tipp der Woche

Axel Hacke

Foto: Thomas
Dashuber
Hacke liest – aber was liest er denn? Man weiß es nicht. Jede Hacke-Lesung ist ein bisschen anders als alle anderen: eine kleine Wundertüte. Klar ist, dass er aus seinem neuesten und sehr aktuellen Buch liest. Aber dann? Einige seiner legendären Kolumnen aus dem Magazin der Süddeutschen Zeitung? Ein, zwei Kapitel über Oberst von Huhn und seine irr-poetische Speisekarten-Sammlung aus der ganzen Welt? Oder eine kleine Hitparade der schönsten Missverständnisse aus der Wumbaba-Trilogie? Sicher ist am Ende nur jener Rat, den der Nord­deut­sche Rundfunk dem Publikum gibt: "Wenn er eine öffentliche Lesung macht, pflegen sich seine Zuhörer mit Taschentüchern auszustatten, weil sie wissen, dass die Lachtränen laufen werden."
Do 23.5. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
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