Weidenhäuser Höfefest am Samstag, dem 05. September ab 15 Uhr.

Am Samstag heißt es ab 15 Uhr „Tore und Türen auf – Weidenhausen lädt im 24. Jahr zum Weidenhäuser Höfefest ein.“ Was im Jahr 2000 als kleines nachmittägliches Hofkaffee-Event startete, hat sich im Laufe der Jahre zu einem Stadtteil-Event der Extraklasse entwickelt: mit Liveacts, Musik- und Kunstprogramm, Spiel und Spaß für Kinder, gemütlich-beschaulich hergerichteten Innenhöfen sowie guter Verpflegung – von selbstgebackenen Kuchen über internationale Köstlichkeiten, syrische Spezialitäten, türkische Snacks und orientalisches Fingerfood bis hin zu klassischer Bratwurst, veganer Quiche und veganen Bratlingen. 

So hat das Höfefest längst einen festen Platz im reichen Kulturleben Marburgs und ist weit über die Region hinaus bekannt, wie die Aktionsgemeinschaft Weidenhausen berichtet: Bereits zu Jahresbeginn gebe es regelmäßig erste Anfragen von Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet, die zum Höfefest nach Marburg kommen wollten: Leute, die einst in Weidenhausen gewohnt, hier studiert oder ihren Wochenendtrip in der Lahnstadt verbracht haben, ebenso wie Gäste aus dem Marburger Umland. 

18 Locations sind dieses Jahr dabei. Geboten wird in bei dem Fest eine kleine musikalische Weltreise: von westafrikanischen Trommelklängen über amerikanischen Folk-Rock, Rockabilly, dargeboten von feinsten Acts aus Marburg und Frankfurt.

Ateliers öffnen ihre Türen zum Höfefest, es gibt eine Siebdruck-Aktion (bitte T- Shirts, Tücher, Kissenbezüge,.. alles was irgendwie bedruckbar ist selbst mitbringen).

Im Festprogramm sind Info-Stände vom Verein akTIERismus, der Freiwilligen Feuerwehr Marburg, der Hilfsorganisation Terra Projekte International (ehemals TerraTech), ein Hofflohmarkt und mehrere Angebote für Kinder. Abends laden zahlreiche kleinere und größere Höfe zur Einkehr bei Wein, Bier und guter Laune.

Schließlich verstehen sich die Weidenhäuser*innen aufs beschauliche Feiern und freuen sich auf die Besucher*innen, die sie herzlich einladen. 

Das komplette Höfefest wird von den Bewohner*innen der Höfe privat organisiert und findet in Kooperation mit der Aktionsgemeinschaft Weidenhausen statt.

Mehr zu dem kleinen, romantisch-beschaulichen, aber regen Fachwerk-Stadtteil Marburgs gibt es im Web unter „ag-weidenhausen.de“.

Programm

Deja-Simons-Duo: 15 & 16 Uhr, WoGe

Der international beschlagene Marburger Gitarristen Artur Deja sorgt zusammen mit seinem erfahren Duo-Partner Jan Simons am Keyboard beim Höfefest für exzellente Sounds und melodiöse Läufe – Jazz vom Feinsten.

English Tourists: 17:30, Schotts Hof

Dieses geschmeidige Duo alter Hasen besteht aus den Marburgern Fredy Haas (Voc/Git) und Andreas Rein (Git/Voc/Chicken shake ). Beide trieben ihr (Un-)Wesen über die Jahrzehnte getrennt in so unterschiedlichen Bands wie The Roverbeats, The Sinclairs, Mystery, Mayday, The midnight to six men, The Vibrokings, Damp Dale Daisies und in diversen nicht minder spannenden Soloprojekten.

Neben ihren Eigenkompositionen wildern sie von den psychedelic 60s über die 80s bis hin zum Wüstenrock und schwer folkigen Klängen und werfen in dieser Formation die ganzen musikalischen Welten in einen großen Topf.

Outback Jazz Band: 18 Uhr, Missomelius Hof

OutbackJazz ist eine Combo aus leidenschaftlichen Musikern, die sich dem entspannten und melodischen Jazz verschrieben haben. Sie spielen Standards von Duke Ellington über Miles Davis bis hin zur Average White Band, mal swingend, mal rockig … und manchmal haben sie den Blues. Ihre Konzerte versprechen wunderbare musikalische Zeitreisen.

Swing Side Out: 20 Uhr, Missomelius Hof

spielen Western, Balkan, Manouche, Swing  und Blues abwechslungsreich und unterhaltsam mit akustischen Instrumenten. Im Programm der marburger Formation sind viele interessante, aber weniger bekannte Stücke, aber auch Beiträge von Größen wie Norah Jones, Caro Emerald, George Ezra , Mumford and Sons. 

Miles Between: 20 Uhr, Haus’scher Hof

Miles Between ist ein Projekt, das aus den Jazzszenen Frankfurts, Gießens und Marburgs hervorgegangen ist. Der musikalische Schwerpunkt des Trios ist die Bearbeitung von Jazz-Standards im Geiste des Modern Jazz. Bekannte Melodien aus dem vollen Spektrum der Jazzgeschichte von Victor Young bis Wayne Shorter arrangieren die drei Musiker kunstvoll und werfen neues Licht auf vermeintlich Bekanntes. Ihr offenes und interaktives Spiel zieht die Zuhörerinnen & Zuhörer in den Bann der Musik und beteiligt sie am Entstehungsprozess einzigartiger musikalischer Momente. Miles Between bewegt sich im Spannungsfeld zwischen den großen Meistern des Jazz und den kontemporären Ansätzen improvisierter Musik.

Kimba Djembé Orchestra: 19.30 Uhr, Hof Gerbergäßchen

Das Kimba Djembé Orchestra ist eine regional bekannte Afro-Percussion-Gruppe, die ein wenig der rhythmischen Vielfalt Westafrikas nach Marburg holen will. Das Ensemble setzt sich aus fortgeschrittenen Teilnehmerinnen und Teilnehmern der Kurse von „la percussion“ zusammen. Das Kimba Djembé Orchestra spielt nicht nur traditionelle westafrikanische Rhythmen mit eigenen Arrangements, sondern macht auch musikalische Abstecher nach Brasilien und Kuba. Die Solos der Djembés, der volle tiefe Klang der Doundouns, der überraschend andere Sound der Krins, Kleinpercussion und Gesang fordern die Zuhörer zum Tanz auf. 

HowdieMania: 19.30 Uhr, Schotts Hof

War Hank Williams nur ein kleiner, zugedröhnter Countryfuzzy oder eben doch der erste richtige Rock’n’Roller? Ist Bukowski Kunst oder einfach nur besserer Trash als Lassiter? Provoziert Ginsberg immer noch? Steigt irgendjemand zu Kerouac ins Auto? Howdiemania riecht nach Pferdeschweiß und Pomade, nach Bier und Diesel, nach Lagerfeuer und Parfum. Carsten Beckmann von der „Marburger Lyrikkompanie“ und Moonages-Bassist Guido Pöppler spielen Rockabilly, Country und Americana im Westentaschenformat, fleddern sich durch die dazu passende Literatur und stellen die Frage aller Fragen: „Soll ich einem Mann trauen, der sich’n Gürtel umschnallt und außerdem Hosenträger hat? Einem Mann, der noch nicht mal seiner eigenen Hose vertraut?“

The Bixbies: 20 Uhr, Hof Gerbergäßchen

Die Musiker der Bixbies vereinen mehrere hundert Jahre Bühnen- und Studioerfahrung in unterschiedlichsten Konstellationen und vielen Genres wie unter anderem Progressive/Alternative Rock, konventioneller Popmusik, Free/Latin/Swing/- oder Rock-Jazz.

Sie spielen Hendrix, Waits, Zappa, sie spielen Cake und Pixies – mal ganz dicht am Original, mal originell ganz anders. Aber immer ernsthaft unterhaltsam und unbedingt tanzbar. 

Terra Projekte International: Ab 15 Uhr, Schambalah Marburg

Die Hilfsorganisation Terra Projekte International stellt ihre Arbeit beim Höfefest vor. Vielen wird die Marburger NGO besser bekannt sein Terra Tech. Im 40. Jahr ihres Bestehens hat die Hilfsorganisation ihren Namen in Terra Projekte International geändert.

Der Grund: Der alte Name stammte aus der Gründungszeit der Hilfsorganisation. Damals lag der Schwerpunkt der Arbeit darauf, technisches Gerät aus Deutschland aufzubereiten und in Partnerländer zu transferieren. So kam „Tech“ in den Namen. 

Aus dieser Initiative engagierter Menschen ist eine international tätige Organisation geworden. Heute unterstützt die NGO Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Ernährungssicherheit, Wasser- und Sanitärversorgung, Frauenrechte und nachhaltige Entwicklung. In akuten Krisensituationen – wie der Sturzflut in Nepal – leistet sie außerdem humanitäre Nothilfe.

pe/kro

Bild mit freundlicher Genehmigung von Georg Kronenberg | Marbuch Verlag GmbH