Internationale Studie erkennt globale Muster.
Der Klimawandel verändert die Verbreitungsgebiete von Schmetterlingen weltweit stärker als bislang bekannt. Das zeigt eine internationale Studie zu 1760 Schmetterlingsarten aus 105 Ländern, an der auch der Marburger Biodiversitätsforscher Stefan Pinkert beteiligt war. „Schmetterlinge sind wichtige Frühwarnindikatoren für den Zustand unserer Ökosysteme“, erklärt der federführende Forscher Shawan Chowdhury von der Monash Universität im australischen Melbourne. Die Untersuchung zeigt, dass bereits jede zehnte bekannte Art ihr Verbreitungsgebiet verändert hat. In fast 80 Prozent der Fälle stehen diese Verschiebungen mit Klimawandel und Extremwetter in Verbindung. Dies ist zugleich ein Hinweis darauf, wie tiefgreifend der Klimawandel bereits in natürliche Lebensgemeinschaften eingreift. Das Marburger Team trug dazu bei, die weltweit verstreuten Verbreitungsdaten vergleichbar zu machen: „Indem wir jahrzehntelang verstreute Beobachtungen in einer gemeinsamen Datenbasis zusammengeführt haben, können wir erstmals globale Muster der Arealverschiebungen und ihre Ursachen erkennen“, sagt Pinkert. Dazu glichen die Forschenden rund 113.000 Namen mit rund 19.000 Arten ab. „Unsere Studie ist ein wichtiger Schritt, um den weltweiten Insektenrückgang besser zu verstehen“, sagt der Forscher.
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