Das Stück „Fischer Fritz“ wird am Dienstag, den 3. Februar, um 19:30 Uhr im HLTM (Großes Tasch) gezeigt. Es thematisiert Pflege und Care-Arbeit.
Sein Leben lang fischte Fritz Fische. Dann aber erleidet Fischer Fritz einen Schlaganfall. Sein Sohn Franz wohnt entfernt in der Großstadt, hat der ländlichen, abgeschiedenen Gegend seiner Jugend den Rücken gekehrt und betreibt zwei Friseurläden. Sich dabei noch um den Vater zu kümmern, erscheint unmöglich.
Und so reist Uljana an, eine Pflegekraft aus Ukraine. In Fischer Fritz’ Haus im Nirgendwo leben beiden von nun an miteinander. Es entsteht eine erzwungene Gemeinschaft, geprägt von vorsichtiger Annäherung und dem tiefsitzenden Gefühl, trotz Zusammensein allein zu sein. Uljana findet Halt in einem Chat mit dem Busfahrer, der sie aus Ukraine nach Deutschland gebracht hat, während Fritz immer mehr von Erinnerungen an ein Leben, in dem ihm noch alles möglich war, eingenommen wird.
Autorin Raphaela Bardutzky wirft mit ihrem mehrfach ausgezeichneten Stück einen sprachlich virtuosen Blick auf das Thema Pflege und Care-Arbeit und befragt dabei den gesellschaftlichen Umgang mit Alter und den oft ausbeuterischen Arbeitsbedingungen, denen Pflegekräfte aus dem Ausland unterworfen sind.
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