Mehr Grün, mehr Licht und ein Konzept für den Einzelhandel
Der Bahnhofsvorplatz und das Nordviertel sollen attraktiver werden. Dafür hat die Stadt Marburg nun Fördermittel in Höhe von 200.000 Euro aus dem hessischen Wirtschaftsministerium erhalten. Damit unterstützt sie das Konzept, dass die Stadt Marburg gemeinsam mit dem Stadtmarketing und der Marburg Stadt und Land Tourismus GmbH entwickelt hat. „Der Haupt- und Busbahnhof ist ein zentraler Ankunftsort in Marburg, der sowohl für Pendlerinnen und Pendler als auch für Reisende als eine Art Eingangsbereich in unsere schöne Stadt dient. Und eben diesen Eingangsbereich möchten wir gerne weiterentwickeln“, sagt Oberbürgermeister Thomas Spies.
Geplant sind mehr grüne Elemente, um den Raum zwischen Bahnhof und Oberstadt zu verschönern. Eine Info-Steele auf dem Vorplatz soll Veranstaltungen anzeigen. Zudem soll die Lichtgestaltung zu einer klareren Wegführung und zu einem Gefühl von mehr Sicherheit führen. Leer stehende Geschäfte sollen – ähnlich wie beim Vielraum-Projekt in der Oberstadt – mit Leben gefüllt werden. Zudem soll es ein „Pop-Up-Lab“ geben, das mit Veranstaltungen und weiteren Angeboten lockt. Dazu bietet das Stadtmarketing den Einzelhändlern der Nordstadt Unterstützung bei ihrem Social-Media-Marketing an. „Wir möchten den Händlerinnen und Händlern zeigen, was bereits mit einfachen Mitteln möglich ist“, erklärt Stadtmarketing-Geschäftsführer Jan-Bernd Röllmann.
Basis der Innenstadtentwicklung ist das Einzelhandelskonzept, das im November von der Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde. Das Konzept wurde gemeinsam mit Handel, Gastronomie, Verbänden, Anwohnern und der Verwaltung erarbeitet. Nach Auskunft der Stadt sind die Leerstandsquoten vor allem in der Oberstadt „deutlich unterdurchschnittlich“. Darin spiegele sich das Engagement von Oberstadtbüro und Stadtmarketing wider. Zugleich stellten neue Konsumgewohnheiten, der zunehmende Onlinehandel sowie demografische Veränderungen die Städte vor neue Herausforderungen. Mit dem Beschluss des Standort- und Sortimentskonzepts passe die Stadt Marburg ihre Entwicklungsziele an diese veränderten Rahmenbedingungen des Einzelhandels an und schütze den bestehenden Handel.
Nach dem Konzept wurde Marburg in acht verschiedene Bereiche gegliedert. So soll der Steinweg mit Kreativmarkt sowie weiteren kulturellen Angeboten zu einem Kreativquartier heranwachsen. Der Firmaneiplatz mit seinen Wochenmärkten könne zu einem bekannten Veranstaltungsort im Nordviertel werden. Der Rudolphsplatz als Verbindungsort könne durch mehr Sitzgelegenheiten an Aufenthaltsqualität gewinnen. Als nächstes wird ein Einzelhandelsbeirat eingerichtet.
red

