Klima-Forscher und Biomechaniker Prof. Jan Schuller startet durch.

Der Marburger Biochemiker Prof. Jan Schuller wird in den kommenden fünf Jahren mit der renommierten Heisenberg-Professur gefördert. Damit unterstützt die Deutsche Forschungsgemeinschaft seine Arbeit zu den Mechanismen, die zur Bildung des Treibhausgases Methan durch Mikroorganismen führen. Schuller arbeitet am Zentrum für Synthetische Mikrobiologie der Uni Marburg. Mit der Heisenberg-Professur erhält er für sein Labor eine Plattform, um sowohl seine Forschung als auch die Entwicklung eines engagierten Lehrprogramms voranzutreiben. Methan ist ein starkes Treibhausgas, das erheblich zur Erderwärmung beiträgt. Es entsteht aus natürlichen Quellen, aber auch durch menschliche Einflüsse in der Landwirtschaft und der fossilen Brennstoffindustrie. So ist das Methan, das Kühe bei der Verdauung produzieren, erheblich am Treibhauseffekt beteiligt. Spezialisierte Mikroorganismen produzieren Methan als Nebenprodukt ihres Energiestoffwechsels. Wenn man diese Organismen hemmen könnte, würde das den Beitrag der Landwirtschaft zum Klimawandel verringern. „Wir konzentrieren uns darauf, die bioenergetischen Hauptmaschinen, einschließlich des Enzyms, das Methan produziert, zu verstehen“, sagt Schuller. Er erhofft sich davon wertvolle Ansätze zur Senkung der Methan-Emissionen.

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Bild mit freundlicher Genehmigung von Anna Pechuro | Pexels