Demonstration gegen Femizide und Gewalt gegen Frauen.

„Von Trauer zu Wut zu Widerstand“ war die Parole des Abends. Aber auch: „Femizid, das ist Mord, Widerstand an jedem Ort“ und „Stoppt Femizide, man(n) tötet nicht aus Liebe“. Lautstark wurden diese Sprechchöre skandiert, als rund 2000 Menschen am Abend des 28. Oktober durch die Marburger Straßen zogen. Zur Demonstration aufgerufen hatten 16 Marburger Initiativen, Institutionen und politische Gruppen. Anlass war der Mord (und mutmaßliche Femizid) an der 35-jährigen Dejana P. vergangene Woche. Die Redebeiträge am Startpunkt an der Elisabethkirche, bei der Zwischenkundgebung am Erwin-Piscator-Haus sowie der Schlusskundgebung am Elisabeth-Blochmann-Platz beleuchteten die politisch-gesellschaftliche Dimension, in die der Mord sich einfügt. „Wir existieren und wir haben ein Recht, da zu sein. Aber immer wieder wird Frauen wie Dejana dieses Recht genommen“, so hieß es im Redebeitrag des Frauennotrufs. Im Anschluss an die Demonstration begaben sich viele Demonstrations-Teilnehmer*innen noch zum mutmaßlichen Tatort am Erlengraben, um dort Kerzen und Blumen abzulegen und Dejana P. zu gedenken.

Zur nächsten Demonstration gegen Gewalt gegen Frauen wurde bereits aufgerufen: Diese wird am 25. November stattfinden.

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Bild mit freundlicher Genehmigung von Michèle Herwig