Zum ersten Marburger Symposium zu postinfektiösen Erkrankungen treffen sich Wissenschaftler, Ärzte sowie Vertreter aus Politik, Gesundheitswesen und Betroffenenorganisationen am 11. November in Marburg.
Eingeladen sind aber auch Studierende, Interessierte und Betroffene. Diskutiert werden die aktuellen Erkenntnisse über Krankheitsmechanismen, Diagnose und Therapie von Long Covid, Post-Vac-Syndrom, dem chronischen Fatigue-Syndrom sowie der chronischen neuroimmunologischen Multisystemerkrankung (myalgische Enzephalomyelitis). In einer Podiumsdiskussion geht es um „Lücken in der Versorgung, Hürden in der wissenschaftlichen Entwicklung und Handlungsempfehlungen“.
In Deutschland sind vermutlich mehrere Hunderttausend Menschen von anhaltenden gesundheitlichen Folgen einer Covid-Infektion betroffen. Schwere Krankheitsverläufe können die Arbeitsfähigkeit, das Familienleben und die gesellschaftliche Teilhabe erheblich einschränken. Darüber forscht das Marburger Zentrum für postinfektiöse Syndrome, das eine millionenschwere Forschungsförderung erhalten hat. In einem interdisziplinären Team werden die bislang nur unzureichend verstandenen Krankheitsmechanismen von Long Covid untersucht. Ein Schwerpunkt der Marburger Forschung ist die systematische Verknüpfung klinischer Beobachtungen mit Forschungen, um die biologischen Grundlagen unterschiedlicher Krankheitsverläufe zu verstehen. Im Mittelpunkt stehen Wechselwirkungen zwischen Immunsystem, Gefäßfunktion, Stoffwechsel, Nerven- und Hormonsystem. Anmeldung und Programm unter: https://www.ukgm.de/ugm_2/ (Stichwort Veranstaltungen).
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