Studie zeigt: Recycling der Module soll zur Nachhaltigkeit der Solarenergie beitragen.

Eine jetzt veröffentlichte Marburger Studie zeigt, dass Recycling und Materialwahl der Schlüssel für die Energiewende sind. Allerdings müssten jetzt die entscheidenden Weichen gestellt werden, damit Solarenergie langfristig nachhaltig bleibt, erläutert der Physiker und Erstautor der Studie, Lukas Wagner. Auf der einen Seite sei Photovoltaik extrem materialeffizient: „Über ihre Lebensdauer benötigt sie bis zu 100-mal weniger Material als fossile Stromerzeugung – etwa Kohle- oder Gaskraftwerke“, so Wagner. Andererseits würden Materialverbrauch und Recycling dennoch zu zentralen Fragen, wenn weltweit Solarmodule auf Flächen in der Größenordnung von Hunderttausenden Quadratkilometern installiert werden. Besonders kritisch sei, dass heutige Entscheidungen darüber bestimmen, ob Solarmodule in 25 bis 30 Jahren gut recycelt werden können. Die Autoren der Studie betonen daher, dass Recyclingfähigkeit und nachhaltige Materialkreisläufe von Anfang an in die Entwicklung neuer Solarzelltechnologien integriert werden müssten. „Die Energiewende ist kein reines Ausbauproblem“, sagt Prof. Jan Christoph Goldschmidt vom Fachbereich Physik. Damit Solarenergie auch in Jahrzehnten noch nachhaltig und gesellschaftlich akzeptiert sei, müsse ihre Recyclingfähigkeit heute mitgedacht werden.

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Bild mit freundlicher Genehmigung von Jan Hosan