Ein Essay am Freitag, dem 16. und Sonntag, dem 18. Januar um jeweils 19:30 Uhr im Kleinen Tasch.
Didier Eribon, gefeierter Autor („Rückkehr nach Reims“), Philosoph und Soziologe, begibt sich in seinem gerade veröffentlichten neuesten Essay „Eine Arbeiterin. Leben, Alter und Sterben“ auf Spurensuche.
Auf Spurensuche nach seiner Mutter, die, gerade in ein Altenheim gezogen, plötzlich verstirbt. Eigentlich hatte er, der Sohn und Autor, sie dort häufiger besuchen wollen. Nun aber beginnt die schreibende Suche nach Ihrer Vergangenheit: nach Leben, Alter und Sterben.
Eribon konfrontiert uns dabei mit unserem eigenen Verdrängen der Lebenssituation alter Menschen und dem Tod, er zeigt auf einfühlsame Weise, wie wichtig die eigene Familiengeschichte für unser Leben ist. Dabei taucht er ein und entblättert komplex und behutsam das Leben seiner Mutter, ein Leben in der französischen Arbeiterklasse.
Es ist die Rekonstruktion eines Lebens, das sich selbst in den Träumen beschränken musste, dabei wäre seine Mutter so gern Rennfahrerin geworden.
kro

