Der Marburger Naturschutzbund (NABU) und der Freundeskreis Alter Botanischer Garten protestieren gemeinsam gegen den geplanten Südeingang am Alten Botanischen Garten.

Dazu laden sie am Sonntag, 19. April, ab 15 Uhr zu einer Ortsbesichtigung in der Südostecke des Gartens ein.

„Wir freuen uns über alle, die mit uns für den Erhalt des Alten Botanischen Gartens und gegen einen zusätzlichen Südeingang eintreten“, sagt Freundeskreisvorsitzende Bärbel Kaufmann. Anlass für den Protest sind Rodungsarbeiten für den umstrittenen Eingang, der nach Überzeugung der Naturschutzfreunde den Bestand des ausgewiesenen Kulturdenkmals sowie seiner schützenwerten Pflanzen und Tiere gefährdet. Mit dem Südeingang will die Universität die neuen Institutsgebäude auf dem ehemaligen Brauereigelände mit dem Alten Botanischen Garten verbinden. Dabei beruft sie sich auf historische Vorbilder, nach denen es den Eingang vor 150 Jahren schon einmal gab. Nach den Planungen sollen in Zukunft weniger und klarere Wege mit einem wasserdurchlässigen Belag durch den Park führen.

NABU und Freundeskreis fürchten jedoch den steigenden Publikumsverkehr: „Mit der Ruhe, deretwegen der Garten von vielen Menschen geliebt wird, wäre es schnell vorbei“, kritisieren sie. Zudem gebe es bereits vier Eingänge zum Botanischen Garten. Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, planen sie einen Besuch im hessischen Wissenschaftsministerium. Sie hoffen, dass der Landtag auch bald über die Petition zum Thema entscheidet, die sie 2022 eingereicht haben.

gec

Bild mit freundlicher Genehmigung von NABU Marburg