Montag, 26. September 2016
Marburg
Erste Hilfe
Heiko Krause,
Stadt Marburg
Das Netz für Erste Hilfe in Marburg wird weiter ausgebaut: In der Sporthalle der Sophie-von-Brabant-Schule steht künftig im Notfall ein Laien­defibrillator zur Verfügung. Ein Laien­de­fi­brillator ist von jedem auch ohne Einweisung leicht zu bedienen und er kann Leben retten.
"Der neue Defibrillator ist Teil eines Netzes von mittlerweile 48 Geräten im gesamten Stadtgebiet", sagte Schuldezernentin Kerstin Weinbach. Die Laiendefibrillatoren unterstützten im Sinne des Marburger Programms "Gesunde Stadt" Ersthelfer. Viele der etwa 100.000 jährlichen Herztoten in Deutschland könnten bei entsprechender Erster Hilfe gerettet werden, betonte Andreas Steih-Winkler, Koordinator für die Defibrillatoren der Stadt Marburg.
Bei Herzkammerflimmern, "wenn der Herzrhythmus wie bei einem Motor ins Stottern kommt", gelte es die acht Minuten Rettungsfrist, bis die professionellen Helferinnen und Helfer kommen zu überbrücken, erläuterte er. Zunächst müsse festgestellt werden, ob der Patient noch atmet und Pulsschlag aufweist. Wenn das nicht der Fall ist, soll der Ersthelfende unbedingt zur Herzdruckmassage übergehen und zwar kräftig, wie Steih-Winkler unterstrich. "Eine gebrochene Rippe oder das Brustbein heilen wieder", ergänzte Weinbach. Anwesende sollten unbedingt eingebunden werden, etwa um den Notruf abzusetzen, oder den Defibrillator zu holen, sagte Steih-Winkler.
Anfragen und Standortwünsche für Laiendefibrillatoren können an Andreas Steih-Winkler, unter 06421/201-1404 gerichtet werden.
 
Marburg
Energie sparen
Die Ausstellung "Strom sparen im Haushalt – mehr Geld in der Tasche" ist der Auftakt für die Hessische Energiespar – Aktion in Marburg. Die Ausstellung in der Sparkasse Marburg-Biedenkopf am Richtsberg 68 soll den Menschen vor Ort zeigen, wie eine effiziente Stromnutzung aussieht. Die Besucher können lernen, wie sie bewusster und somit auch geldsparender mit Strom umgehen können. Die Ausstellung passt zum Richtsberger Energiekonzept und kann besichtigt werden von montags bis mittwochs und freitags von 8.15 bis 13 Uhr und 14-16 Uhr. Der Energieberater Jürgen Kotz steht zudem jeden Donnerstag ab 14 Uhr als Ansprechpartner zur Verfügung.
 
Marburg
Konflikt in Syrien
Gemeinsam mit der mit der Stadt Kirchhain und dem vhs-Förderverein beleuchtet die die Volkshochschule des Landkreises am 28. September ab 19 Uhr im Bürgerhaus Kirchhain die Hintergründe des Syrienkonflikts.
Bereits seit einigen Jahren verändert sich im sogenannten "Nahen Osten" die politische Landschaft. Nach den Bildern junger Demonstranten im "Arabischen Frühling" sind es nun oft verstörende Bilder von Kampfhandlungen, die uns in unseren Wohnzimmern erreichen. Spätestens mit dem Ankommen einer Vielzahl an Flüchtlingen steht der "Nahe Osten" einmal mehr im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit.
Am Mittwoch, 28. September, wird Dr. Oliver M. Piecha die Hintergründe der Konflikte beschreiben, die die Menschen auch nach Europa flüchten lassen. Sein Vortrag stellt die zentralen Konfliktparteien und Interessengegensätze im "Nahen Osten" vor und beleuchtet dabei neue und teils uralte Konfliktlinien. Vor diesem Hintergrund wird die Dynamik der großen Fluchtbewegung in Richtung Europa nachvollziehbar. Im Anschluss an den Vortrag besteht die Möglichkeit zu Rückfragen.
Der Eintritt ist frei. Um vorherige Anmeldung bei der vhs-Außenstelle Kirchhain, unter der Rufnummer 06422/922-339 oder online unter www.vhs.marburg-biedenkopf.de, wird gebeten.
 
Marburg
Für Fledermäuse
Foto: Manfred
Gerber /
Pixelio.de
Bis zum Jahresende möchte der NABU Hessen das 1.000 Fledermausfreundliche Haus in Hessen auszeichnen. Der Naturschutzverband ruft alle Mitbürger dazu auf, Sommer-und Nachtquartiere für die Fledermäuse an ihren Häusern anzubringen und sich um eine Auszeichnung zu bewerben. Die natürlichen Lebensbedingungen für die Tiere haben sich verschlechtert. Die Anzahl von Baumhöhlen hat in den letzten Jahren stark abgenommen, dadurch sind die Fledermäuse nun auf Quartiere im menschlichem Umfeld angewiesen. Die Tiere sind sehr angenehm, machen keinen Lärm und keine Schäden. Der Naturschutzbund informiert interessierte Hausbesitzer gerne, über die nötigen Renovierungen und Hilfsmaßnahmen.
Das 1.000 Haus erwartet eine Plakette und Urkunde, überreicht von Umweltministerin Priska Hinz.
 
Marburg
Reihe "Klimaschutz vor Ort"
Die Volkshochschule (vhs) des Landkreises Marburg-Biedenkopf setzt die Reihe "Klimaschutz vor Ort" fort. Die erste Veranstaltung im neuen Semester führt in den Windpark Hilsberg, wo mit fünf Windkraftanlagen Strom aus Wind erzeugt wird.
Wie diese Technik der Stromerzeugung funktioniert und wie es im Inneren einer Windenergieanlage aussieht, soll im Rahmen einer Anlagenbesichtigung erläutert und gezeigt werden. Hinweis: Ein Aufstieg in die Gondel der Windenergieanlage ist nicht möglich. Die Führung findet am Freitag, 30. September, zwischen 16:00 Uhr und 17:30 Uhr statt. Die Teilnahme kostet drei Euro.
Eine vorherige Anmeldung bis zum 27. September 2016 bei der vhs-Geschäftsstelle Marburg Land, Telefon: 06421/405-6710, oder online unter www.vhs.marburg-biedenkopf.de ist aus organisatorischen Gründen erforderlich.
Gießen
Band-Contest
Fünf talentierte Nachwuchsbands treten am Freitag, 18. November beim "No Label"-Contest auf. Noch bis Sonntag, 25. September, können sich interessierte Bands und Einzelkünstler bewerben. Der "No Label"-Contest wird vom Arbeitskreis Kommunale Jugendpflegen im Landkreis Gießen in Kooperation mit der Jugendförderung des Landkreises Gießen seit 2005 jeden Winter ausgerichtet. Seit dem vergangenen Jahr präsentiert sich "No Label" mit neuem Konzept und mit einer festen Heimat im Gießener Jugend- und Kulturzentrum "Jokus". Um den Abend für das Publikum noch attraktiver zu machen, tritt neben den Contestbands auch die Vorjahressiegerband "Usinger" aus Limburg auf. Als Headliner ist außerdem die Gießener Band "Anil" mit Rock/Pop/Soul-Eigenkompositionen zu hören.
Bewerben können sich alle jungen Bands aus der gesamten Region Mittelhessen. Stilistisch sind bei "No Label" keine Grenzen gesetzt. Einzige Bedingung: Der Altersdurchschnitt der Band sollte 23 Jahre nicht übersteigen. Ein Bewerbungsformular sowie die detaillierten Teilnahmebedingungen findet sich auf der neuen Webseite des Contests unter http://cometonolabel.de.
 
Gießen
Digitale Medien
Die Jungen Online-Seminare mit ihrer Mischung aus Schulung von Medien­kompetenz, Jungenarbeit und jeder Menge Spaß starten in eine neue Runde. In den drei bevorstehenden Seminaren geht es um soziale Medien, das Internet, die Produktion kurzer Videos sowie dem Thema Computerspiele.
Im kommenden Seminar "Jungen Online I – Ich und du in sozialen Netzwerken" vom 14. bis 16. Oktober wird über Snapchat, Instagram und Co. gesprochen. Die Teilnehmer im Alter von 9 bis 13 Jahren erfahren, welche Möglichkeiten die sozialen Medien bieten, aber auch Regeln für Veröffentlichung und Daten­schutz. Darüber hinaus beschäftigen sich die Teilnehmer mit dem Thema Cybermobbing und wie man damit umgeht. Es wird am praktischen Beispiel erklärt, wie der Baukasten für eine Internetseite funktioniert.
In dem Seminar "Jungen Online II" vom 11. bis 13. November geht es für die Zielgruppen von 9 bis 13 Jahren um YouTube, MyVideo und Co. Den Abschluss bildet das Seminar "Jungen Online III – Zocken, aber richtig!" vom 9. bis 11. Dezember. Teilnehmen können hier Jungen im Alter von 12 bis 13 Jahren.
Weitere Infos sowie die Anmeldeformulare sind auf der Website der Jugend­förderung des Landkreises Gießen (www.lkgi-jugendfoerderung.de) unter dem Punkt "Jungen" zu finden.
 
Gießen
Fairer Handel
Die Stadt Gießen wird ihre gesamte Geschäftspost künftig mit einem Freistempler "Gießen – Stadt des Fairen Handels" versehen. Wie Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz mitteilt, soll damit für den Konsum von fair erzeugten Produkten geworben werden. "Wir alle tragen mit unseren Konsumentscheidungen Verantwortung dafür, den Menschen in den Entwicklungs- und Schwellenländern menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu verschaffen", so Grabe-Bolz. Die Aktion soll auch für die "Faire Woche" werben, welche bundesweit vom 16. bis 30. September stattfindet.
"Mit der Werbung per Poststempel erzielen wir viele direkte Kontakte, und dies praktisch ohne Mehrkosten", erläutert Grabe-Bolz die Kampagne. "Gleichzeitig geben wir mit der Neuauflage unseres sogenannten Einkaufsfairführers den Bürgerinnen und Bürgern eine Hilfe, wo diese Produkte erworben werden können." In dieser Veröffentlichung sind Gießener Einzelhandelsgeschäfte, Cafés und Restaurants aufgeführt, welche fair gehandelte Waren und Produkte anbieten. Noch bis zum 30. September können sich entsprechende Betriebe unter der E-Mail-Adresse fairtrade[at]giessen.de melden, um in die Publikation aufgenommen zu werden.
Gießen hat sich 2011 der internationalen Kampagne "Fairtrade-Towns" angeschlossen und trägt seitdem, wie über 1.200 Kommunen weltweit, den Titel "Stadt des Fairen Handels".
 
Gießen
Führende Rolle
Herausragender Erfolg für ein weltweit führendes Forschungsprogramm zur Wahrnehmungspsychologie: Die York University in Toronto (Kanada), in der Wahrnehmungsforschung über ein Kooperationsabkommen eng mit der Justus-Liebig-Universität (JLU) verbunden, hat von der kanadischen Regierung einen der renommierten "Canada First Research Excellence Funds" in Höhe von 33,3 Millionen kanadischen Dollar (rund 22,6 Millionen Euro) erhalten. Die Bewilligung für das Programm "Vision: Science to Applications" (VISTA) am Centre for Vision Research der York University erfolgte im Rahmen der weltweit beachteten kanadischen Exzellenzinitiative.
"Wir gratulieren unserem kanadischen Kooperationspartner herzlich zu diesem großen Erfolg", sagte JLU-Präsident Prof. Joybrato Mukherjee. "Diese Förderung unterstreicht die führende Rolle unserer kanadischen Kolleginnen und Kollegen in der Wahrnehmungsforschung und wird auch die exzellente Arbeit der mit ihnen eng kooperierenden hiesigen Wahrnehmungspsychologinnen und -psychologen stärken."
Die Arbeitsgruppe von Prof. Katja Fiehler, Inhaberin der Heisenberg-Professur für Allgemeine Psychologie mit dem Schwerpunkt "Wahrnehmung und Handlung" an der JLU, erforscht gemeinsam mit Teams der Philipps-Universität Marburg, der York University in Toronto und zwei weiteren kanadischen Universitäten im Rahmen des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Internationalen Graduiertenkollegs (IKG) "The Brain in Action" die komplexen neuronalen Vorgänge bei menschlichen Wahrnehmungen und Handlungen.