Sonntag, 23. Juli 2017
Marburg
Zum Ärztlichen Bereitschaftsdienst
Die Stadt Marburg hat provisorische Wegweiser zum Ärztlichen Bereitschafts­dienst auf den Lahnbergen angebracht. "Die Patientinnen und Patienten müssen im Ernstfall wissen, wo sie hinkönnen", erklärt Oberbürgermeister Thomas Spies die kurzfristige Lösung.
Denn: Eine Woche nach dem Umzug des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes (ÄBD) vom Diakonie-Krankenhaus Wehrda ins Universitätsklinikum auf die Lahnberge gibt es noch keine Straßenschilder, die den Weg zu den Bereitschaftsärztinnen und -ärzten weisen. "Die Patientinnen und Patienten brauchen die Wegweiser aber dringend", stellt Oberbürgermeister Spies klar, "wenn es die regulären Wegweiser auf die Schnelle nicht gibt, müssen eben provisorische Schilder her."
Deshalb hat der Oberbürgermeister die Provisorien angeordnet – obwohl die Herstellung der Beschilderung zum ÄBD außerhalb der geschlossenen Ortschaft nicht in die Zuständigkeit der Stadt Marburg fällt.
Zum Hintergrund: Der Wechsel von Wegweisern an Straßen ist in der Regel ein langwieriger Prozess, der mit mehreren Beteiligten abgestimmt werden muss.
 
Marburg
Online-Umfrage Kulturpolitik
Foto: Kreis
Marburg-
Biedenkopf
Der Landkreis Marburg-Biedenkopf erarbeitet zurzeit neue Kulturpolitische Leitlinien. Bis 31. Juli können sich Interessierte mit ihren Ideen und Anregungen auch Online an der Diskussion zur Erarbeitung dieser Leitlinien beteiligen. Auf der Beteiligungsplattform www.mein-marburg-biedenkopf.de sind auch Informationen zum laufenden Planungsprozess zu finden.
"Wir interessieren uns sehr dafür, was die Bürgerinnen und Bürger als Stärken, Schwächen, Chancen und Risiken der Kulturarbeit des Landkreises Marburg-Biedenkopf sehen", sagte Landrätin Kirsten Fründt. Außerdem sei es für den Kreis sehr hilfreich, wenn aus der Perspektive der Bürgerinnen und Bürger weitere wichtige kulturpolitische Ziele benannt werden. "Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme an der Online-Diskussion", betonte die Landrätin.
Weitere Infos gibt es unter der Telefonnummer 06421/405-1212 sowie unter der E-Mail-Adresse buergerbeteiligung@marburg-biedenkopf.de.
 
Marburg
Schäfer zeigen Können
Foto: Kreis
Marburg-
Biedenkopf
Das traditionelle Leistungshüten der Schafhalter findet Sonntag, 23. Juli, in Stadtallendorf-Hatzbach, unweit der neuen Grillhütte statt. Dabei zeigen Schäfer aus der Region wieder eindrucksvoll, welches Wissen und Können hinter dem anspruchsvollen Beruf des Schäfers steht. Das Leistungshüten wird vom Landkreis Marburg-Biedenkopf mit seinem Fach­bereich Ländlicher Raum und Verbraucherschutz in Zu­sam­men­arbeit mit dem Kreisschäferverein Marburg-Kirchhain-Biedenkopf und dem Schäferverband Kurhessen organisiert und veranstaltet.
Voraussichtlich werden sich fünf Schäfer dem Publikum vorstellen und ihr Können im Umgang mit eigenen Hunden und der fremden Schafherde zeigen. Die Herde, bestehend aus rund 200 Schwarzkopf-Schafen, stellt der Schäfer Martin Henkel aus Stadtallendorf-Hatzbach zur Verfügung. Zwei Wertungs­richter werden über ein Punktesystem die Leistungen der Schäfer bewerten und am Schluss der Veranstaltung einen Sieger ermitteln.
Wie Landrätin Kirsten Fründt im Vorfeld der Veranstaltung erklärte, biete der Landkreis Marburg-Biedenkopf, der nach wie vor der schafreichste Landkreis in Hessen ist, ideale Bedingungen für die Schafhaltung. Nach der Zählung im Januar 2017 gibt es in Marburg-Biedenkopf 402 Schafhalter mit 15.300 Schafen (Vergleich 1987: 112 Schafhalter mit 11.088 Schafen). Die Rasse Merino-Landschaf hat den größten Anteil, gefolgt von den Rassen Schwarzkopf und Suffolk. Dagegen spielen die Texelschafe, Milchschafe, Bergschafe und Rhönschafe – aber auch viele Kreuzungen – eine eher untergeordnete Rolle.
Marburg
Integrationsarbeit
Auf dem 22. Deutschen Präventionstag in Hannover hat die Universitätsstadt Marburg ihre Erfahrungen aus der Integrationsarbeit mit geflüchteten Menschen vorgestellt. In einer Themenbox konnten sich Interessierte über die erfolg­reichen kommunalen Angebote und Strukturen informieren.
Prof. Ulrich Wagner von der Philipps-Universität Marburg referierte zu "Integration als Prävention von extremistischer Gewalt". Johannes Maaser vom städtischen Ordnungsamt sprach zu "Flüchtlingsunterbringung im Fokus von Gewaltprävention: Eindrücke aus Marburg-Cappel" (KORRIGIERTER TITEL) und Marie-Muriel Müller vom Jugendamt zur "Situation der unbegleiteten minder­jährigen Ausländer in der Universitätsstadt". Peter Reckling ging als Orts­vor­steher von Dagobertshausen auf die "Herausforderungen und Schwierigkeiten der Integration von Flüchtlingen" anhand von Stadtteil-Erfahrungen, des Ombuds­manns und praktizierter Handlungsstrategien ein.
Der Deutsche Präventionstag fand vom 19. und 20. Juni im Congress-Center Hannover statt. Mit seinen rund 2.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ist er der größte Kriminalpräventionskongress in Europa.
 
Hessen
Mehr Übernachtungen
Von Januar bis Mai 2017 empfingen die hessischen Beherbergungsbetriebe mit 10 oder mehr Gästebetten (einschließlich der Campingplätze) gut 5,7 Millionen Gäste. Die Anzahl der Übernachtungen lag bei über 12,9 Millionen. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren dies 4,2 Prozent mehr Gäste und 2,9 Prozent mehr Übernachtungen als im Zeitraum Januar bis Mai 2016.
Rund 4,3 Millionen Gäste stammten aus Deutschland und knapp 1,5 Millionen aus dem Ausland. Das waren 5,0 Prozent mehr Inlandsgäste und 2,0 Prozent mehr Auslandsgäste als in den ersten fünf Monaten 2016.
Im Mai 2017 stieg die Zahl der Gäste gegenüber dem Mai 2016 um 5,9 Prozent auf 1,4 Millionen. Die Zahl der Übernachtungen nahm um 2,4 Prozent auf 3,1 Millionen zu. Die Übernachtungszahl der deutschen Gäste stieg um 1,3 Prozent, die der ausländischen Gäste um 6,8 Prozent.