Sonntag, 28. Mai 2017
Marburg
Kinder- und Jugendparlament konstituiert
Foto: Stadt
Marburg, Heiko
Krause
6.500 Mädchen und Jungen waren im März aufgerufen, das elfte Marburger Kinder- und Jugendparlament (KiJuPa) zu wählen. Jetzt hat sich die Vertretung der Sechs- bis 18-Jährigen bei einer Sitzung in der Aula der Kaufmännischen Schulen neu konstituiert.
Seit 1997 wird das Nachwuchsparlament alle zwei Jahre an den Marburger Schulen gewählt. Die Wahlbeteiligung im März lag, im Vergleich zu den Vorjahren konstant, bei 61,55 Prozent. 250 Mädchen und Jungen haben sich für die Wahl aufstellen lassen. Insgesamt wurden 49 Dele­gierte und 45 Stell­ver­treter aus 24 Schulen gewählt. Dabei sind Mädchen mit 45 Delegierten und Jungen mit 49 nahezu gleich stark vertreten. 13 Mitglieder des neu gewählten Kinder- und Jugendparlaments waren auch im zehnten Kinder- und Jugendparlament vertreten.
Oberbürgermeister Thomas Spies lud das KiJuPa ein, bei der Entwicklung des Bürgerbeteiligungskonzepts für die Stadt mitzumachen. "Wir wünschen uns, dass sich neben den Erwachsenen auch die Kinder und Jugendlichen beteiligen", so Spies, "weil ihr am besten wisst, was euch gefällt und wie die Stadt für euch noch besser werden kann", so Marburgs Stadtoberhaupt: "Es ist wichtig, dass die, um die es geht, selbst darüber nachdenken, wie die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen am besten umgesetzt werden kann."
 
Marburg
Neuer GeWoBau-Chef
Marburgs Bauamtsleiter Jürgen Rausch soll 2018 neuer Chef der GeWoBau Marburg werden. Oberbürgermeister Thomas Spies hat Rausch dem GeWoBau-Aufsichtsrat als Nachfolger von des bisherigen Geschäftsführers Bernd Schulte vor­ge­schla­gen, der in Ruhestand geht. Rausch ist gelernter Bauingenieur und leitet bereits seit 20 das städtische Bauamt. 2016 hatte sich Rausch, der SPD-Mitglied ist, auf die Stelle des Bau­de­zer­nen­ten in Potsdam beworben. Trotz aussichtsreicher Position hatte er seine Bewerbung später aus persönlichen Gründen zurückgezogen.
Scharf kritisiert wurde der Vorschlag des Oberbürgermeisters von den Marburger Grünen: "Dass mit diesem Vorschlag das Gremium vor vollendete Tatsachen gestellt wird, ist eine Respektlosigkeit gegenüber dem Auf­sichts­gremium und gegenüber den lang­jährigen Mitarbeitern", sagte Hans Werner Seitz, der für die Grünen im im GeWoBau-Aufsichtsrat sitzt. Bernd Schulte selbst habe die Prokuristen Oliver Hanneder als technischen Geschäftsführer und Matthias Knoche als kaufmännischen Geschäftsführer vorgeschlagen. Die Kompetenz von Jürgen Rausch als Leiter des Marburger Bauamts sei un­be­stritten, so die Grünen. Er sei als Verwaltungschef des Bauamts ein Glücksfall für Marburg, verfüge aber nicht über Erfahrungen in der Wohnungswirtschaft.
 
Marburg
Personennahverkehr im Kreis
Auf der Online-Beteiligungsplattform des Landkreises Marburg-Biedenkopf www.mein-marburg-biedenkopf.de können Bürger bis zum 5. Juni 2017 ihre Anregungen und Verbesserungsvorschläge für den öffentlichen Personen­nah­verkehr geben. Ziel ist die Erstellung eines Nahverkehrsplans für den gesamten Landkreis im Zeitraum von 2018 bis 2022.
Nachdem mit einer Online-Umfrage im November 2016 ein grober Rahmen für eine Entwicklung des Öffentlichen Personennahverkehrs im Landkreis abgesteckt wurde, sind nun Ideen und Verbesserungsvorschläge zu den verschiedenen Buslinien im Landkreis gefragt. Auf der Plattform www.mein-marburg-biedenkopf.de unter dem Dialog mit dem Titel "Ent­wick­lung des Nahverkehrsplans" können einzelne Buslinien nebst dazugehörigen Steckbriefen aufgerufen werden. Darin sind neben Fahrtzeiten auch die Streckenführung oder der Streckenverlauf aufgelistet, wozu Bürgerinnen und Bürger ihre Ideen oder Verbesserungsvorschläge frei kommentieren können.
Weitere Infos unter der Telefonnummer 06421/405-1212 sowie unter der E-Mail-Adresse buergerbeteiligung[at]marburg-biedenkopf.de.
Marburg
Mobilitätszentrale zieht um
Die Stadtwerke Marburg weisen darauf hin, dass die Mo­bili­täts­zentrale, aufgrund ihres Umzugs in neue Räum­lich­keiten in der Weidenhäuser Straße 7 (ehemals Sparkasse Marburg-Biedenkopf), am Freitag, 26. Mai, geschlossen ist. Ab Montag, 29. Mai, öffnet die Mobilitätszentrale dann am neuen Standort.
Die Verkaufsstelle Am Krekel ist am Freitag, 26. Mai, von 8 bis 13 Uhr geöffnet. Diese schließt allerdings mit Eröffnung der neuen Mobilitätszentrale Ende Mai.
 
Marburg
20 Jahre Solarstrom
1997 ist auf dem Dach der Emil-von-Behring-Schule die seinerzeit größte Photovoltaikanlage in der Universitätsstadt Marburg in Betrieb genommen worden. Bürgermeister Franz Kahle gratulierte im Rahmen einer Feierstunde in der Media­thek der Schule zum Jubiläum und nahm symbolisch 20 Prozent der Pachterträge der kommenden drei Jahre für die Stadt Marburg in Empfang.
"Den Höhenflug des Solarstroms haben vor 20 Jahren selbst Optimisten nicht erwartet", sagte Kahle. Inzwischen sei die Universitätsstadt mit einer Vielzahl an großen und kleinen Anlagen Vorreiter, freute er sich. Neben der Stadt und Unternehmen seien es auch Privatleute, die ihre Dächer bestückten. "Jede kleine Anlage hilft der Bewegung weiter", so Kahle. Zukünftig, so hat es der Magistrat am Montag beschlossen, sollen die Erträge dem Förderverein zur Unterstützung der Umweltbildung der Emil-von-Behring-Schule zufließen. 2021 geht die Anlage dann in den Besitz des Fördervereins über.
Der Bürgermeister erinnerte daran, dass 1997 die Stadtwerke die Errichtung auf dem Dach der Emil-von-Behring-Schule mit einem Zuschuss und einer eigenen Einspeisevergütung gefördert haben. Helmut Range, ehemaliger Rektor der Schule und Mitinitiator des Projekts, berichtete, dass die Stadt seinerzeit das Dach für 20 Jahre kostenfrei dem Verein Solar Marburg zur Verfügung gestellt hat.
 
Marburg
Zwei Millionen Mitglieder
Mehr als ein Drittel aller Hessen gehört einem im Landes­sport­bund organi­sierten Sportverein an: Genau 2.081.800 Mitgliedschaften melden die 7.674 Mitgliedsvereine. "Wir sind stolz, weiterhin die mitgliederstärkste Bürger­bewegung in unserem Land zu sein und freuen uns über einen Zuwachs um 10.522 Personen bzw. 0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr", sagt Landes­sport­bund-Präsident Rolf Müller. Die Zahl der Vereine sei unterdessen leicht gesunken: um 50 auf 7.674 Vereine.