Dienstag, 21. Februar 2017
Marburg
Bessere Betreuung
Menschen zu erreichen und in den Arbeitsmarkt zu integrieren, die nicht in der Betreuung der Arbeitsagentur Marburg oder des KreisJobCenters Marburg-Biedenkopf sind, ist das Ziel des neuen "Service Centers Migration Marburg" (SCMM). Das gemeinsame Projekt von Arbeit und Bildung und der Arbeitsagentur geht nun an den Start.
"Es gibt viele Menschen, die gern arbeiten möchten, aber aus unterschiedlichen Gründen den Weg in den Arbeitsmarkt nicht finden", erklärt Projektleiter Steffen Rink. "Das ist insbesondere bei Migrantinnen und Migranten der Fall. Hier ist die Beschäftigungsquote signifikant niedriger als bei Menschen ohne Migrationshintergrund."
Das SCMM bietet individuelle Coaching, EDV-Training, Unterstützung bei Bewerbungen oder Qualifizierungen an. "Dabei warten wir nicht, dass die Menschen zu uns kommen, sondern wir suchen die Zusammenarbeit mit Migrantenorganisationen, Beratungseinrichtungen oder auch Vereinen, um mögliche Interessierte zu finden und anzusprechen. Das SCMM ist montags bis freitags von 9:00 bis 16:00 Uhr erreichbar. Jeden Montag von 10:00 bis 12:00 Uhr und Donnerstag von 14:00 bis 16:00 Uhr gibt es eine offene Sprechstunde ohne Voranmeldung.
 
Marburg
Junge Menschen begeistern
Wie lassen sich mehr junge Menschen für Projekte der Bürgerbeteiligung begeistern? Zu dieser Frage entwickelten seit September vergangenen Jahres 14 Verwaltungsfachangestellte des Landkreises im zweiten Ausbildungsjahr Ideen. Das Projekt ist in Zusammenarbeit zwischen dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und den Kaufmännischen Schulen der Universitätsstadt Marburg (KSM) entstanden.
Ihre kreativen Ideen und die Ergebnisse ihrer Projektarbeit haben sie im Landratsamt vorgestellt. So möchten die Auszubildenden unter anderem mit einem Fotowettbewerb "Selfie der Jahreszeiten" Interesse für Bürgerbeteiligung wecken: Jugendliche sollen zu jeder Jahreszeit Fotos einsenden können, die sie beispielsweise in Ausübung eines Ehrenamtes zeigen. Eine Veröffentlichung der Bilder soll zudem die Identifikation mit dem Landkreis stärken.
Eine weitere Idee: Klassenbesuche in den Schulen des Landkreises, um über die Beteiligungsangebote des Kreises zu informieren. Umfragen sollen dabei Aufschluss über die Interessen der Schülerinnen und Schüler geben. Auch Werbemaßnahmen, mit denen junge Menschen beispielsweise über Facebook oder auf Bildungsmessen gezielt für Beteiligungsprojekte angesprochen werden sollen, wurden vorgestellt.
 
Marburg
Telefonaktionstag
Die Agentur für Arbeit organisiert am Dienstag, 21. Februar, von 9 bis 15 Uhr einen Telefonaktionstag für Fragen rund um den Wiedereinstieg ins Berufsleben. Vor allem Frauen unterbrechen nach wie vor noch ihre Erwerbstätigkeit, um Kinder zu erziehen oder Angehörige zu pflegen. Wenn sie danach ins Berufsleben zurückkehren wollen, ergeben sich häufig viele Fragen hinsichtlich der Möglichkeiten und einer Unterstützung.
Die Agentur für Arbeit Marburg bietet Beratungsangebote und Förderleistungen an. Bei dem Telefonaktionstag (Telefon: 06421/605-204) geht es um die Themen Rückkehr ins Berufsleben, Beschäftigung/Ausbildung in Teilzeit, Vereinbarkeit von Familie & Beruf, Fragen rund um Kinderbetreuung, Kompetenzfeststellung, Konkrete Angebote der Agentur für Arbeit zum Wiedereinstieg, Aktuelle Stellensituation.
Marburg
Volles vhs-Programm
Foto: Stadt
Marburg, Heiko
Krause
"Du bestimmst wie" ist das Motto des neuen Sommer­se­mes­ter­programms der Volkshochschule (vhs) Marburg. Drin sind rund 700 Kurse, darunter etwa 100, die zum ersten Mal durchgeführt werden. Für das breite Angebot, das von etwa 450 Kursleiterinnen und Kursleitern umgesetzt wird, stehen Veranstaltungen zum Reformationsjahr genauso wie Kunsthandwerkskurse, 20 Sprachen und eine Vielzahl von Gesundheitsthemen.
Ein früher Höhepunkt werden Marburger die Fototage sein, die vom 17. bis 19. März bereits zum vierten Mal in den Räumen der vhs in der Deutschhausstraße ausgerichtet werden. Mehr als 200 Bilder sind dann laut Auskunft von vhs-Leiterin Kirsten Fritz-Schäfer, die auch für den Bereich Kultur verantwortlich ist, auf fünf Etagen zu sehen. Veranstaltet werden die Fototage mit Vorträgen und Workshops in Zusammenarbeit mit verschie­denen Fotografen, die als Kursleiter an der vhs tätig sind.
Mehr Infos unter www.vhs-marburg.de.
 
Marburg
Doppelt ausgezeichnet
Das Marburger Institut für Geschichte der Pharmazie freut sich über gleich zwei Auszeichnungen für sein Lehrpersonal: Prof. Christoph Friedrich hat den wandernden Heilkräuterpreis der Stadt Königsee erhalten. Der Leiter des Marburger Instituts für Pharmaziegeschichte erhielt die Auszeichnung für seine Forschungsarbeiten zur thüringischen Pharmaziegeschichte.
Prof. Sabine Anagnostou wurde als Mitglied in die Akademie gemeinnütziger Wissenschaften zu Erfurt aufgenommen. Frau Anagnostou lehrt als außer­planmäßige Professorin im Institut für Geschichte der Pharmazie. Die Akademie ehrte mit ihrer Aufnahme ihre erfolgreiche Forschungstätigkeit, insbesondere ihre Studien über traditionelle Heilpflanzen als potentielle Wirkstofflieferanten, die ein großes Potential für die pharmazeutische Forschung besitzen.
 
Marburg
Häusle bauen
Wenn bald das ärgste Winterwetter überstanden ist, beginnen die Vögel mit den Vorbereitungen für den Nestbau. Mit lautem Gesang stecken dann Meisen, Spatzen und Kleiber ihre Reviere ab. Doch häufig finden die Wohnungs­suchen­den keine passende Bleibe. Insbesondere die intensive Nutzung der offenen Landschaft, aber auch die übertriebene Ordnungsliebe mancher Menschen rund um Haus und Garten erschweren ihnen die Wohnungssuche. "Der Verlust an natürlichen Brut- und Niststätten ist für viele Vögel ein großes Problem", sagt NABU-Landesvorsitzender Gerhard Eppler. Der NABU Hessen ruft deshalb dazu auf, Hecken und Gebüsche im Garten stehen zu lassen und für Höhlenbrüter jetzt noch Nisthilfen auf­zu­hängen.
Anleitungen zum Bau von Nistkästen für verschiedene Vogelarten gibt es beim NABU unter www.nabu.de/voegel.