Montag, 23. Juli 2018
Marburg
Schlafampel
Foto: Grähling
Die "Schlafampel" bei der Elisabethkirche lässt den Verkehr in die Ketzerbach besser fließen. Das ist die erste Bilanz von Oberbürgermeister Thomas Spies nach dem Umbau der Ampel­anlage vorletzte Woche
Die Ampel an der Abbiegespur wurde durch den Umbau in eine sogenannte "Schlafampel" verwandelt. Das bedeutet: Die Ampel ist inaktiv, bis Fußgänger aktiv den Ampelschalter betätigen und für sich Grün anfordern. Nur dann sehen die Autofahrer Rot und müssen halten. Solange kein Signal aufleuchtet, kann der motorisierte Straßenverkehr fahren – und muss dabei nur noch die Vorfahrt des Verkehrs aus der Deutschhausstraße beachten. "Man sieht sofort, dass es jetzt an der Kreuzung weniger Rückstaus gibt", so Spies. Harald Schröder von der Straßenverkehrsbehörde erklärt, dass die Rechtsabbieger aus der Elisabethstraße in die Ketzerbach nun spürbar kürzer und seltener auf der Abbiegespur halten müssen – und dadurch mehr Platz für die Autos bleibt, die von der Elisabethstraße geradeaus weiter in Richtung Pilgrimstein fahren wollen. Nach einer Beobachtungszeit von zehn Tagen funktioniere die neue Regelung sehr gut, zieht die Straßenverkehrsbehörde Bilanz.
Außerdem sei auf der Abbiegespur in die Ketzerbach etwas mehr Platz geschaffen worden. Die Markierung für den Haltepunkt der Autos bei roter Ampel wurde entsprechend verschoben und neu markiert. Dadurch kann sich jetzt bei Bedarf ein Fahrzeug mehr in der Rechtsabbiegespur aufstellen und die übrigen Fahrspuren entlasten.
 
Marburg
Die neue Kiliansgasse
Die Gasse zwischen dem Schuhmarkt und der Rathausschirne am Hirschberg hatte keinen eigenen Namen. Bislang wurde sie von vielen die "Schiffergasse" genannt. Nun hat die kleine Gasse auch offiziell einen Namen bekommen: "Kiliansgasse".
Die Stadtverordnetenversammlung hatte im Februar einstimmig beschlossen, dass die bisher namenlose Gasse künftig "Kiliansgasse" heißen soll. "Der Weg führt zum romanischen Rundbogentor an der Rückseite des 'Kilians'. Daher erschien der vorgeschlagene Name passend", sagte OB Thomas Spies bei der offiziellen Freigabe des neuen Schilds. ΓΏ
Der "Kilian" ist Marburgs älteste Kirche. Sie wurde zu einem nicht bekannten Zeitpunkt errichtet – wohl aber nach 1180. Das ursprüngliche Kirchenbauwerk wird heute als Unterkunft für Studierende genutzt. Es erlebte in den zurückliegenden Jahrhunderten eine wechselvolle Geschichte. Nach der Einführung der Reformation in Hessen ließ Landgraf Philipp der Großmütige den "Kilian" zusammen mit den meisten anderen Kirchen und Klöstern im Jahr 1527 schließen und umwidmen. 1535 beherbergte der "Kilian" zunächst die Zunftstube der Schuhmacher-Gilde, wodurch aus dem Kirchhof der "Schuhmarkt" wurde. Danach diente das Gebäude bis 1567 als Schweinestall. Später war der "Kilian" unter anderem auch Schule, Waisenhaus, Polizei- und Gestapo-Quartier. Das Deutsche Grüne Kreuz hatte in dem Bau am Schuhmarkt von 1969 rund 40 Jahre lang seinen Sitz. Seit 2013 ist er eine Unterkunft für Studierende. Namenspatron der Kilianskapelle ist der Heilige Kilian, ein irischer Missionar und Schutzpatron der Franken (wahrscheinlich geboren 640 in Mullagh bei Cavan, Irland; angeblich verstorben 689 in Würzburg).
 
Marburg
Schäfchen hüten
Foto: Kreis
Marburg-
Biedenkopf
Das jährlich stattfindende Leistungshüten im Kreis Marburg-Biedenkopf gehört mittlerweile zu den landwirtschaftlichen Großereignissen in Mittelhessen. Jedes Jahr besuchen rund 1.000 Besucher diese Veranstaltung. Dieses Jahr stellen erstmals Schäfer aus den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf gemeinsam ihr Können bei den Kreisleistungshüten unter Beweis. Die Veranstaltung findet beim Betrieb Bauch in Allendorf bei Frankeneu am Sonntag, 22. Juli, statt und beginnt gegen 8:00 Uhr.
Die Organisatoren bereiten ein umfangreiches Rahmen­pro­gramm vor, das für Familien und damit auch für "kleine Besucher" geeignet ist.
Im Landkreis halten rund 400 Schafhalter über 17.000 Schafe. Damit ist Marburg-Biedenkopf der schafreichste Landkreis in Hessen.
 
Marburg
Datenautobahn im Kreis
Kreis, Kommunen und Telekom haben einen Vertrag für den weiteren Ausbau des schnellen Internets im Kreis auf den Weg gebracht. Damit sollen bis 2020 die letzten unterversorgten "weißen Flecken" den Anschluss an die Daten­auto­bahn mit schnellem Internet erhalten. Nach Abschluss des Er­wei­terungs­pro­jek­tes soll der Landkreis Marburg-Biedenkopf über eine der besten Breit­band­ver­sorgungen im ländlichen Raum bundesweit verfügen.
In Marburg-Biedenkopf konnte bereits im August 2015 ein erstes Ausbau­projekt in Zusammen­arbeit mit der Deutschen Telekom abgeschlossen werden. Hierbei wurde laut Kreis bereits eine Versorgung von über 95 Prozent der Haushalte und Gewerbestandorte mit 25 Mbit/s erzielt.
"Durch die Fördermöglichkeiten von Bund und Land können wir nun den weiteren Ausbau in Angriff nehmen", unterstrich Landrätin Kirsten Fründt bei der Vertragsunterzeichnung. "Schnelles Internet ist eine nicht mehr weg­zu­denk­ende und für die Menschen relevante Infrastruktur", betonte die Landrätin.
75 Schulen und über 500 Gewerbe sollen jetzt direkt mit Glasfaseranschlüssen angebunden werden und so Bandbreiten im Gigabitbereich erhalten. Alle anderen Anschlüsse, die aktuell unter 30 Mbit/s Bandbreite zur Verfügung haben und somit förderfähig sind, sollen nun zu 100 Prozent über 30 Mbit/s Bandbreite nach dem Ausbau bekommen. 95 Prozent davon sollen sogar 50 Mbit/s oder mehr und 80 Prozent 100 Mbit/s oder mehr Bandbreite nach dem Ausbau zur Verfügung haben. Dies wird insgesamt fast 6.000 Haushalte betreffen.
Marburg
Mini-Basketballcamp
Foto: BC Marburg
Fünf Tage Training war für 42 Kinder im Alter von 7 bis 12 Jahren in der Georg-Gaßmann-Sporthalle angesagt. Der BC Marburg hatte Hochkarätiges anzubieten: Neun Trainer waren unter der Leitung von Heinrich Simon an dem höchst inter­essanten Programm beteiligt: Die Headcoaches Frank, Nastas, Paula und Julius sowie die Trainer Lilly, Emma, Nadin, Nora und Danuta schafften es, den Kindern nicht nur die Grundlagen des Spiels über passende Übungen zu vermitteln, sondern auch über passende Spielformen die Spiel Fähigkeiten auf unter­schied­li­chem Niveau zu entwickeln.
Von Dienstag bis Freitag waren nach der Mittagspause prominente Basketballgäste eingeladen, die den Kids Rede und Antwort standen und zum Eins-gegen-eins antraten, aber auch ein Wurfwettkampf war dabei. Das Auftreten der Marburger Bundesliga-Spielerinnen Stephanie Wagner, Tonisha Baker und Finja Schaake (Foto, beim Autogramme schreiben) wurde von den Camp-Teilnehmern bejubelt, aber auch der Besuch des EuroCup-Halbfinalisten von 2010, Trainer René Spandau (mit Saarlouis), fand viel Beachtung.
Höhepunkt des Camps waren die Spiele am Freitag mit der Verteilung der Preise. Den Freiwurfwettbewerb gewann Elena Krahl, beim "Bump Challenge" siegte Paula Hartmann. Den "Hustle Award" für den Spieler mit dem höchsten Einsatz bekamen David (Gruppe High-School), Hannah (College), Jan Pedro (Bundesliga) und Theo (NBA). Den Award als "MIP", für den Spieler, der sich am meisten verbessert hat, bekamen Theresa, Levi, Magdalena und Halgrim überreicht.
 
Marburg
Stadtbüro geschlossen
Das Stadtbüro der Universitätsstadt Marburg in der Frauenbergstraße 35 bleibt wegen Umbauarbeiten am Freitag, 20. Juli, ganztägig für den Publikumsverkehr geschlossen. Ab Montag, 23. Juli, sind die Mitarbeiter des Stadtbüros zu folgenden Öffnungszeiten wieder erreichbar: Montag, 8 bis 17 Uhr, Dienstag, 8 bis 13 Uhr, Mittwoch, 8 bis 17 Uhr, Donnerstag, 8 bis 18 Uhr und Freitag 7.30 bis 12 Uhr.
 
Marburg
Zuwachs
In den Jahren 2006 bis 2016 wuchs das nominale Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Summe aller in der Region produzierten Waren und Dienstleistungen, in Hessen um 51 Milliarden Euro bzw. plus 23,1 Prozent auf 269 Milliarden Euro. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, stieg dieser Wert in den Landkreisen stärker (plus 24,0 Prozent) als in den kreisfreien Städten (plus 21,7 Prozent).
In den letzten 10 Jahren entwickelte sich das Bruttoinlandsprodukt in den Verwaltungsbezirken Hessens sehr unterschiedlich. Die größten Zuwachsraten verzeichnete der Landkreis Kassel (plus 47,8 Prozent), gefolgt von der kreisfreien Stadt Darmstadt (plus 42,8 Prozent) und dem Landkreis Darmstadt-Dieburg (plus 35,1 Prozent). Hier konnte sich jeweils das Produzierende Gewerbe kräftiger entwickeln als die Dienst­leistungs­bereiche, wie auch in Hessen insgesamt (Produzierendes Gewerbe: plus 26,8 Prozent, Dienst­leistungs­bereiche: plus 21,3 Prozent). Die geringsten Zuwächse der Wirt­schafts­leistung wiesen der Hochtaunuskreis (plus 5,3 Prozent) und die Stadt Offenbach am Main (plus 9,0 Prozent) auf.