Sonntag, 4. Dezember 2016
Marburg
Neubau
Foto: Heiko
Krause, Stadt
Marburg
2017 soll mit der lange angestrebten Erneuerung des Geschäftshauses Universitätsstraße 8, dem so genannten, ehemaligen "Allianzhaus", begonnen werden. Die Werner Projektentwicklung GmbH will das Gebäude in ein modernes Geschäftshaus mit Einzelhandel, Büroflächen und einem Hotel verwandeln. Teegut soll Hauptmieter bleiben, Aldi dazukommen, 3000 Quadratmeter Fläche für Lebensmittel soll es insgesamt geben.
Im vorderen zur Universitätsstraße gelegenen Bereich des Erdgeschosses wird laut Investor ein Geschäft für Mode angesiedelt, weitere "Fashion-Angebote" sollen die Kunden im ersten Obergeschoss finden. Insgesamt seien für Textilien 3200 Quadratmeter vorgesehen. Zehn kleinere Ladenlokale seien zudem eingeplant. Zur Universitätsstraße sind unter und über den Geschäftsräumen Büroflächen geplant.
Auf dem Dach des derzeit nicht genutzten Parkdecks will der Investor das Hotel bauen. Es soll von der B + B Kette mit 85 Zimmern als reines Zwei-Sterne-Frühstückshotel betrieben werden. Rund 300 Parkplätze und 80 Fahrradstellplätze sollen entstehen.
Das bestehende Gebäude sei "ist in einem desolaten Zustand", sagte Bürgermeister Franz Kahle bei einer Bürgerinformationsveranstaltung vergangene Woche, in der der Investor seine Pläne vorstellte. Danach sollen die Räume spätestens Mitte 2019 bezugsfertig sein sollen. Der angestrebte Branchenmix soll eine Ergänzung zum Einzelhandel in der Oberstadt und dem Südviertel darstellen.
 
Marburg
Probierwerkstatt
Damit sich Jugendliche besser für den Arbeitsmarkt orientieren konnen, will die JUKO Marburg eine Probierwerkstatt einrichten. In der Werkstatt können Jugendliche im Übergang von der Schule zum Beruf Grundkenntnisse in den Bereichen Holz- und Metallverarbeitung, Maler- und Lackierarbeiten, Klempnerei, Sanitärarbeiten sowie Lageristik erlangen. Neben dem Fachlichen können in der Werkstatt auch "Softskills" wie Pünktlichkeit, Verbindlichkeit, Teamfähigkeit, Kreativität, Genauigkeit und Kommunikationsfähigkeit trainiert werden.
Die Probierwerkstatt soll besonders geeignet sein, um junge Flüchtlinge an den Arbeitsmarkt heranzuführen. Finanziert wird das Projekt durch eine Spende der Stiftung MitMenschen der PSD Bank Hessen- Thüringen eG in Höhe von 15.000 Euro.
Die JUKO Marburg ist ein gemeinnütziger Träger von ambulanten sozialpädagogischen Maßnahmen. Sie arbeitet mit den Jugendämtern der Stadt Marburg und des Landkreises zusammen und kooperiert mit Schulen, der Arbeitsverwaltung, anderen Jugendhilfeträgern und der Justizverwaltung in der Region.
 
Marburg
Energiesprechstunden
Ab dem 1. Dezember bieten der Landkreis Marburg-Biedenkopf und die Stadt Marburg in Zusammenarbeit mit der Verbraucherzentrale Hessen an jedem ersten Donnerstag im Monat eine kostenlose Energiesprechstunde in Marburg an.
Mögliche Themen der Beratung sind energetische Sanierung, Heizungstechnik, erneuerbarer Energien sowie Stromsparen, Heizen und Lüften oder auch ein Wechsel des Energieversorgers. Zusätzlich wird über Förderprogramme informiert und aufgezeigt, wie es nach der Erstberatung weitergehen kann. Zudem stellen Landkreis und Universitätsstadt den Ratsuchenden ein kleines Energiesparpaket zur Verfügung, mit dem sich Energiespartipps schnell umsetzen lassen.
Die kostenlosen Sprechstunden werden abwechselnd in Biedenkopf, Stadtallendorf und Marburg angeboten. Die Energiesprechstunde in Marburg findet an jedem ersten Donnerstag im Gebäude der Kreisverwaltung im Hermann-Jacobsohn-Weg 1, Raum 144, statt. Terminvereinbarungen können unter der Telefonnummer 06421/405-6140 oder per E-Mail unter energieberatung[at]marburg-biedenkopf.de getroffen werden.
 
Marburg
Grüne Dächer
Foto: Tina Eppler
Stadt Marburg
Ein grünes Hausdach ist nicht nur optisch ein Blickfang, auch praktisch hat es viel zu bieten. Als hessenweite Vorreiterin will die Stadt Marburg mit der Einführung des Gründachkatasters die Vorteile von begrünten Dächern ins Bewusstsein der Bürger bringen. Ab sofort können Marburgs Hauseigentümer kostenlos und ohne großen Aufwand prüfen, wie hoch die Eignung ihres Gebäudes für ein Gründach ist.
"Nicht allen ist bewusst, wie viele Vorteile eine Dachbegrünung wirklich hat", betonte Bürgermeister Franz Kahle bei der Vorstellung. Neben dem Klima-, Hochwasser- und Naturschutz, profitieren Eigentümer von Häusern auch ganz unmittelbar davon, berichtete der Umweltdezernent: "Das Gebäude wird optisch aufgewertet und kann als Ersatz oder Ergänzung für den Garten genutzt werden. Auch reduzieren sich die Abwassergebühren durch eine Dachbegrünung." Zudem sei die Lebensdauer im Vergleich zu einem bekiesten Flachdach ungefähr doppelt so lang. "Eine interessante Variante ist auch die Kombination einer Dachbegrünung mit einer Photovoltaikanlage, da sich durch den kühlenden Effekt der Bepflanzung der Wirkungsgrad der PV-Anlage steigert", erläuterte Prof. Martina Klärle, die das Gründachkataster gemeinsam mit Björn Ament und Friederike Popp für Marburg entwickelt hat.
Das Gründachkataster, steht auf der städtischen Website unter www.marburg.de/gruendachkataster.
Gießen
Do it yourself
Eine Woche lang verbrachten zehn Kinder aus dem Landkreis Gießen ganz nach dem Motto: "Do it yourself!" im vhs-Haus in Lich. Adé Tiefkühlpizza, tschüss Kleidung aus dem Geschäft: Die teilnehmenden Mädchen und Jungen probierten sich am Herd sowie mit Nadel und Nähmaschine aus. Herausgekommen sind zum einen trendige Collegetaschen und Schals sowie mittags allerlei leckere Mahlzeiten wie gefüllte Paprika mit und ohne Fleisch oder handgemachte Käsespätzle.
Mit Unterstützungˇ der Verbraucherzentrale Hessen gab es auch spielerische Lerneinheiten zur sinnvollen Lagerung von verschiedenen Lebensmitteln sowie zu Werbestrategien von Süßigkeitenherstellern. "Das klassische pädagogische Prinzip vom Lernen mit Kopf, Herz und Hand lag diesem Angebot zu Grunde", erläutert Cordula Schlichte. Es fördere Kompetenzen der Alltagskultur, die im "durchgetakteten" Schul- und Berufsalltag vieler Familien zu kurz komme. Die Programmbereichsleiterin der Kreisvolkshochschule hatte die Idee zu dem Projekt, das in bewährter Kooperation mit der "Sozialarbeit an Schulen" der Anna-Freud-Schule umgesetzt wurde.
 
Gießen
Deutsche Hochschulmeisterschaft im Taekwondo
Mehr als 130 Aktive erwartet die TH Mittelhessen zur Deutschen Hochschulmeisterschaft im Taekwondo. Die Veranstaltung beginnt am Samstag, 3. Dezember, um 12.00 Uhr in der Sporthalle der Henry-Benrath-Schule in Friedberg (Am Seebach 8) mit den Poomsae-Wettbewerben. Dabei geht es um die saubere Ausführung von Techniken. Am Sonntag, 4. Dezember, treten ab 9.00 Uhr die Athleten in den verschiedenen Gewichtsklassen im Vollkontakt-Wettkampf gegeneinander an. Der Eintritt ist frei.
 
Gießen
Entwicklung Motorpool-Gelände
Neuer Wohnraum für Familien und Haushalte mit niedrigem und mittlerem Einkommen und Raum für neue, besondere Wohnformen und für sozialen Wohnungsbau sollen auf dem ehemaligen Motorpool-Gelände um das Areal im Gießener Osten (zwischen Grünberger Straße, Lincolnstraße, Spenerweg und Gießener Ring) nach Aufgabe der militärischen Nutzung geschaffen werden. Dafür hat die Stadt Gießen ein Bebauungsplanverfahren eingeleitet. Zusammen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben sind dafür zwei Testplanungen erstellt worden.
Diese beiden städtebaulichen Entwicklungskonzepte werden am Freitag, 2. Dezember, um 18 Uhr im ZiBB in der Hannah-Arendt-Straße 10 in einer Bürgerinformationsveranstaltung vorgestellt. Nach der Vorstellung der soll über die Pläne diskutiert werden.
Auch über weitergehende, mitgestaltende Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung, die der Magistrat vorsieht, soll informiert werden. Insbesondere Bürger, die neue Formen des Zusammenlebens und -wohnens entwickeln möchten, sollen als mögliche Nutzer des Wohngebiets frühzeitig einbezogen werden. Die Pläne sind zusätzlich bis zum 14. Dezember im Stadtplanungsamt einzusehen.
 
Gießen
GGO Dritte beim Stadtradeln
Auf der bundesweiten Abschlussveranstaltung zum "Stadtradeln" in Hanau wurden auch die besten Schulen des Wettbewerbs Schulradeln geehrt. In der Kategorie "Rad-km absolut" hat die Gesamtschule Gießen Ost (GGO) dabei den 3. Platz belegt und 250 Euro Preisgeld erhalten.
100 Schulen mit rund 6.100 Schülern, Lehrern und Eltern haben in diesem Jahr am Wettbewerb Schulradeln teilgenommen und dabei 500.000 Kilometer zurückgelegt. Davon hat die GGO mit 335 Teilnehmenden 29.567 km beigetragen. Gesucht wurden die fahrradaktivsten Schulen und die besten Schulaktionen zum Thema Fahrradfahren, die einfach Spaß machen.
Der vom Integrierten Verkehrs- und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain (ivm) entwickelte und durchgeführte Wettbewerb fand in diesem Jahr zum ersten Mal hessenweit und in der Stadt Mainz unter dem Dach der Arbeitsgemeinschaft Nahmobilität Hessen statt.
Gießen nimmt auch im Jubiläumsjahr 2017 wieder am Stadtradeln teil. Der Aktionszeitraum steht schon fest: 20. Mai – 9. Juni 2017. Für ein lebenswertes, klima- und fahrradfreundliches Gießen in die Pedale treten können dann alle, die in Gießen wohnen, arbeiten, eine (Hoch)Schule besuchen oder Mitglied in einem Gießener Verein sind. Aktionen im Rahmen des Begleitprogramms sind herzlich willkommen.
 
Gießen
6,4 Millionen für Forscher
Die interne Organisation von Bakterien und deren Dynamik steht im Fokus eines neuen hochschulübergreifenden Sonderforschungsbereichs, für den sich Arbeitsgruppen aus Marburg, Gießen und München zusammengetan haben.ˇ Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) fördert das Konsortium mit 6,4 Millionen Euro. Sprecher des Verbunds mit dem Titel "Räumlich-zeitliche Dynamik von Bakterienzellen" ist der Mikrobiologe Prof. Martin Thanbichler von der Philipps-Universität Marburg. Die DFG unterstützt außerdem weiterhin den bereits bestehenden Sonderforschungsbereich der Universitäten Marburg und Gießen zu RNA-Viren.
"Die Bewilligung des neuen Transregio-Sonderforschungsbereichs ist ein erneuter Beleg dafür, wie außerordentlich forschungsstarkˇ unsere Universitäten in der Mikrobiologie sind", sagt Prof. Michael Bölker, Marburger Vizepräsident für Forschung, der auch der Steuerungsgruppe des kürzlich gegründeten Forschungscampus Mittelhessen angehört. "Es hat sich als richtig erwiesen, dass wir in den vergangenen Jahren konsequent auf die Stärkung einer molekular orientierten Zellforschung gesetzt haben."
 
Wetzlar
Im Mai öffnet Ikea
Der Termin steht fest: Am 18. Mai 2017 öffnet die neue Ikea-Filiale in Wetzlar ihre Pforten. Das hat der Einrichtungskonzern beim Richtfest in Wetzlar vergangene Woche mitgeteilt. Ikea investiert in Wetzlar nach eigenen Angaben rund 50 Millionen Euro und schafft rund 150 neue Arbeitsplätze.
Ikea setzt in Wetzlar bei seinem 52. deutschen Möbelhaus zudem auf ein besonderes kommerzielles Konzept: Das Einrichtungshaus ist eingeschossig und die Wegeführung für den Kunden daher anders als gewohnt. "Wer unser Haus betritt, wird das sofort bemerken. Denn die Besucher sind direkt in der Möbelausstellung, ohne erst per Rolltreppe oder Aufzug nach oben zu fahren. Von dort kommen sie ebenerdig und auf kurzen Wegen in das Restaurant, die Markthalle oder die SB-Halle", erläuterte Einrichtungshauschef Detlef Boje.
Wetzlar werde zudem als einziges deutsches Einrichtungshaus einen großen, begrünten Innenhof haben, in dem die Besucher essen oder eine Kaffeepause einlegen könnten.
 
Gießen
Akademischer Festakt
Mit einem Festvortrag von Prof. Andreas Voßkuhle, dem Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, hat die Justus-Liebig-Universität (JLU) vergangene Woche in der Aula ihren Akademischen Festakt gefeiert. Zahlreiche Gäste aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft waren der Einladung zum höchsten Feiertag der Universität gefolgt. Traditionell werden im Rahmen des Festakts zahlreiche Preise und Auszeichnungen für junge Wissenschaftler verliehen – unter anderen der renommierte Röntgenpreis sowie der Preis der Justus-Liebig-Universität.
JLU-Präsident Prof. Joybrato Mukherjee erwähnte in seiner Eröffnungsrede die zahlreichen Erfolge der Universität Gießen im vergangenen Jahr sowie die zuletzt geschaffenen guten Voraussetzungen dafür, "auch in den kommenden Jahren erfolgreich und wettbewerbsfähig zu bleiben". Gleichzeitig nahm er aber auch Bezug auf die so genannte "Third Mission" der Universität neben den traditionellen Aufgaben Forschung und Lehre: Die JLU sei eine "societal university" – "eine Universität für die Gesellschaft und in der Gesellschaft", betonte Mukherjee und fügte hinzu: "Es kann uns daher nicht kalt lassen, es betrifft uns vielmehr unmittelbar in unserer Rolle und Aufgabe, was in unserer Gesellschaft, in Europa und weltweit geschieht."
In einer Zeit, in der manche von einem "postfaktischen" Zeitalter sprächen, seien Universitäten "als Horte des rationalen, fairen und differenzierten Diskurses gefragter denn je".