Mittwoch, 12. Dezember 2018
Thema der Woche | 6. Dezember 2018

Zeit für den "Tapetenwechsel"

Album-Release-Konzert von Bazouka Groove Club / 8. Dezember
Foto: Analogweekend

Sie sind zurück – und toben endlich wieder über die Bühnen: Ein Jahr war es ziemlich ruhig um Bazouka Groove Club, tatenlos war aber bei der jungen Marburger Band niemand: Ein Bachelor wurde geschrieben, zwei Berufs­aus­bildungen abgeschlossen – außerdem haben die fünf Musiker ein komplett neues Album aufgenommen.

"Tapetenwechsel" heißt es und wird am Samstag, 8.12., bei der Release-Party im KFZ vorgestellt. "Deutlich rockiger, ernster und vielleicht auch ein Stückchen erwachsener ist es geworden", sagen die Musiker. Inspiriert ist das Album von sphärischen Post-Rock-Klängen und dicken Mittelfingern à la Rage Against The Machine. Zur Produktion waren sie bereits im Frühsommer diesen Jahres in Nürnberg bei Ghost City Records, um in gemeinsamer Arbeit mit Frieder Does (Produzent / Livetontechniker für Antiheld, Blackout Problems, Radio Havanna, His Statue Falls uvm.) die Instrumente für das Album aufzunehmen. Mit einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne wurde dann die restliche Album­pro­duktion finanziert. Inzwischen ist der "Tapetenwechsel" der Marburger Band, die 2015 beim Emergenza-Wettbewerb ins bundesweite Finale eingezogen war, fertig gepresst. Ihre Bühnenshow zeigt, wie der Fünfer-Club die Dinge sieht: mal schön, mal hässlich, aber immer roh und ungefragt voll in die Fresse. Motto: "Wer ohne Kratzer unten ankommt, hat nichts zu erzählen!" Zu Erleben am Samstag im KFZ.

Zur Album-Release haben die Jungs gute Freunde zum Support eingeladen, die Indie-Band The Flims und die Stuttgarter HipHop-Musiker Perez: An einem Abend mit dem Quintett The Flims ertappen sich selbst bekennende Indie-Verweigerer, wie ihr Kopf im Takt nickt und spätestens am Ende der Show kann sich auch der letzte Muffel nicht davorhalten, eine unauffällige Tanzeinlage im Dunkel des Clubs hinzulegen.

Bei Perez trifft 70s-Funk auf Trap, Popmusik und Balkan-Beats treffen. Ein Sound wie Familie: bunt, unberechenbar, manchmal Patchwork, ungezogen, aber immer voller Liebe.

kro/pe

Tipp des Tages

Foto: Tim Ilskens
Jan Weiler

Inzwischen unterhält es seine Umwelt gleich in zweifacher Ausfertigung: Während Carla den Führerschein macht und mit ihrem Vater über die Preise von WG-Zimmern debattiert, hat sich Nick zum Parade-Exemplar entwickelt. Das männliche Pubertier besticht durch faszinierende Einlassungen zu den Themen Mädchen, Umwelt und Politik sowie durch seine anhaltende Be­geis­te­rungs­fähig­keit für ganz schlechtes Essen und seltsame Musik. Er wächst wie entfesselt und trägt T-Shirts und Frisuren, die uns dringend etwas sagen wollen. Natürlich spielt im dritten Teil von Jan Weilers Pubertier-Saga "Und ewig schläft das Pubertier" die Liebe eine immer größer werdende Rolle sowie Haut­un­reinheiten. Im Pubertierlabor werden über einen möglichen Zusammenhang beider Phänomene Mutmaßungen angestellt sowie über all die anderen großen und kleinen Hervorbringungen der Pubertät. Es geht zudem um Urlaub, Schule, schlechte Vorbilder und gute Einflüsse. Und um die Frage, wann diese ver­fluch­te Pubertät eigentlich aufhört ...
Mi 12.12. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
Tipp der Woche

Foto: Sven
Erik Hagen
Hamburg Blues Band

Nachdem die Hamburg Blues Band mit Krissy Matthews und Chris Farlowe von Colosseum im letzten Dezember ein furioses Konzert abgeliefert hat, hat, kommt die Band, die seit nunmehr sage und schreibe 35 Jahren unterwegs ist, auch in diesem Jahr für ihre "Xmas Tour" nach Marburg. Chris Farlowe ist eine Marke für sich, eine Legende, die man erlebt habne sollte. Gitarrist Krissy Matthews war schon in sehr jungen Jahren vom Blues fasziniert war. Er traf John Mayall bei einem Auftritt in Norwegen, der Pate des weißen Blues zögerte nicht lange und nahm den Zwölfjährigen mit auf die Bühne. Seitdem sind über 10 Jahre vergangen und nicht zuletzt durch die Zusammenarbeit mit namenhaften Kollegen wie Clem Clempson oder Pete Brown hat sich das Spiel des Wunderkinds kontinuierlich weiterentwickelt. Außerdem mit dabei sind Blues/Rock Shouter Gert Lange, Trommler Hansi Wallbaum und Bassist Michael Becker.
Mi 19.12. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
Live – Kommende Highlights

Foto: Barrelhouse
Jazzband
Barrelhouse Jazzband

Das Repertoire der Barrelhouse Jazzband reicht von den Werken der großen Meister des "schwarzen" Jazz aus den 20er bis 50er Jahren des letzten Jahrhunderts - Jelly Roll Morton, Louis Armstrong, Count Basie, Duke Ellington ... - bis zu zahlreichen eigenen Kompositionen aus jüngster Zeit, umspannt also gut 100 Jahre Jazzgeschichte. Der "Barrelhouse-Stil" beinhaltet heute Blues-Grooves aus Louisiana genauso wie Swing-Beats aus Harlem. Das Ergebnis ist heiße Musik mit Mississippi-Klängen aus Frankfurt am Main.
Di 15.1. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
Freikartenverlosung: Fr 4.1. | 16 Uhr | Tel. 06421/684443
 

Foto: Glenn Miller
Orchestra
Glenn Miller Orchestra

Das Thema ist nicht nur Programm, sondern auch ein wunderschöner Song, der von Glenn Miller 1942 aufgenommen wurde und im Konzert des Glenn Miller Orchestra der rote Faden sein wird. So wie es Glenn Miller schon getan hat, geht auch das Glenn Miller Orchestra unter Leitung von Wil Salden bei dieser Show vor: Something Old, Something New, Something Borrowed and Something Blue. Deshalb werden auch unter anderem Kompositionen von Tschaikowsky, Cole Porter und George Gershwin dabei sein.
Fr 25.1. | 20 Uhr | Gießen | Kongresshalle
Freikartenverlosung: Fr 4.1. | 16 Uhr | Tel. 06421/684443
 

Foto: Balu
Balu

Balu ist authentisch. In ihren Songs treffen Symbole und Metaphern auf Pragmatismus, Erinnerungen auf Ereignisse. Die Lieder der Gießenerin sind handgemacht und gewinnen so an Stärke und Relevanz - nicht nur für heute, sondern auch für morgen und übermorgen. Eine besondere Kombination, die einen Nerv trifft, den Hörer obendrein bewegt und so zum Anker werden kann. Mit neuem, dritten Album im Gepäck, darf man sich auf ein ebenso facettenreiches wie energiegeladenes Deutschpop-Konzert freuen.
Fr 28.12. | 20 Uhr | Marburg | Trauma im G-Werk
 

Foto: Waggon-
halle
Ladies' Night

Kein Job, kein Geld, keine Zukunft? Nicht mit uns, beschließen die beiden Kumpels Harry und Max. Sie machen sich auf die Suche nach Gleichgesinnten, um ihre eigene Strip Show auf die Bühne zu bringen. Abgesehen von der Überwindung diverser Hemmschwellen beim Ausziehen hat jeder seine persönlichen Probleme. Bis am Ende der entscheidende Moment gekommen ist: Ganz oder gar nicht ...? Mit über 150 Vorstellungen im In- und Ausland ist Ladies' Night die wohl erfolgreichste Theaterproduktion Marburgs.
So 30.12. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
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