Beim Neujahrsempfang 2026 rief Oberbürgermeister Spies zu mehr Respekt auf.

Dieses Jahr gab es beim Neujahrsempfang der Universitätsstadt Marburg nur Brezeln anstelle von noblen Häppchen. Das wurde nicht von allen Gästen goutiert, sollte aber zeigen, dass die Stadt auch bei solchen Events spart. Vor mehr als 850 Besucher*innen rief Oberbürgermeister Thomas Spies dazu auf, wählen zu gehen und so die Demokratie zu stärken. Weitere Themen waren die guten Vorsätze im neuen Jahr. 

Mehr Sport machen? Mit den Angeboten der Vereine und der Stadt Marburg auch 2026 kein Problem. So gibt es etwa weiter die offenen Bewegungsangebote von Kombine und den beliebten Familientriathlon. Bessere Work-Life-Balance? Auch bei diesem guten Vorsatz für 2026 will die Stadt Marburg tatkräftig helfen und die Wirtschaft und die Sicherung von Arbeitsplätzen unterstützen – aber ebenso die Lebensqualität in Marburg fördern, also Freizeitangebote, Kultur und soziale Angebote. „Wir sind das soziale Herz Deutschlands“, betonte OB Spies. „Das ist eine Haltung, die unsere Stadt zu so einem wunderbaren Ort macht, auch wenn es mal schwieriger wird.“

Herausfordernd ist in Marburg derzeit – wie in den meisten anderen Kommunen in Deutschland – die finanzielle Situation. „Kommunen übernehmen 25 Prozent der öffentlichen Aufgaben, erhalten aber nur 14 Prozent der Steuern“, erklärte Spies. Nun habe Marburg wieder nahezu gleiche Einnahmen wie vor Corona – aber seither mehr als 20 Prozent Preissteigerungen. Die Rücklagen aus den Mehreinnahmen während Corona helfen der Stadt nun dabei, den Haushalt selbstbestimmt zu konsolidieren. Er bedankte sich bei den Fraktionen im Stadtparlament und den Beschäftigten der Stadtverwaltung, die gemeinsam daran arbeiten. 

„Dankbarkeit zeigen“ war dann auch einer der zentralen Vorsätze, von denen sich OB Spies wünschte, dass die Menschen in diesem Jahr stärker mit Wertschätzung, Miteinander und Freundlichkeit begegnen können. „Dann ist das Glas auch immer halb voll“. Zugleich wünschte sich der Oberbürgermeister, dass sich die Menschen zu Wort melden, wenn es um die Stadt und die Demokratie geht: sich einbringen bei der Bürger*innenbeteiligung und in 2026 vor allem auch wählen gehen bei der anstehenden Kommunalwahl.

„Mehr Raum für die Familie“ ist ebenfalls ein wichtiger Vorsatz. „Vor allem unsere Kinder sollen bestmöglich aufwachsen“, betonte Spies. Die Stadt arbeite weiter daran, die Schulen und Kitas noch besser zu machen und mehr zu bieten als reine Betreuung. Es gehe darum „Bildungschancen-Orte“ zu schaffen, mit Räumen zum Lernen, Entdecken und Mitgestalten.

red

Bild mit freundlicher Genehmigung von Georg Kronenberg | Marbuch Verlag GmbH