Die Gewerkschaft ver.di ruft am Donnerstag, den 19. Februar, von Beginn der Frühschicht an bis zum Ende der letzten Schicht zum Warnstreik auf.
Aufgerufene Betriebe sind die Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH (VGF), die Stadtwerke Gießen AG und die Marburger Verkehrsgesellschaft mbh (MVG).
Die neuerlichen Warnstreiks resultieren laut ver.di aus einem Eklat kurz vor Ende der dritten Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Personen-Nahverkehr in Hessen. Die Arbeitgeber hatten überraschend zwei neue Themen auf den Verhandlungstisch gelegt. Sie wollen Kürzungen bei einer tariflich vereinbarten Zulage zur Mitarbeitergewinnung, das Geld soll mit künftigen Tariferhöhungen verrechnet werden. Die ebenfalls tariflich seit langem gültige Aufstockung des Krankengelds soll gekürzt werden.
ver.di-Verhandlungsführer Jochen Koppel: „Das kam völlig aus dem Off. Wir bewerten diesen Vorstoß als eine Attacke auf unseren Tarifvertrag. Es standen ganz andere Themen auf der Tagesordnung. Nun soll das, was schon lange in Kraft ist, plötzlich weg. Das ist eine ungeheuerliche Provokation. Die Kolleginnen und Kollegen sollen massiv schlechter gestellt werden. Das werden wir nicht hinnehmen. Wir werden weiter streiken. Der Warnstreik am Donnerstag wird nicht der letzte gewesen sein, soviel steht fest.“
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