40 Jahre Eckelshausener Musiktage – Start 16. Mai.

Vor 40 Jahren wurden die Eckelshausener Musiktage im Schartenhof gegründet – jenem historischen Ort, der bis heute das Herz und den Ursprung des Festivals bildet. Aus einer künstlerischen Initiative in diesem besonderen Ambiente heraus entwickelte sich über die Jahrzehnte ein weit über die Region hinaus strahlendes Kulturprojekt. Der Schartenhof im Biedenkopf Ortsteil Eckelshausen steht dabei nicht nur sinnbildlich für die Anfänge, sondern prägt mit seiner Atmosphäre und Geschichte bis heute die Identität der Musiktage. Vom 16. bis 24. Mai findet sich die Musikwelt wieder in dem Lahntal ein. Der Kartenverkauf für das Festival läuft.

„In den vergangenen Jahrzehnten ist es gelungen, eine lebendige internationale kulturelle Entwicklung in kleinen Gemeinden und Städten fernab der großen Ballungszentren zu etablieren“, sagt Marseille Zürcher, 1. Vorsitzende des Musiktage-Vereins. Die Musiktage seien weiterhin ein innovatives Kulturprojekt, unterstreicht Zürcher: „Sie bieten jungen Nachwuchsmusikerinnen und -musikern sowie Wettbewerbspreisträgern ebenso wie renommierten Künstlern von Weltruf eine Bühne und sind zugleich ein Begegnungsort für ein musikbegeistertes Publikum aller Generationen.“

In diesem Jahr laden die 34. Eckelshausener Musiktage vom 16. bis 24. Mai unter dem Motto „SchartenKlänge“ dazu ein, Musik in außergewöhnlichen Räumen und inmitten einer reizvollen Landschaft zu erleben – ganz im Geist des Schartenhofs, von dem alles ausging.

Das Eröffnungswochenende im Manfred Roth Atrium in Buchenau verspricht laut Zürcher bereits besondere Höhepunkte: Am Samstag, 16. Mai, 19 Uhr musiziert das Barockensemble La Stagione Frankfurt mit 3 Solisten: Katharina Anders, Oboe, Karl Kaiser, Traversflöte und Michael Schneider, Blockflöte. Die schönsten Barockkonzerte von Bach, Vivaldi, Händel und Fasch wie Marcello stehen auf dem Programm. Am Sonntag, 17. Mai um 17 Uhr folgt das Programm „Eulenspiegels Streiche und Schuberts Träume“, das zunächst mit Witz und Poesie begeistert und anschließend mit dem Oktett von Franz Schubert eines der bedeutendsten Werke der Kammermusik zur Aufführung bringt. Das Publikum darf sich auf die jungen Stars Theo Plath, Fagott, Nemorino Scheliga, Klarinette, Marc Gruber, Horn, Simon Aringer, Kontrabass und das Aris Quartett freuen.

Am Mittwoch, 20. Mai, ist das junge Trio Aubade, Alumni der Kronberg Academy  sowie Studierende der Musikhochschule Frankfurt in der an den Schartenhof angrenzenden evangelischen Kirche Eckelshausen zu erleben – einem der ersten Festspielorte der Eckelshausener Musiktage. Schuberts Triosatz B-Dur, Beethovens Streichtrio G-Dur sowie Werke von Jean Francaix, Dobrinka Tabakova und Zoltan Tabakova bringt das Trio mit. Konzertbeginn ist 19 Uhr.

Am darauffolgenden Tag, Donnerstag, 21. Mai lädt der künstlerische Leiter Julius Berger (Violoncello) im Landesamt für Denkmalpflege in Marburg zu einem besonderen Hörerlebnis in außergewöhnlicher Atmosphäre ein. Gemeinsam mit dem Perkussionisten Andrei Pushkarev wird er eine musikalische Lesung als Wandelkonzert geben – „ÜberLebnskunst?“ ist der Titel der um 19 Uhr beginnenden 1 Std Veranstaltung.

Den Abschluss der diesjährigen Musiktage gestalten Gidon Kremer und die Kremerata Baltica in der Musikhalle elkamet in Dautphetal-Friedensdorf: Am Samstag, 23. Mai, stehen baltische Kompositionen sowie Werke von Giovanni Bonato und Luigi Boccherini auf dem Programm. Das Abschlusskonzert am Pfingstsonntag, 24. Mai, widmet sich unter anderem dem Violinkonzert Nr. 2 „The American Four Seasons“ von Philip Glass, interpretiert von Gidon Kremer. Ergänzt wird das Programm durch eine besondere Bearbeitung der Ouvertüre aus „Die Entführung aus dem Serail“ von Wolfgang Amadeus Mozart sowie das Klavierkonzert Nr. 1 e-Moll von Frédéric Chopin, gespielt vom jungen Pianisten Lukas Geniušas.

Die Eckelshausener Musiktage sollen damit ihrer Herkunft treu bleiben: Verwurzelt im Schartenhof und zugleich offen für neue künstlerische Impulse laden sie dazu ein, Musik auf höchstem Niveau in besonderer Atmosphäre zu erleben.

Weitere Infos: www.eckelshausener-musiktage.de 

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Bild mit freundlicher Genehmigung von Sophie Wolter