Stadt Marburg lobt Wettbewerb an der Leopold-Lucas-Straße aus.

Die Universitätsstadt Marburg plant den Neubau der Mosaikschule mit 16 Klassen am Schulcampus an der Leopold-Lucas-Straße. Für die bislang an der Großseelheimer Straße liegende Förderschule, die Kinder und Jugendliche mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen unterrichtet, wurde ein Architekten- und Freiraumwettbewerb ausgelobt. „Die bisher von der Mosaikschule genutzten Gebäude sind deutlich zu klein und entsprechen den aktuellen pädagogischen, baulichen und inklusionsorientierten Anforderungen nicht mehr“, erklärt Oberbürgermeister Thomas Spies. Mit dem Neubau soll ein inklusiver Lernort geschaffen werden, der  den besonderen Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler gerecht wird. Zugleich sollen visionäre Ideen für den Campus an der Leopold-Lucas-Straße entwickelt werden, von dem auch die benachbarten Schulen profitieren. 

Der neue Standort der Mosaikschule liegt vor den Kaufmännischen Schulen. Im Zusammenspiel mit den benachbarten Schulen – darunter Waldorfschule, Elisabethschule, Gymnasium Philippinum, Kaufmännische Schulen und die Schule am Schwanhof – soll der Schulcampus städtebaulich gestärkt, besser vernetzt und barrierefrei erschlossen werden. Der Wettbewerb umfasst daher neben dem eigentlichen Schulneubau auch einen städtebaulichen Ideenteil. Ziel ist es, Lösungen zu finden, die die Erreichbarkeit, Sicherheit und Aufenthaltsqualität für mehrere tausend Kinder und Jugendliche deutlich verbessern. 

Beim Neubau der Mosaikschule müssen Vorgaben zum energieeffizienten und nachhaltigen Bauen berücksichtigt werden. Themen des Wettbewerbs sind Dachbegrünung, klimaangepasste Freianlagen und ein zukunftsorientiertes Regenwassermanagement. Gebäude und Außenanlagen müssen vollständig barrierefrei sein. Vorgesehen sind zudem Rückzugsräume, Therapiebereiche, Bewegungszonen sowie flexibel nutzbare Lernlandschaften. Hohe Anforderungen gelten außerdem an Tageslicht, Akustik, Raumklima, Medienausstattung und Sicherheit.

red

Bild mit freundlicher Genehmigung von Clara Josuttis