Symposium stellt aktuelle Erkenntnisse vor.

Beim internationalen Symposium „Innovationen für die COPD – Neue Ansätze in Prävention und Behandlung“, das im Juli 2026 in Marburg stattfand, diskutierten führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Ärztinnen und Ärzte die neuesten Entwicklungen in der Forschung zu chronischen Atemwegserkrankungen, insbesondere der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung (COPD).

Ein Schwerpunkt des Programms war die Erkenntnis, dass COPD keine einheitliche Erkrankung ist. Andererseits gibt es Überschneidungen mit dem Asthma bronchiale und der Bronchiektasen-Erkrankung. Neue Biomarker, innovative Zell- und Gewebemodelle sowie Untersuchungen zu Virusinfektionen und Entzündungsprozessen tragen dazu bei, diese Unterschiede besser zu verstehen und gezielt zu behandeln. Gleichzeitig wurden neue Entwicklungen in der medikamentösen Therapie sowie Erkenntnisse aus großen Patientenstudien vorgestellt.

Besonderes Interesse galt dem Einsatz von Künstlicher Intelligenz. KI-gestützte Bildanalysen und digitale Verfahren zur Einteilung von Patientinnen und Patienten könnten künftig helfen, Diagnosen zu verbessern, Krankheitsverläufe genauer vorherzusagen und neue Behandlungsstrategien schneller zu entwickeln. Auch die Vorhersage von Krankheitsschüben (Exazerbationen), die für viele Betroffene eine große Belastung darstellen, war ein wichtiges Thema.

Das Symposium machte deutlich, dass die COPD-Forschung einen Wandel hin zu einer personalisierten Medizin erlebt. Ziel ist es laut der Marburger Universität, jedem Patienten und jeder Patientin künftig eine möglichst individuell abgestimmte Prävention und Therapie anbieten zu können.

kro

Bild mit freundlicher Genehmigung von Milena Rau