Vernissage der Kulturhistorischen Gesellschaft für Circus- und Varietékunst am Sonntag, dem 23. August um 11 Uhr im Rathaus.

Zirkusse waren seit jeher Orte der Unterhaltung und Vielfalt. Über Jahrhunderte wurden viele von Sinti, Roma, Jenischen und jüdischen Familien geführt. Künstler aus aller Welt sowie Menschen mit Behinderungen traten in der Manege auf.

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 änderte sich die Situation grundlegend. Jüdische Zirkusfamilien und andere Verfolgte verloren ihre Existenzgrundlage; viele wurden deportiert und ermordet. Zugleich boten einige Zirkusse Schutz und halfen Verfolgten, sich zu verstecken oder unter falscher Identität weiterzuleben.

Die Ausstellung „Kosmopolitische Schutzräume – Zirkus als multikultureller Raum und Zufluchtsort für vulnerable Gruppen“ beleuchtet diese Geschichte anhand ausgewählter Biografien und zeigt Lebens- und Verfolgungsgeschichten von Zirkusangehörigen vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg.

kro

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