Anteilseigner für die Dorfläden in Michelbach und im Stadtwald gesucht.
Die Dorfläden im Marburger Stadtwald und im Ortsteil Michelbach suchen Anteilseigner: Im Stadtwald werden bis zum 9. September insgesamt 500 Genossenschaftsanteile à 100 Euro benötigt, um den Stadtteilladen zu retten. Der Hintergrund: Die Tegut-Märkte in Deutschland werden vom schweizerischen Mutterkonzern verkauft. Davon betroffen sind auch sieben Lebensmittelmärkte im Kreis Marburg-Biedenkopf. Während bei den meisten Märkten noch unklar ist, ob sie von Edeka, Rewe oder Aldi Nord übernommen werden, hat das Bundeskartellamt die Übernahme der Mini-Filiale im Marburger Stadtwald und in Michelbach bereits genehmigt. Das bislang von Tegut betriebene Stadtwald-Lädchen soll zum „Tante-Enso-Laden“ werden. Manager der Gruppe ist der Enkel des Tegut-Gründers Theo Gutberlet. Die Mini-Supermärkte kombinieren das klassische Tante-Emma-Laden-Prinzip mit Digitalisierung. Die bisherigen Öffnungszeiten, die Postfiliale und der Cafébereich sollen übernommen werden. Außerhalb dieser Zeiten kann man rund um die Uhr mit einer Servicekarte einkaufen. Allerdings werden die Kleinst-Lebensmittelläden genossenschaftlich geführt. Und es fehlen immer noch Anteilseigner. Bislang wurden mehr als 150 der benötigten 500 Anteile verkauft. Wer selbst Teilhaber ist – ein Anteil von 100 Euro reicht schon – kann damit Geld sparen. Die Genossenschaftskampagne findet sich unter https://www.tanteenso.de/content/tanteenso/standorte/marburg-stadtwald.
Noch etwas mehr Zeit hat der Dorfladen in Michelbach, der ebenfalls von Tante Enso übernommen und genossenschaftlich geführt werden soll. Bis zum 23. September können Interessierte noch zeichnen. Bislang wurden mehr als 100 Anteile verkauft. Insgesamt werden in Michelbach 600 Genossenschaftsanteile gebraucht. Der Betreiber verspricht sich von dem genossenschaftlichen Modell mehr wirtschaftliche Sicherheit und Kundenbindung. Die Idee: Wer Miteigentümer*in eines Dorfladens ist, kauft dort auch ein und unterstützt den Laden.
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