Neuer Zustellstützpunkt in Cappel mit Platz für Pakete.

Schon von Weitem sieht man das neue postgelbe Gebäude im Industriegebiet von Marburg-Cappel. Seit wenigen Tagen ist der neue Zustellstützpunkt der Deutschen Post (DHL) in der Straße „Zu den Sandbeeten 1a“ in Betrieb. Von hier aus liefern die Zusteller*innen nun jede Woche 71.500 Briefe und 24.000 Pakete in 33 Bezirken in Marburg, Fronhausen, Weimar und im Ebsdorfergrund aus. „Mit diesem Neubau setzen wir ein deutliches Zeichen, dass die Deutsche Post auch weiterhin hier in der Region Mittelhessen präsent bleiben wird“, betonte Niederlassungsleiter Frank Schmidt bei der Eröffnung. Und Oberbürgermeister Thomas Spies freute sich gemeinsam mit dem Ersten Kreisbeigeordneten Peter Neidel über das klare Bekenntnis zu Marburg und dem Landkreis. 

Der neue Zustellstützpunkt konnte damit nach nur einem Jahr Bauzeit eingeweiht werden. Insgesamt arbeiten in den Gebäuden rund 50 Menschen, darunter 33 Zusteller*innen, die ihre Touren nun von hier aus starten. In der Vorweihnachtszeit steigt die Mitarbeitendenzahl auf mehr als  60.

Es handelt sich um den zweiten Zustellstützpunkt in Marburg. Bislang wurde die Marburger Post von ihrem Standort in der Industriestraße in Marburg-Wehrda ausgeliefert. Allerdings haben die Paketmengen im Laufe der Jahre so zugenommen, dass der Platz in Wehrda nicht mehr ausreicht. Zugleich wollte die Post ihren neuen Standort voll elektrifizieren und Paketfahrer*innen von der Zustellbasis in Lollar kürzere Wege ermöglichen. Deshalb wurde der zweite Stützpunkt im Süden Marburgs errichtet. Er beliefert Haushalte in der Oberstadt, in den südlichen Marburger Stadtteilen, in Fronhausen, Weimar und im Ebsdorfergrund. Von Wehrda aus kommen Briefe und Pakete für die nördlichen Stadtteile und Cölbe. Zudem ist Wehrda ein Verwaltungsstandort für die Stützpunkte von Biedenkopf  über Allendorf-Eder, Frankenberg und Gemünden bis nach Wetter, Kirchhain und Stadtallendorf. 

Das neue Gebäude in Cappel mit seiner Arbeitsfläche von rund 1000 Quadratmetern wird nach Angaben der Post emissionsfrei betrieben. Wärme wird mit einer Außenluft-Wasser-Wärmepumpe erzeugt. Für Strom im täglichen Betrieb sorgt eine Photovoltaikanlage auf dem Dach. Die Halle ist mit einer Fußbodenheizung ausgestattet. Dazu gibt es 40 Ladestationen für die Elektrofahrzeuge der Deutschen Post. Noch vorhandene Verbrenner-Fahrzeuge werden durch Elektro-Autos ersetzt.

gec

Bild mit freundlicher Genehmigung von Bernd Georg | Deutsche Post