Die Bildungsgewerkschaft GEW und die „Allianz pro Bildung Hessen“ rufen für Samstag, 19. September, zu einer Demonstration gegen die Kürzungen bei der Ausbildung von Lehrkräften und für eine Bildungswende auf.

Los geht es um 11 Uhr am Marburger Hauptbahnhof. Dann zieht der Protestzug durch die City zum Erwin-Piscator-Haus, wo für 12 Uhr eine Kundgebung geplant ist. Ein Anlass sind die „verheerenden Pisa-Ergebnisse“, die erstmals vor 25 Jahren festgestellt wurden. Deswegen gibt es auch bundesweit Proteste unter dem Motto „25 Jahre Pisa: Schluss mit Ausreden. Bildungswende jetzt“. Nach wie vor entscheide der Geldbeutel und der Bildungsstand des Elternhauses über die Chancen eines Kindes, kritisiert die GEW. Zweiter Anlass sind die Kürzungen bei der Lehrkräfte-Ausbildung in Hessen. Durch eine Verkürzung des Vorbereitungsdienstes steige der Druck. Das spürten am Ende auch die Schülerinnen und Schüler an der Unterrichtsqualität. „Angesichts des bestehenden Lehrkräftemangels darf das Land nicht an der Ausbildung sparen“, schreibt die GEW. Schon jetzt sei die Arbeitsbelastung im Vorbereitungsdienst zu hoch: „Wer langfristig mehr qualifizierte Lehrkräfte gewinnen will, muss die Ausbildungsbedingungen verbessern.“

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