Die drei jungen Marburger Uhus, die im Frühjahr in einer dramatischen Rettungsaktion aus dem Turm der Elisabethkirche geholt wurden, werden ausgewildert.

Nachdem sie monatelang von einer Uhu-Amme aufgezogen und versorgt wurden, sind sie inzwischen in der Auswilderungsvoliere, wo sie auch beringt werden. In dieser sehr großen Voliere trainieren sie ihre Flugmuskulatur weiter, sodass sie in wenigen Tagen in die freie Wildbahn entlassen werden können. Dann suchen sich die Jungvögel ein eigenes Revier, jagen Beute und stellen sich den Gefahren der Umwelt – allerdings im Bergischen Land, wo es gute Lebensbedingungen für Uhus gibt.

In der Wildvogelpflegestation wurden bereits Federn der Jungtiere gesammelt. Der Marburger Nabu plant nämlich einen DNA-Abgleich, um herauszufinden, ob Uhu-Männchen Hugo vielleicht doch noch zu seiner Lisbeth zurückgekehrt ist. Der Nabu hatte die drei Uhu-Küken Ende März aus dem Nistkasten an der Elisabethkirche gerettet, nachdem Uhu-Männchen Hugo längere Zeit – möglicherweise nach einem Unfall – nicht mehr mit Futter auftauchte und die Kleinen ums Überleben kämpften. Deshalb kamen die drei in die Wildvogelstation. Uhu-Weibchen Lisbeth paarte sich später aber erneut, wobei nicht klar war, ob es sich bei dem Männchen um Hugo handelte. Die Brut war aber nicht erfolgreich. Nun soll der DNA-Test dies mithilfe eines nicht ausgebrüteten Eies sowie Federn aus dem Marburger Nistkasten klären.

gec

Bild mit freundlicher Genehmigung von NABU Marburg