Mittwoch, 19. Mai 2021
Thema der Woche | 9. Mai 2013

In der Mitte der Gesellschaft

Phänomen Gewalt in Kunst und Gesellschaft: Symposium vom 24. bis 26. Mai – Foto: www.dieprojektoren.de / pixelio.de

Jeder kennt sie, und doch bleibt sie häufig unerkannt: Gewalt ist ein Phänomen des Alltags, das uns alle tagtäglich begleitet. Aber wo beginnt Gewalt? Welche Formen nimmt sie an? Wo vermuten wir sie und wo gerade nicht?

Der Frage nach dem Ort und der Herkunft heutiger Gewalt widmet sich ein dreitägiges Symposium, welches das Hessische Landestheater in Kooperation mit der Philipps- Universität vom 24. bis zum 26. Mai veranstaltet. Dabei soll es einerseits um Gewalt als soziales Phänomen, andererseits auch um Gewalt als Darstellungsproblem der visuellen und performativen Künste gehen.

"Unser Ziel ist es, mit den verschiedenen Vorträgen, Tischgesprächen, Workshops und Vorstellungen ganz unterschiedliche Adressaten anzusprechen und damit die Kernfragen des Symposiums aus jeweils anderen Perspektiven zu untersuchen", sagen die beiden Symposiums-Koordinatoren Alexander Leiffheidt und Eva Bormann aus der Dramaturgie des Hessischen Landestheaters. "Aktuellen Erklärungsbedarf sehen wir vor allem im Ansteigen politisch motivierter Gewaltphänomene nicht nur an den Rändern, sondern auch in der sogenannten Mitte der Gesellschaft. Welche Ursachen hat das? Wie verhält sich das Theater dazu? Das Symposium richtet sich an alle, die sich für das Phänomen der Gewalt in Kunst und Gesellschaft interessieren."

Erwartet werden hochkarätige Gäste wie der in Marburg promovierte neue Leiter des Bielefelder Zentrums für Konflikt- und Gewaltforschung, Prof. Andreas Zick, der bekannte Münchner Soziologe Prof. Armin Nassehi sowie der Journalist Andreas Speit. Aus Marburg nehmen unter anderem Prof. Thomas Noetzel vom Institut für Politikwissenschaft sowie PD Dr. Jan Süselbeck vom Institut für Neuere Deutsche Literatur teil. Die künstlerische Seite wird neben Arthur und Signa Köstler vom international erfolgreichen Performance-Kollektiv "Signa" auch von der jungen Gruppe "Skart" aus Gießen sowie von thematisch passenden Produktionen des Hessischen Landestheaters Marburg vertreten: "Wo geht's denn hier zum rechten Rand?", "Aus der Mitte der Gesellschaft" sowie "Das Buch von allen Dingen" schließen jeweils am Abend das Programm ab; danach ist die Foyerbar geöffnet.

Das Symposium ist das Ergebnis einer engen Zusammenarbeit zwischen dem Hessischen Landestheater und anderen Marburger Kulturinstitutionen: "Wir haben uns im Vorfeld intensiv ausgetauscht, nicht nur mit den Referenten aus Marburg selbst, sondern auch mit zahlreichen ihrer Kollegen und mit anderen Einrichtungen der Universität", sagt Chefdramaturg Alexander Leiffheidt.

Info
Der Eintritt zu allen Veranstaltungen außer den Workshops und den Theatervorstellungen ist frei.
Weitere Infos unter www.theater-marburg.de/gewalt.

pe/kro

Thema der Woche | 9. Mai 2013

Ausdrucksstark

TanzArt ostwest mit internationalen Gästen / 12. bis 20. Mai
Foto: Rolf Wegst

Ein Höhepunkt des Festivals TanzArt ostwest ist die Gala am Pfingstsamstag den 18. Mai. Namhafte Künstler aus aller Welt zeigen dort Auszüge aus aktuellen Produktionen oder kurze Choreographien. In diesem Jahr bekommt die Gala durch die Beijingdance LDTX aus China ein ganz besonderes exotisches Flair.

Von Ballettdirektor Tarek Assam mit ins Leben gerufen, zieht das Festival bereits zum 11. Mal die internationale zeitgenössische Tanzszene zum Austausch nach Gießen. Über eine Woche präsentieren sich renommierte Choreographen und Tanzkompanien. Das Publikum hat die Möglichkeit, außergewöhnliche Tänzer mit facettenreichen und experimentierfreudigen Darbietungen an teils auch ungewöhnlichen Spielstätten zu erleben.

TanzArt ostwest hat sich in den letzten elf Jahren vielfältig entwickelt. Ballettdirektor Assam hat in dieser Zeit ein gut funktionierendes Netzwerk aufgebaut und steht in regem Austausch mit nationalen wie internationalen Einrichtungen und Kompanien. Waren die Teilnehmer anfangs vor allem Ballett- und Tanzensembles von städtischen oder staatlichen Bühnen aus dem europäischen Raum, so sind die diesjährigen Gäste aus China, die Shenzhen Dance Company und die Beijingdance LDTX,ein Zeichen dafür, dass sich das Festival auch international zu einer wegweisenden Plattform des Zeitgenössischen Tanzes entwickelt hat. In diesem Jahr nehmen zudem Künstler aus Argentinien, Belgien, Italien und Polen teil. In den letzten Jahren sind verstärkt auch internationale Gruppen der Freien Tanz- und Performer-Szene Teil des TanzArt Netzwerks geworden und junge Choreographen erhalten zunehmend die Chance, neue Ideen zu präsentieren.

Jeder Choreograph und jede Kompanie steht im Rahmen des Festivals für eine aktuelle Strömung und Entwicklung; in ihrer Gesamtheit zeigen sie die ausdrucksstarke Bandbreite des zeitgenössischen Tanzes.

Das Festival wird von der Tanzcompagnie Gießen mit der Premiere von Tarek Assams und Mirko Hecktors Stück "Siddhartha" am 16. Mai eröffnet. Zudem wird die Produktion "Hemingways Party" von David Williams und Tarek Assam im Großen Haus am 17. Maizum letzten Mal zu sehen sein.

Neben den Veranstaltungen im Großen Haus, freut sich das Stadttheater Gießen außerdem, die internationalen Kompanien auf der TiL-Studiobühne begrüßen zu können. An den Abenden des 19. und 20. Mai präsentieren sie sich dort mit ihren individuellen Erfahrungen und Bewegungssprachen und geben mit ihren experimentellen Arbeiten wichtige Impulse.

Traditionell findet der Auftakt zum Festival an einem besonderen Ort statt: Dieses Jahr werden die Tänzer der Tanzcompagnie Gießen und der Shenzhen Dance Company am 12. Mai mit"Von den Winden", einer Arbeit des renommierten deutsch-argentinischen Choreographen Daniel Goldin, im Gebäude E12 und dem Hugo-von-Ritgen-Haus der THM in der Südanlage zu erleben sein. Die Performance ist dort nochmals am 14. und am 19. Mai zu erleben.

pe/kro

Tipp des Tages

Full Metal Jacket

Foto: Kabel eins
Der sensible Privat Pyle lernt bei den US-Marines das Töten, zerbricht daran, und erschießt sich und seinen sadistischen Ausbilder. Für die anderen Rekruten wird es ernst. In Vietnam kämpfen sie gegen einen unsichtbaren Feind, der aus dem Hinterhalt angreift. Der monatelange Drill erweist sich nun als nutzlos ...
Mi 3.2. | 20.15 Uhr | TV | Kabel eins
 
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Guardians of the Galaxy

Foto: Vox
Peter "Star-Lord" Quill ist ein Weltraumbandit. Er tut sich mit den Kopfgeldjägern Rocket und Groot sowie der rätselhaften Gamora und dem rachgierigen Drax zusammen, um das Universum zu beschützen.
Do 11.2. | 20.15 Uhr | TV | Vox
 
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