Sonntag, 26. Mai 2019
Marburg
"Marburger Leuchtfeuer" 2019
Foto: Privat
Kristina Hänel und Ruby Hartbrich erhalten das "Marburger Leuchtfeuer"" 2019. Die Laudatio auf die beiden Preis­trä­ger­innen wird die ehemalige Bundestagspräsidentin Prof. Rita Süssmuth halten. Oberbürgermeister Thomas Spies wird die undotierte Auszeichnung am 9. Juli im Rathauses an die beiden Ärztinnen überreichen.
Erstmals würdigt die Jury damit ausnahmsweise zwei Personen in einem Jahr. Mit dieser Doppelvergabe möchte sie auf die un­ter­schiedlichen Standards im Umgang mit menschlichem Leben hinweisen: Während Kristina Hänel für ihren Einsatz für den freien Zugang zur Information über Schwanger­schafts­ab­brüche geehrt wird, erhält Ruby Hartbrich die un­do­tierte Auszeichnung für ihren ehrenamtlichen Einsatz auf dem Rettungsschiff "Sea Watch" im Mittelmeer.
Beide Ärztinnen mussten für ihr Engagement Beschimpfungen und Be­droh­ungen hinnehmen. Im Falle von Kristina Hänel wird der "Schutz des un­ge­bo­renen Lebens" als Motiv für Beleidigungen und Bedrohungen angeführt, während im Falle von Ruby Hartbrich das Leben Schiffbrüchiger auf dem Mittelmeer offenbar selbst von Regierungsvertretern europäischer Staaten faktisch für wertlos erklärt wird. Diese Respektlosigkeit gegenüber der Würde von Frauen einerseits und von geflüchteten Menschen andererseits ist 2019 das Leitmotiv der Preisverleihung des "Marburger Leuchtfeuers für Soziale Bürger­rechte".
"Wir zeichnen zwei mutige Frauen aus, zwei Medizinerinnen, die ihren Dienst an der Gesundheit richtungsweisend und beispielgebend an moralischen und ethischen Grundsätzen ausrichten", erklärt Oberbürgermeister Thomas Spies.
 
Marburg
Frauen in die Politik
"Frauen in die Politik" heißt das Motto des Mentoring-Projekts, das im August unter organisatorischer Leitung des Gleich­be­rech­ti­gungs­referats starten soll. Mit Hilfe von erfahrenen Kommunal­politikerinnen (Mentorinnen) sollen in Marburg Frauen unterstützt werden, die sich kommunalpolitisch be­teiligen möchten.
Die Mentorinnen zeigen auf Sitzungen und Veranstaltungen durch direkte Informationen vor Ort, wie politisches Arbeiten in der Praxis funktioniert. Die politisch interessierten Frauen können vom Wissen und den Erfahrungen ihrer Mentorinnen profitieren und müssen sich nicht alleine den Zugang zur Politik erarbeiten.
Parteizugehörigkeit und Alter der Frauen spielen keine Rolle. Es geht vielmehr darum, ihnen Mut zur Meinungsäußerung zu machen und sie dabei zu unter­stützen, mit ihren Belangen an die Öffentlichkeit zu gehen. Langfristiges Ziel des Mentoring-Projekts ist es, den Anteil an Frauen in kommunaler Mandats­funktion, politischen Gremien und zivilgesellschaftlichen Organisationen zu erhöhen, denn dort sind Frauen erheblich unterrepräsentiert.
Das Projekt startet mit einer Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 22. August, um 18 Uhr im Panoramasaal des Erwin-Piscator-Hauses. Als Referentin spricht die hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst, Angela Dorn-Rancke.
Bewerbungen sind ab sofort bis zum 30. Juni möglich. Informationen: www.marburg.de/mentoring
 
Marburg
Schulverpflegung
Ein ausgewogenes, warmes Mittagessen zum günstigen Preis soll es sein: Die Stadt Marburg macht den weiterführenden Schulen und Eltern ein neues An­ge­bot. Die Schüler können künftig für zwei Euro in den Schul-Cafeterien essen. "Die Stadt vervierfacht damit ihren Beitrag – und zahlt rund die Hälfte jedes Mittagessens, wenn genug Kinder mitmachen", kündigt Oberbürgermeister Thomas Spies an. Gleichzeitig sollen die, die das Essen auf den Tisch bringen, mehr verdienen.
"Eine gute und ausgewogene Ernährung wird an den Schulen ein immer wich­ti­ge­res Thema, denn immer mehr Kinder und Jugendliche besuchen die Schulen ganztägig", erklärt OB Spies.
Die Stadt bietet den weiterführenden Schulen an, dass alle Schüler ihrer je­wei­li­gen Schule ein warmes Mittagessen für zwei Euro bekommen können. Vor­aus­setzung dafür ist eine Vereinbarung mit dem Fachdienst Schule der Stadt da­rüber, dass der fünfte und sechste Jahrgang der Bildungseinrichtung min­des­tens einmal in der Woche eine warme Mahlzeit in der Cafeteria einnimmt. Auch in den beruflichen Schulen sollen die Schüler eine günstige vollwertige Mahlzeit erhalten können. Bislang zahlen die Kinder und Jugendlichen für ein Mittag­essen drei Euro – das bleibt auch weiterhin an den Schulen so, die sich nicht an dem Angebot der Stadt beteiligen.
Die Stadt möchte aber nicht nur für ein preislich attraktives und gesundes Mit­tag­essen sorgen, sondern den Pächtern in den Schulcafeterien auch an­ge­mes­sene Einnahmen ermöglichen. Der Preis, den die Pächter für ein Mittagessen abrechnen können, wird daher von 3,50 Euro auf 3,70 Euro erhöht, an den Standorten, an denen die Anbieter frisch kochen, bekommen sie künftig vier Euro pro Mittagessen.
Marburg
Hochschulpreis für medizinische Lehre
Der Marburger Fachbereich Medizin hat den mit 60.000 Euro dotierten hes­sisch­en Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre erhalten. Ausgezeichnet wird das Team um Prof. Stefan Bösner und Dr. Egbert Opitz für das Kursprogramm "Klug entscheiden – sicher behandeln", das vor allem der Patientensicherheit dient und Medizinstudierende im Praktischen Jahr unterstützt. Die Jury lobt besonders die didaktische Vielfalt, mit der die Studierenden die wichtigsten Fehler bei der Versorgung von Patienten, geeignete Gegenmaßnahmen, ge­fährliche Behandlungsverläufe und Fallbeispiele kennenlernen. Dabei unter­suchen sie auch selbst Krankenakten auf mögliche Fehlerquellen.
 
Marburg
Gastfamilien gesucht
In wenigen Monaten startet der deutsch-kolumbianische Schüleraustausch des Vereins Amigos de la Cultura für den noch Gastfamilien gesucht werden. Dabei ist der gemeinnützige Verein auf der Suche nach Familien, Ehepaaren und Alleinerziehenden, die eine kolumbianische Schülerin oder einen kolum­bi­an­ischen Schüler im Alter von 14 bis 15 Jahren zwischen dem 7. September und dem 1. Februar 2020 aufnehmen möchten. Sie sprechen als Muttersprache spanisch und lernen an ihrer Heimatschule Deutsch. Während des Austausches soll der Schüler oder die Schülerin die nächstgelegene Schule an ihrem Wohnort besuchen. Die Gastfamilien werden von einer lokalen Betreuerin in Gießen und den Verein Amigos de la Cultura betreut. Kolumbien ist dreimal so groß wie Deutschland und erstreckt sich von den Anden bis ins karibische und pazifische Küstentiefland.
Interessierte Familien wenden sich an Franz-Josef Michel unter 0160/98445588 oder per E-Mail an info[at]amigos-cultura.de.
Auf der Seite www.amigos-cultura.de finden stehen Erfahrungsberichte von ehemaligen Gasteltern.
 
Marburg
Für Hobbygärtner
Foto: Thomas
Steinforth
Stadt Marburg
Immer mehr Menschen möchten sich gerne im Freien be­tä­ti­gen oder haben Freude daran, ein Stück Grün zu gestalten. Aber nicht alle verfügen über einen eigenen Garten. Daher bietet der Fachdienst Klimaschutz, Stadtgrün und Friedhöfe der Stadt Marburg die Möglichkeit, eine Patenschaft für eine Grün­fläche, ein Beet oder für einzelne Kübel zu übernehmen und diese nach eigenem Geschmack zu gestalten.
"Zurzeit haben wir circa 80 Patenschaften mit Bürger*innen, Tendenz steigend", sagt Fachdienstleiterin Marion Kühn. Die Patenschaftsflächen werden mit einem Schild gekennzeichnet. "So wird die Unterstützung unserer Bürger*innen für die Öffentlichkeit richtig sichtbar. Das ist uns sehr wichtig", sagte Silvia Vignoli vom Fachdienst.
Um Interessierte noch besser zu unterstützen und das Verfahren so niedrig­schwellig wie möglich zu halten, hat der Fachdienst einen neuen Flyer "Marburg gestalten" entwickelt. Darin sind alle wichtigen Informationen für die Pflege­paten­schaften enthalten. Eine Liste mit insektenfreundlichen Pflanzvorschlägen rundet den Flyer ab. Dazu zählen etwa Thymian, Sonnenblumen und Wilder Wein. Der Flyer kann entweder beim Fachdienst Klimaschutz, Stadtgrün und Friedhöfe in der Ockershäuser Allee 15 abgeholt, auf der Seite des Fachdienstes in der Rubrik "Stadtgrün aktuell" heruntergeladen oder unter gruenflaechen[at]marburg-stadt.de angefordert werden.
Infos zu den Patenschaften auch unter 06421/201-1706.