Mittwoch, 28. Oktober 2020
Marburg
Testcenter umgezogen
Foto: Nadja
Schwarzwäller,
Stadt Marburg
Seit Wochenbeginn ist das Corona-Testcenter der Kassen­ärztlichen Vereinigung nicht mehr im Gaßmann-Stadion sondern auf dem Messegelände beheimatet. Mit Blick auf das bevorstehende Herbst- und Winterwetter können die Patienten bei dem neuen Drive-in-Testcenter mit dem Auto vorfahren und sich testen lassen, ohne das Fahrzeug verlassen zu müssen. Für Personen, die per Bus, mit dem Fahrrad oder zu Fuß zum Test kommen, gibt es einen beheizten Wartebereich.
Das Testcenter ist weiterhin montags bis samstags von 9 bis 13 Uhr geöffnet. Patienten, die einen Test auf das Coronavirus benötigen, müssen immer zuerst die Rufnummer 116117 anrufen, bevor sie das Testcenter aufsuchen können.
Das bisherige Testcenter in der Leopold-Lucas-Straße war als Quartier für die Wintermonate nicht geeignet, ein Umzug dringend notwendig. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Stadt Marburg und des Landkreises Marburg-Bieden­kopf hat die hatte die Kassenärztliche Vereinigung deshalb frühzeitig eine Al­ter­native gesucht.
 
Marburg
Online-Konferenz Antidiskriminierung
Welche Erfahrungen machen Marburger Bürgerinnen und Bürger tagtäglich mit Rassismus und Demokratie­feind­lich­keit? Welche Erkenntnisse kann die Wissen­schaft beisteuern? Und wie kann gemeinsam gegen Diskriminierung und Aus­grenzung vorgegangen werden? Antworten auf diese und viele weitere Fragen werden am 30. Oktober von 15 bis 19.30 Uhr während der Online-Konferenz "Tacheles!" gesucht, zu der die Stadt Marburg einlädt.
"Wir sprechen Klartext zu Rassismus, Ausgrenzung und Demokratie­feind­lichkeit. Unser Ziel ist es dabei, sich auszutauschen und weitere Projekte für Marburg anzustoßen", sagt Oberbürgermeister Thomas Spies.
"Tacheles!" startet mit sogenannten Keynotes – Grundgedanken – von Sozial­aktivist Ali Can, dem Afrikanischen Studierendenverein Marburg und der Initiative "Wehrda ist bunt". Ali Can wurde bundesweit bekannt durch die von ihm initiierte "Hotline für besorgte Bürger" und den Hashtag #meTwo gegen die Diskriminierung von Menschen mit Migrationshintergrund. Die bekannte Journalistin Hatice Akyün moderiert die Konferenz. Sie veröffentlichte unter anderem den Roman "Einmal Hans mit scharfer Soße" und erhielt für ihr Engagement den Berliner Integrationspreis. Im Anschluss an die Konferenz findet eine Online-Lesung statt, in der Hatice Akyün aus ihren Kolumnen liest.
Für die Teilnahme an der Konferenz ist eine kostenlose Anmeldung mit Angabe des Workshops unter marburgmachtmit[at]marburg-stadt.de bis zum Donnerstag, 29. Oktober, erforderlich. Infos zum Programm gibt es unter marburgmachtmit.de/tacheles.
 
Marburg
Mitreden: Verkehr und Mobilität
Foto: Georg
Kronenberg
Die Stadt Marburg hat eine Umfrage zum Thema Verkehr und Mobilität gestartet. Menschen aus Marburg und der gesamten Umgebung können und sollen teilnehmen. Ihre Bedürfnisse und Wünsche sollen in die Gesamtstrategie der Stadt für Verkehr und Mobilität einfließen. Mit dem Konzept stellt die Stadt Weichen bis ins Jahr 2035 hinein. Das Mobilitäts- und Ver­kehrs­kon­zepts (MoVe35) soll im Sommer 2022 fertig sein. Die Bürgerbeteiligung ist ein Teil davon.
"Wir möchten die Stadt danach ausrichten, dass sie für Menschen lebenswert ist und dass alle dahin kommen, wohin sie möchten – und das möglichst bei freier Wahl des Verkehrs­mittels", sagte OB Thomas Spies bei der Auftakt-Veranstaltung zur Bürgerbeteiligung für MoVe35. Maßgeblich für das MoVe-Konzept sollen vor allem das Wissen über die Ver­kehrs­be­wegungen in der Stadt und eben die Vorschläge, Ideen und Wünsche der Verkehrsteilnehmer.
Der Verkehr von und nach Marburg macht rund zwei Drittel aller Ver­kehrs­be­wegungen in der Stadt aus. Wie genau diese Bewegungen aussehen – also wer sich wann mit welchem Verkehrsmittel von wo nach wo bewegt – wird nun im Detail analysiert. Liegt diese Analyse vor, werden Planungsziele und Leitlinien erarbeitet.
Über die Umfrage können alle Bürger aus Stadt, Landkreis und Umland ihre Ansicht einbringen sowie ihre Visionen für die Mobilität der Zukunft äußern. Die Umfrage zu MoVe35 ist zu finden unter marburgmachtmit.de. Sie läuft bis zum 31. Dezember 2020.
Marburg
Gartenbauseminar online
Foto: Pixabay
Nachdem das Online-Gartenbauseminar der Marburger Entsorgungs-GmbH (MEG) wegen technischer Probleme ausgefallen ist, gibt es einen Nachholtermin am 4. November. Die Veranstaltung wird komplett im Internet als Livestream angeboten – inklusive einer Fragerunde über einen Online-Chat.
Kübelpflanzen und Stauden stehen im Mittelpunkt des Seminars: Kübelpflanzen sind für Hobbygärtner, die nur wenig Platz zur Verfügung haben, eine gute Wahl. Doch welche Pflanzen eignen sich am besten für eine mehrjährige Kübelpflanzung? Und wie kommen sie sicher über den Winter? Das beantwortet Dieter Levin-Schröder vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen der Hessischen Gartenakademie bei der nächsten Ausgabe des Gartenbauseminars am Donnerstag, den 22. Oktober. Der Garten­fachmann gibt in seinem Vortrag "Kübelpflanzen – Sortiment, Pflege & Über­winterung" auch zahlreiche Tipps zum richtigen Standort der Pflanzen. Als zweite Expertin ist die Naturpädagogin Sadhana Kraus eingeladen. Sie widmet sich dem aktuellen Thema "Staudenhelden für den Klimawandel" und stellt Pflanzen vor, die auch bei der zunehmenden Trockenheit der vergangenen Jahre gut über den mittelhessischen Sommer kommen.
Das Gartenbauseminar findet am Mittwoch, 4. November, um 18 Uhr als On­line-Livestream statt. Wer teilnehmen möchte, benötigt einen Laptop, einen PC oder ein anderes internetfähiges Gerät. Der Link zum Livestream steht unter www.entsorger-marburg.de.
 
Marburg
Traumabehandlung
Die Marburger Universität ist an einer Studie über Traumabehandlung für Kinder und Jugendliche beteiligt. Das Projekt "BESTFORCAN" bietet in der Stadt Marburg und im Landkreis Marburg-Biedenkopf Traumatherapie für Kinder und Jugendliche an.
Ängste, Schlafstörungen oder wiederkehrende Erinnerungen sind mögliche Symptome von Kindern und Jugendlichen, die vernachlässigt wurden oder körperliche und sexualisierte Gewalt erlebt haben. Die psychischen Folgen der Traumata verfolgen die Betroffenen oft bis ins Erwachsenenalter. Werden die jungen Menschen jedoch psychotherapeutisch behandelt, können Lang­zeit­folgen oft verhindert werden.
Kinder und Jugendliche im Alter von 5 bis 20 Jahren können nun eine um­fas­sende Diagnostik und Traumabehandlung erhalten, indem sie an der Studie teilnehmen. Kinder- und Jugend­thera­peuten der Kinder- und Jugend­psycho­therapie-Ambulanz Marburg (KJ-PAM) wurden im Rahmen der bundesweiten Studie weitergebildet, um Kinder und Jugendliche vor Ort zu behandeln. Parallel werden Teams der Jugendhilfe und Kinderärzte geschult, damit sie gemeinsam mit den Therapeuten ein qualifiziertes Netzwerk bilden können.
Kinder und Jugendliche beziehungsweise ihre Erziehungsberechtigten können sich für eine Teilnahme unter der Telefonnummer 06421/28-25096 melden.
Die Studie wird vom Bundesforschungsministerium gefördert. Weitere Informationen: www.bestforcan.de.