Montag, 18. November 2019
Marburg
Der "Preis
... der Deutschen Theaterverlage" 2019 geht an das Hessische Landestheater Marburg. Die Jury begründet die Entscheidung u.a. wie folgt: "Die Intendantinnen Eva Lange und Carola Unser haben in der Spielzeit 2018/19 mit Elan, Mut und künst­ler­ischer Strahlkraft für Marburg und Umgebung die gemeinsame Leitung des Hessischen Landestheaters Marburg übernommen. Mit einer außergewöhnlichen kommunikativen Neugier, ansteckender Begeisterungsfähigkeit, Teamgeist und flachen Hierarchien entwickelten sie in kürzester Zeit ein so facettenreiches wie ambitioniertes Programm, das – unabhängig vom jeweiligen Format und Zielpublikum – immer den Anspruch verfolgt, unsere Zeit offen, kritisch und befragend gemeinsam mit dem Publikum zu reflektieren. Dabei wird die inhalt­liche Aus­ein­and­er­setzung mit Bühnentexten als wesentliche Triebkraft des Theaters verstanden und Gegenwartsdramatik in ihrer Relevanz erfolgreich sichtbar gemacht. Beide regieführenden Intendantinnen verstehen die Zusammenarbeit mit Autor*innen wie u.a. Anah Filou, Nino Haratischwili oder Miroslava Svolikova als langfristig, übernehmen neue Stücke in die zweite Spielzeit und werden mit ihrem vielfältigen Spielplan aus Roman- und Sachbuchadaptionen, musikalischen Produktionen, klassischen Stoffen und einem originellen Kinder- und Jugend­programm dem Auftrag eines Landestheaters gerecht. Dabei ist es Teil ihrer klugen Strategie, jede Produktion mit einer Altersangabe zu versehen, ins­zenierungsbegleitendes Material auch online anzubieten und offensiv und überzeugend auf eine junge und künftige Theatergeneration zuzugehen."
Die Stiftung des Verbandes Deutscher Bühnen- und Medienverlage verleiht den Preis der Deutschen Theaterverlage bereits zum vierzehnten Mal. Jährlich im Wechsel würdigt die Auszeichnung die Förderung der Sprech- und Musik­dramatik in Schauspiel oder Oper im deutschsprachigen Raum.
 
Marburg
Elf zufällig
... ausgewählte Frauen und Männer, sieben ehrenamtliche Kommunalpolitiker, der Oberbürgermeister, die Haupt­amts­leiterin und der Bauamts-Chef – sie bilden gemeinsam den neuen Beteiligungsbeirat der Universitätsstadt Marburg. Er hat sich Ende Oktober konstituiert – als eines von ganz wenigen vergleichbar innovativen Gremien in Deutschland.
Zweimal hat sich das 21-köpfige Gremium bislang getroffen. Gleich zu Beginn hat er schon vorgeschlagen, die eigene Geschäftsordnung den Wünschen der Bürger anzupassen. Sie haben die Mehrheit im Beirat: Für die elf Sitze der zufällig ausgewählten Marburgerinnen und Marburger waren elf Mitglieder samt elf Nachrückende eingeladen, um gemeinsam die Aufgaben zu besprechen. Weil die Nachrücker ebenso an der Mitarbeit interessiert sind wie die regulären Mitglieder, können auch sie fortan zu den Sitzungen kommen und haben dort Rederecht.
"Der Beteiligungsbeirat ist ein wichtiger Baustein der Bürger*innenbeteiligung der Universitätsstadt Marburg, in dem die verschiedensten Blickwinkel aus der Stadtgesellschaft vertreten sind", sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies bei der öffentlichen Bekanntgabe der Konstituierung des neuen Beirats im Rathaus. Diese verschiedenen Blickwinkel und die breite Repräsentation der Stadtgesellschaft verdankt der Beirat seiner "geschichteten und gewichteten Zufallsauswahl". Für diese Zufallsauswahl waren insgesamt 1300 Einwohner angeschrieben worden. Dabei wurden nach dem Zufallsprinzip Ein­wohner­melde­daten in zehn unterschiedlichen "Schichten" gezogen (vier Stadtgebiete, vier Altersgruppen, Staatsangehörigkeit deutsch und nichtdeutsch).
 
Marburg
Nach den verheerenden
... Bränden im amazonischen Regenwald widmet sich der Chor "Joy of Life" der Kurhessischen Kantorei Marburg unter der musikalische Leitung von Jean Kleeb bei seinem nächsten Konzert dem Thema Umwelt und präsentiert am Sonntag, 17. November 2019 um 18.00 Uhr in der Lutherischen Pfarrkirche St. Marien in Marburg "Amazonas for Future". Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht die Uraufführung der Kantate "Ipirungaua" für Flöte, Violine, Chor, Orgel und Percussion des deutsch-brasilianischen Komponisten Jean Kleeb, die Vertonung einer indianischen Legende aus dem Amazonas über die Geburt der Nacht. Das Stück wird in Nheengatu gesungen, der Verkehrssprache zwischen den vielen indianischen Sprachgemeninschaften in Amazonien. Vorweg werden indianische Lieder aus den aktuell bedrohten indianischen Stämmen präsentiert (Jaboti, Tukan und ParakanÆ) sowie die "Missa Luba", eine lateinische Messe in volkstümlichen kongolesischen Rhythmen und Melodien der Luba, einer Bantu-Ethnie. Die Messe wurde vom belgischen Pater Guido Haazen aufgezeichnet und wird von Trommeln begleitet. Das Konzert endet mit zwei Sätzen der Jazz Missa Brevis (2015) vom englischen Komponisten Will Todd, die dem lateinischen Messetext neues Leben einhaucht.
Marburg
Die Filmkunsttheater
... Kammer/Capitol sowie das Cineplex Marburg sind mit dem Kinoprogrammpreis des Bundesministeriums für Kultur und Medien (BKM) ausgezeichnet. Der Preis wurde von Kultur­staats­ministerin Monika Grütters im Peppermint Pavillon in Hannover überreicht. Grütters erklärte: "Kinos sind Erleb­nis­räume, die uns mit Menschen aus anderen sozialen Schichten, aus fremden Kulturen und früheren Zeiten verbinden. Und meist verlassen wir den Kinosaal mit geweitetem Horizont." Kinobetreiberin Marion Closmann freut sich zusammen mit Hubert und Irmi Hetsch und der für den Kinder- und Jugendfilmbereich engagierten Medienwissenschaftlerin Birgit Peulings über die Anerkennung und "besonders auch über die – trotz der räumlichen Veränderung des vergangenen Jahres – erneute Ehrung im Filmkunstbereich, die uns in unserem Weg bestätigt: unsubventioniert, kontinuierlich und zuverlässig ein allumfassendes Filmkunstangebot für unser engagiertes und interessiertes Publikum anzubieten." Die Marburger Film­kunst­theater erhalten den Kinoprogrammpreis des BKM regelmäßig seit dessen Bestehen in 1971. In diesem Jahr zeichnete das BKM 227 Kinos in ganz Deutschland für ihre besondere Programmqualität aus. Die verschiedenen Sektionen teilen sich in allgemeines Programm, Dokumentarfilmprogramm, Kurzfilmprogramm sowie Kinder- und Jugendfilmprogramm. Nachdem die Marburger Filmkunsttheater wieder in den drei erstgenannten Kategorien aus­gez­eichnet wurden, erhält das Cineplex Marburg seine Auszeichnung in der Kategorie Kinder- und Jugendfilmprogramm bereits im 15. Jahr in Folge. In dieser Kategorie wurden 64 Kinos mit unterschiedlicher Dotierung aus­ge­zeichnet. Das Kinder- und Jugendprogramm des Cineplex Marburg gehört damit zu den Besten in Deutschland.
 
Marburg
Nikolaus
... auf Bestellung: In den Geschäften findet man sie schon längst – die Niko­läuse aus Schokolade. Wer einen "echten" Nikolaus/Weihnachtsmann für die Familie, die Betriebsfeier oder den Verein sucht, kann seinen persönlichen Nikolaus bestellen. Anfragen von Familien, Kindergärten, Unternehmen, Schulen, Krankenhäusern und Senioreneinrichtungen aus der Region nimmt die die Job-Vermittlung der Agentur für Arbeit Marburg ab sofort entgegen. Dort hat man einige Erfahrung mit den bärtigen Gesellen. Den Ablauf des Besuchs sprechen die "qualifizierten" Nikoläuse im Vorfeld mit dem jeweiligen Kunden ab. Das Repertoire ist vielfältig. Es lohnt daher, sich schon vorher Gedanken zu machen, ob zum Beispiel ein Gedicht vorgetragen, ein Lied gesungen werden soll, kleine "Sünden" gerügt oder einfach nur Geschenke verteilt und Dankes­grüße ausgesprochen werden sollen. Das Honorar für einen Auftritt richtet sich nach Art und Dauer der Aufgabe, los geht es ab 35 Euro.
Tel. 06421/605-190, E-Mail marburg.arbeitgeber[at]arbeitsagentur.de.