Mittwoch, 5. August 2020
Marburg
Oberstadtmarkt auf dem Kirchhof
Der wegen des Corona-Virus zeitweise ausgesetzte Marburger Oberstadtmarkt findet wieder nun samstags von 11-16 Uhr auf dem Lutherischen Kirchhof statt. Der Kirchhof wurde in Abstimmung mit den Behörden und der Kirchengemeinde als vorübergehender Ausweichort ausgewählt, um die gültigen Abstands- und Hygieneregeln einhalten zu können. Neben den bekannten Ständen ist nun auch ein neuer Marmeladenstand mit von der Partie.
Im Bereich der Stände müssen die Besucher eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, worauf mit Hinweisschildern hingewiesen wird. Desinfektionsmittel stehen bei Bedarf bereit und für vor Ort gekaufte Speisen gibt es einen separat ausgewiesenen Verzehrbereich unter den Platanen.
 
Marburg
Defibrillator am Kirchhof
Foto: Nadja
Schwarzwäller
Wenn bei einem Menschen das Herz plötzlich "flimmert", besteht akute Lebensgefahr. Etwas falsch machen kann nur, wer dann nichts macht. Um bei einem Notfall bestmöglich helfen zu können, stehen in Marburg inzwischen mehr als 60 "Laien-Defibrillatoren" zur Verfügung. Diese Geräte erkennen, ob Herzrhythmusstörungen vorliegen und geben dann Elektroschocks ab, um das Herz wieder richtig in Gang zu bringen. Eine neue Rettungssäule mit einem solchen "AED" (Automatisierten Externen Defibrillator) befindet sich nun auch am Lutherischen Kirchhof.
In einem Notfall muss nur der rote Knopf am Kasten gedrückt und das Gerät entnommen werden; es ist sofort einsatzfähig. Dass es an einer so zentralen Stelle in Marburg frei zugänglich ist, war den Beteiligten ein Anliegen. Linda Noack, Projektkoordinatorin der "Gesunden Stadt Marburg", sagte, dass möglichst noch im Laufe des Jahres weitere Geräte aufgestellt werden sollen – unter anderem am Landgrafenschloss und in den Außenstadtteilen. Außerdem arbeitet die Björn-Steiger-Stiftung laut dessen Vertreter Angelo Sapia bereits mit dem DRK Gießen zusammen an einem Hygienekonzept, das es erlaubt, trotz der Corona-Krise wieder die begleitenden Schulungen zur Wiederbelebung stattfinden zu lassen.
 
Marburg
Kurzer Weg zur Wache
Nah an der Wache wohnen – das wünschen sich viele Feuerwehrleute. In Marburg modernisiert die städtische GeWoBau aktuell ein Gründerzeithaus mit vier Wohnungen exklusiv für Mitglieder der Marburger Feuerwehr. Das Haus hat die Stadt geerbt. Die Auflage: Das Gebäude muss gemeinnützigen Zwecken dienen.
Das denkmalgeschützte Gebäude mit der markanten Farbe zwischen den Nachbarhäusern in der Deutschhausstraße 18 wurde 1905 erbaut. Vor drei Jahren vererbte es eine Marburger Bürgerin an die Stadt. Dem Wunsch der Frau nach einer gemeinnützigen Verwendung hat die Stadt damit entsprochen, dass ihre Wohnungsbaugesellschaft GeWoBau die vier bestehenden Wohnungen im Haus im Rahmen eines Erbbaurechts modernisiert. Der Magistrat legte fest, dass die Wohnungen vorrangig an aktive Mitglieder der Marburger Feuerwehr vermietet werden. "Wir haben viele Studierende in der Freiwilligen Feuerwehr, aber wenige Wohnungen für sie, weil es in Marburg nicht genug bezahlbaren Wohnraum gibt", berichtet Oberbürgermeister Thomas Spies bei einer Besichtigung der Renovierungsarbeiten. Besonders für Mitglieder des 2. Zugs der Freiwilligen Feuerwehr Marburg-Mitte sei das Wohnen an der Deutschhausstraße interessant, denn: Die Wache in der Ketzerbach ist nah, der Weg zum Einsatz also nicht weit.
Für 415.000 Euro hat die GeWoBau das Gebäude in der Deutschhausstraße 18 modernisiert.
 
Marburg
Umgang mit Rassismus
Zum Umgang mit Rassismus und Diskriminierung veranstaltet der Landkreis am Dienstag, 11. August, von 10 bis 17 Uhr einen Workshop. Der Workshop richtet sich an Jugendliche ab 14 Jahren und findet im Kulturzentrum KFZ statt. Die Teilnahme an dem Angebot ist kostenlos.
Egal ob auf der Straße, im Bus, in der Schule oder in den sozialen Medien: Sprüche und Aussagen, die andere Menschen herabsetzen, beleidigen und verletzen sollen, hat höchstwahrscheinlich jeder Mensch schon einmal (mit)erlebt. Der Workshop "Lockdown Rassismus" geht der Frage nach, was diese alltäglichen Ereignisse mit rassistischem Gedankengut verbindet. Ausgehend vom einfachen, alltäglichen Schubladendenken wird der Frage nachgegangen, wie Rassismus entsteht und wo Menschen ihm im Alltag begegnen. Welche Folgen haben Rassismus und Diskriminierung für den Einzelnen und die Gesellschaft? Und was haben Demokratie und Menschenrechte damit zu tun? Wie kann Rassismus und Intoleranz wirksam entgegentreten werden? Mit diesen Fragen setzen sich die Teilnehmenden bei dem Workshop auseinander.
Eine Anmeldung zu dem Workshop bis spätestens eine Woche vor Veranstaltungsbeginn ist erforderlich. Das gesamte alternative Ferienprogramm ist auf der Homepage des Landkreises unter www.lkmb.de/jugend zu finden.
Marburg
Kreisjugendparlament spendet
Foto: Kreisju-
gendparlament
Wie andere Organisationen und Gremien war das Kreisjugendparlament des Landkreises Marburg-Biedenkopf durch die Corona-Pandemie gezwungen, in den letzten Monaten auf viele geplante Aktivitäten zu verzichten. "Wir haben uns daher überlegt, was wir während der Pandemie machen können und sind auf die Idee gekommen, diejenigen zu unterstützen, die es wirklich nötig haben", erklärt Puria Omidi, Vorstandsmitglied des KJP aus Cölbe. "Schließlich sind von Armut auch viele Kinder und Jugendliche betroffen, denen wollten wir mit unserer Aktion helfen", führt er weiter aus.
Einige Abgeordnete des Kreisjugendparlaments sind daher an sechs Tagen in den vergangenen Wochen zum Großmarkt gefahren und haben eingekauft: Nudeln, Reis, Konserven, passierte Tomaten, Mehl und Zucker, Speiseöl, Kakao. Es landeten aber auch schon einmal ein Karton mit Müsliriegeln oder Schokolade in den großen Einkaufswagen. Die Lebensmittel wurden dann noch am gleichen Tag zu den regionalen Standorten der Tafel im Landkreis gefahren. So konnten sich die Mitarbeiter der Tafeln in Wetter, Stadtallendorf, Gladenbach, Kirchhain, Biedenkopf und Bad Endbach über eine Lieferung dauerhaft haltbarer Lebensmittel freuen. Denn diese bekommen sie selten von den Supermärkten gespendet. Insgesamt 1.448,75 Euro haben die Abgeordneten des KJP für ihre Spendenaktion aus ihrem Budget ausgegeben.
 
Marburg
Qi Gong und Pilates im Freien
Immer mehr Menschen in Marburg kommen seit Anfang Juli zu den "offenen Bewegungsangeboten" der "Gesunden Stadt" und genießen die Bewegung im Freien. Die Stadt erweitert die Angebote deshalb um neue Orte, Zeiten und Bewegungsformen: Qi Gong wird seit dem 28. Juli auch dienstags um 20.15 Uhr im Marburger Gesundheitsgarten im Park der Vitosklinik, Cappeler Straße, angeboten. Auch hier ist die Teilnahme jederzeit, bei jedem Wetter ohne Anmeldung oder Vorkenntnissen möglich.
Ein ganz neues Angebot gibt es ab dem 30. Juli Auf der Weide, auf der Freifläche zwischen den Wohnhäusern. Jeden Donnerstag um 19 Uhr können Interessierte dort an Pilates teilnehmen. Die Kursleiterin ist sehr erfahren und wird einfache Mitmach-Übungen zeigen.
Weitere Informationen unter https://www.marburg.de/politik-stadtgesellschaft/stadtpolitik/gesunde-stadt/.
 
Marburg
Stadtbücherei geschlossen
Die Stadtbücherei bleibt während der Sommerferien in der Zeit von Montag, 27. Juli, bis Samstag, 8. August, für den Publikumsverkehr geschlossen. Während der Schließungszeit finden in der Stadtbücherei Renovierungs- und EDV-Wartungsarbeiten statt. Die Rückgabe von ausgeliehenen Medien ist über die Medienrückgabebox jederzeit möglich. Die Onleihe mit der Möglichkeit, kostenlos über das Internet Medien auf den Rechner, den E-Book-Reader oder das iPad und Tablet herunterzuladen, steht auch während der Schließungszeit zur Verfügung.
 
Marburg-Biedenkopf
Zwei aktive Fälle
Die Zahl der nachgewiesenen Infektionen mit dem Corona-Virus im Landkreis Marburg-Biedenkopf liegt laut Kreisverwaltung bei 226 Personen. In der Gesamtzahl ist die Anzahl der genesenen (220) sowie der verstorbenen (vier) Personen enthalten. Somit betreut das Gesundheitsamt derzeit weiterhin zwei aktive Fälle, wovon eine Person stationär behandelt wird.