Donnerstag, 18. Juli 2019
Marburg
Hartbrich & Hänel ausgezeichnet
Foto: Heimrich,
Stadt Marburg
Zwei Frauen, eine Auszeichnung: Ruby Hartbrich setzt sich für die Rettung Schiffbrüchiger ein und Kristina Hänel für die Würde von Frauen. Dafür haben die beiden Ärztinnen ver­gangene Woche das "Marburger Leuchtfeuer für soziale Bür­gerrechte" 2019 erhalten. Mit dem Preis würdigen die Stadt und die Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union (HU) Marburg das Engagement für sozial benachteiligte Menschen und den respektvollen Umgang mit ihnen.
"Sie beide folgen in Ihrem exemplarischen Handeln mora­lischen und ethischen Grundsätzen, die uns erinnern, dass unsere Gesellschaft, soweit wir auch gekommen sind, noch einen langen Weg zu einem gerechten Deutschland und Europa zu gehen hat", begrüßte Oberbürgermeister Thomas Spies die beiden Preisträgerinnen bei der Festveranstaltung im voll besetzten Historischen Rathaussaal. "Mit Ihrer klaren Haltung auch bei heftigem Gegen­wind, bei Hass und Drohung, bei Gefahr für Ihre persönliche Freiheit, treten Sie für Ihre, für unsere Überzeugungen ein", so Spies.
Mit der Doppelvergabe will die Jury auf die unterschiedlichen Standards im Umgang mit menschlichem Leben hinweisen: Während Kristina Hänel für ihren Einsatz für den freien Zugang zur Information über Schwangerschaftsabbrüche geehrt wurde, erhielt Ruby Hartbrich die undotierte Auszeichnung für ihren ehrenamtlichen Einsatz auf dem Rettungsschiff "Sea Watch" im Mittelmeer.
 
Marburg
Bewegung für Marburg
Foto: Patricia
Grähling, Stadt
Marburg
Bewegung ist ein wichtiger Baustein in der Gesundheits­förderung. Aber wie kann die Stadt Marburg ihre Bürger noch mehr in Bewegung bringen? Und wie erreicht sie mit klugen Ansätzen insbesondere auch Menschen mit sozialer Benach­teiligung? Gemein­sam mit Akteuren aus Verwaltung, Gemein­wesenarbeit, Vereinen und Initiativen will die Stadt das heraus­finden. Dafür ist sie in das Modellprojekt "KOMBINE" auf­ge­nom­men worden.
Marburg ist die einzige hessische Kommune und die einzige Stadt vergleichbarer Größe, die als eine von sechs Modell­kommunen bei dem Vorhaben "Kommunale Bewegungsförderung zur Imple­mentierung der Nationalen Empfehlungen (KOMBINE)" dabei ist. Das Projekt setzt bei den "Nationalen Empfehlungen für Bewegung und Bewegungs­för­der­ung" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an. Damit wird erstmalig für Deutschland die wissenschaftliche Grundlage für den Nutzen von Bewegung für die Gesundheit beschrieben und aufgezeigt, wie Bewegung im Alltag der Menschen unterschiedlichen Alters in den unterschiedlichen Lebens­welten gefördert werden kann.
Ziel von "KOMBINE" ist die Entwicklung eines innovativen Konzepts zur kommu­nalen Bewegungsförderung – wissenschaftlich fundiert, bedarfsorientiert und praxisbezogen. Im April kam die Zusage – Voraussetzung für Marburg, um durch die BZgA gefördert zu werden. Diese BZgA stellt ab 2020 für fünf Jahre eine För250.000 Euro für strukturelle Maßnahmen in Aussicht.
 
Marburg
Unis ermöglichen Modulaustausch
Studierende der Europäischen Ethnologie können künftig Lehrveranstaltungen in Frankfurt und Marburg belegen: Das Institut für Europäische Ethnologie / Kultur­wissen­schaft der Philipps-Universität und das Institut für Kultur­anthro­pologie und Europäische Ethnologie der Goethe Universität in Frankfurt am Main starten im Wintersemester 2019/20 erstmals einen universitäts­über­greifenden Austausch von Modulen. Studierende aus Marburg können Lehr­veranstaltungen aus Frankfurt belegen und umgekehrt.
Diese Innovation im Fach Europäische Ethnologie, das auch unter den Namen Volkskunde, Empirische Kulturwissenschaft und Kulturanthropologie firmiert, wurde durch die Initiative beider Institute an ihren Universitäten umgesetzt und soll das Studium in den Bachelorstudiengängen an beiden Standorten noch attraktiver machen. Beide Institute haben wichtige Lehr- und Forschungs­schwerpunkte insbesondere zu den Effekten der europäischen Integration, zu Migration und Mobilität und in der Medienforschung. Das Marburger Institut zeichnet sich durch Schwerpunkte – sowohl gegenwartsbezogen wie kultur­historisch – in den Themen Alltagskultur, Identitätsbildung, visuelle und materielle Kultur aus. Die besonderen Kompetenzen des Frankfurter Instituts liegen in den Themen Globalisierung, Urbanisierung, Wissenskulturen und Digitalisierung.
 
Kirchhain
Kunstwettbewerb in Kirchhain
Die Stadt Kirchhain will am Eingang ihres Jüdischen Friedhofes ein Monument errichten, der Entwurf dafür soll bei einem Kunst­wettbewerb ausgewählt werden.
Das Monument soll ein Beitrag zum Gedenken an die jüdischen Familien in Kirchhain sein, ihre Geschichten aufarbeiten und zudem ein lokaler Beitrag für eine Kultur des Friedens und der Erinnerung sein.
Bei der Erstellung des Monumentes sollen die vorhandenen Sandsteinfragmente des früheren Synagogenbaus verwendet werden. Die Steine stammen aus der Fassade der Kirchhainer Synagoge und wurden der Stadt von der Familie Beckmann aus Berlin (ehemalige Kirchhainer Bürger) zur Verfügung gestellt.
Teilnahmeberechtigt sind Künstler und Künstlergruppen sowie zusammen­ge­schlossene Arbeitsgruppen von Künstlern und Nicht-Künstlern.
Die Umsetzung soll spätestens zum 9. November 2020 abgeschlossen sein.
Der 1. Platz ist mit einem Betrag von 3.000 Euro dotiert. Die Künstler der Plätze 2 und 3 erhalten eine Aufwandsentschädigung von je 300,00 Euro. Abgabefrist für die Entwürfe ist der 30. September. Die Unterlagen der Ausschreibung können auf der Homepage (www.kirchhain.de) abgerufen werden.
Marburg-Biedenkopf
Schäfer zeigen ihr Können
Foto: Landkreis
Das traditionelle Leistungshüten der Schaf­halter findet Sonntag, 28. Juli, ab 8 Uhr zwischen Biedenkopf und Wallau statt. Dabei zeigen Schäfer aus der Region wieder eindrucks­voll, welches Wissen und Können hinter dem anspruchsvollen Beruf des Schäfers steht.
Auch 2019 gilt: der Landkreis Marburg-Biedenkopf ist der schafreichste Landkreis in ganz Hessen. Aus der Viehzählung zu Beginn des Jahres geht hervor, dass mittlerweile 403 Schaf­halter mit insgesamt 15.583 Schafen in Marburg-Biedenkopf leben. "Das kann kaum verwundern, haben wir bei uns im Landkreis doch ideale Bedingungen für die Schafhaltung", freut sich Landrätin Kirsten Fründt im Zuge der Vor­be­reit­ungen zum Leistungshüten.
Voraussichtlich fünf Hüter werden sich dem Publikum vorstellen und ihr Können im Umgang mit eigenen Hunden und der fremden Schafherde zeigen.
 
Kirchhain
Batnight und Spinnenspektakel
Ein idyllischer See, eine geheimnisvolle Urwaldinsel und ein abwechslungs­reiches Ufer: Der Naturerlebnisort Erlensee bei Kirchhain lockt mit einem Rundgang, einer Info- und Akustikstation sowie mehreren Veranstaltungen: Am 11. August ab 19 Uhr gibt es eine Batnight mit Robert Cimiotti. Am 15. September ab 14 Uhr lädt Astrid Wetzel zu einem Spinnenspektakel ein. Es folgt der Herbstzauber am 13. Oktober ab 14 Uhr. Treffpunkt ist die Info- und Akustikstation, die an diesen Sonntagen jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet ist und von einem fachkundigen Mitglied der Projektgruppe Erlensee betreut wird. Dort können die Besucher in die akustische Welt des Burgwaldes mit Fuchs­gebell, Uhu-Schreien und dem Gesang der Nachtigall eintauchen. In dem Holz­haus stehen Mikroskope, Stereolupen und andere Geräte für die Natur­be­ob­acht­ung bereit.
Rund um den See führt ein Jahreszeitenpfad – sowohl mit Text-Bild-Stationen als auch mit Brailleschrift-Tafel. Der Weg ist mit einem Leitsystem für Seh­be­hinderte ausgestattet und rollstuhlgeeignet. Auf einer Beobachtungsplattform können die Besucher Haubentaucher – sie brüten am Erlensee – sowie Zugvögel wie die Kraniche unauffällig beobachten. Ein Baum-des-Jahres-Pfad widmet sich den seit 1989 gekürten Bäumen, zu denen neuerdings eine Flatterulme zählt. Wer von Kirchhain zum Erlensee wandert, kann sich von einem Skulp­tu­ren­pfad leiten lassen. Darin thematisieren heimische Künstler Landschaft und Natur. Weitere Informationen gibt es unter www.kirchhain.de/Freizeit-Tourismus/Aktiv-erleben/Erlensee.
 
Hessen
Mehr Erwerbstätige
In Hessen waren im 1. Quartal 2019 rund 3,48 Millionen Personen erwerbs­tätig, 37.040 oder 1,1 Prozent mehr als im entsprechenden Vorjahresquartal. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, erreichte die Zahl der Erwerbstätigen in einem 1. Quartal einen neuen Höchststand. Die positive Entwicklung der vergangenen Quartale schwächte sich jedoch ab. Zum Beschäftigungsaufbau trug insbesondere der Dienstleistungsbereich bei. Bundesweit lag der Anstieg der Erwerbstätigenzahl ebenfalls bei 1,1 Prozent.
Im Vergleich zum 4. Quartal 2018 nahm die Zahl der Erwerbstätigen in Hessen um 24 050 Personen oder 0,7 Prozent ab. Ein Rückgang der Erwerbstätigenzahl ist im 1. Quartal saisonbedingt üblich.
Der Anstieg gegenüber dem 1. Quartal 2019 ist maßgeblich auf das Plus bei den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zurückzuführen. Rückgänge gab es bei der geringfügigen Beschäftigung.