Sonntag, 22. September 2019
Marburg
Uni saniert Biegenstraße 9
Foto: Ellen Thun
Mehr Platz für Forschung und Lehre: Die Philipps-Universität saniert das Haus in der Biegenstraße 9, um das Angebot für die Studierenden zu verbessern. Genutzt werden soll das Gebäude künftig von den Instituten für Vor- und Frühgeschichte sowie Klassische Archäologie. Das Land Hessen stellt für dieses Projekt rund 3 Millionen Euro zur Verfügung.
Im Sommer 2020 werden die Umbauarbeiten voraussichtlich abgeschlossen sein. Dann können die derzeit noch im benachbarten Kunstgebäude untergebrachten Institute einziehen. "Dies wird dazu beitragen, die im Kunstgebäude herrschende Raumnot zu lindern", sagt Maja Turba, Leiterin der Bauabteilung des Dezernats Gebäudemanagement und Technik der Universität.
Das 1924 errichtete Gebäude soll grundlegend saniert und umgebaut werden. Zudem wird der Brandschutz verbessert. Der L-förmige Bau erhält im Zuge des Umbaus einen zusätzlichen Eingang an der Wolff-Straße. Dieser ermöglicht kurze Wege zu den Instituten im Kunstgebäude und dient als zweiter Flucht­weg. Der Haupteingang wird auch weiterhin an der Biegenstraße liegen. Durch den Einbau eines neuen Aufzugs kann das Gebäude barrierefrei genutzt werden. Die Heizungsanlage wird grundsaniert, außerdem erhält das Haus ein modernes Beleuchtungssystem, eine Lüftungsanlage sowie neue sanitäre Einrichtungen.
Da das Bauwerk unter Denkmalschutz steht, werden alle Oberflächen sowie herausragende innenarchitektonische Elemente der 1920er Jahre wie beispielsweise Terrazzoböden, Innentüren und Treppengeländer denkmalgerecht aufgearbeitet.
 
Marburg
Wasserwende
Foto: Sarah
Möller
Mit der Inbetriebnahme des neuen Trinkwasserbrunnens am Vorplatz des Marburger Hauptbahnhof ist jetzt das Bundesrojekt "Wasserwende – Leitungswasser trinken ist Klimaschutz" in Marburg gestartet.
Das Bundesumweltministerium fördert mit insgesamt 1,3 Millionen Euro bis Mai 2022 zwölf "Wasserquartiere" in der Bundesrepublik, damit wieder mehr Leitungswasser getrunken wird. Die Bewerbung der Universitätsstadt Marburg, seit 2018 "Blue Community", und der Stadtwerke Marburg war erfolgreich und das Marburger Campusviertel, inklusive der Kulturstandorte Waggonhallenareal Ortenberg und G-Werk am Afföller, soll nun zum "Wasserquartier" entwickelt werden.
Samuel Höller, vom Berliner Vereins a tip:tap, der das Projekt mit umsetzt, erläuterte, Ziel der "Wasserwende" sei auch den Umstieg von Flaschen- auf Leitungswasser zu fördern, um Getränkeverpackungen zu vermeiden und klimaschädliche Treibhausgase einzusparen. Höller: ""Wir werden im Campusviertel gemeinsam mit den Stadtwerken und der Universitätsstadt Marburg Bildungsarbeit in Schulen und Kitas anbieten, Organisationen und Unternehmen beraten, Infostände sowie weitere öffentliche Aktionen veranstalten". Im Campusviertel Marburg sei darüber hinaus eine enge Kooperation mit dem Ortsbeirat Campusviertel, der Blue Community Marburg und der studentischen Blue Community-Gruppe der Philipps-Universität vorgesehen.
Der neue Trinkbrunnen am Bahnhofsvorplatz, ist einer von insgesamt 21 Trinkwasserzapfstellen in der Innenstadt.
 
Marburg
Weltkindertag
Zum Weltkindertag am Freitag, 20. September, wird das Marburger Rathaus beflaggt. Die städtische Flagge wird an diesem Tag von 7 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit gehisst. Der Weltkindertag soll auf die Rechte und Bedürfnisse der Kinder in aller Welt aufmerksam machen und wird in über 145 Staaten gefeiert. In diesem Jahr lautet das Motto zur 30-jährigen Feier der Kinder­rechts­konvention der Vereinten Nationen: "Wir Kinder haben Rechte!".
 
Marburg
Wasserstoff-Modellregion
Marburg wird Wasserstoff-Modellregion: Auf Initiative der Stadtwerke Marburg haben sich die Stadt Marburg und der Landkreis erfolgreich für ein Förderprogramm des Bundes zur Wasserstoff-Produktion und -Nutzung beworben.
Die Stadtwerke, die schon seit einiger Zeit mit benachbarten Werken und Vertretern der Technischen Hochschule Mittelhessen an dem Wasserstoffthema arbeiten, erhoffen sich von der Entscheidung weitere Impulse inhaltlicher, aber auch finanzieller Art.
Als eine von nur neun ausgewählten Regionen (von insgesamt 138 Interessenten) in Deutschland sollen hier verschiedener Akteure aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft in eine vernetzte Kooperation eingebettet werden.
Darüber hinaus sollen gemeinsam erste Konzeptideen zu den Themen Wasserstoff und Brennstoffzellen auf der Basis erneuerbarer Energien entwickelt werden. Bei der Auswahl der Region Marburg standen speziell die Bildung und der Wissenstransfer im Vordergrund.
Für die Stadtwerke ist die Wasserstofftechnologie insbesondere für den Bereich Nahverkehr interessant. Vor allem mit einem nachhaltigen Mobilitätskonzept, das sich im Wesentlichen in der Modernisierung der Fahrzeugflotte zeigt, leistet das Unternehmen einen deutlichen Beitrag zur Verbesserung der lokalen Luftqualität. Etwa 60 Prozent der gesamten Busflotte fährt mittlerweile mit dem umweltschonenden Kraftstoff Erdgas, das einen deutlich niedrigeren Schadstoffausstoß als herkömmliche Euro-6-Dieselfahrzeuge aufweist.
Marburg
Das ABC der Klimakrise
Das als Holozän bezeichnete zwischeneiszeitliche Zeitalter mit seinen stabilen Klimaverhältnissen ist vorbei. Eine neue geochronologische Epoche ist angebrochen: das Anthropozän – das Zeitalter, in dem der Mensch zum wichtigsten Faktor auf die atmosphärischen, geologischen und biologischen Prozesse auf der Erde geworden ist.
holla
 
Marburg
Ist das aber wirklich so?
Das ist das Thema des Vortrags "Das ABC der Klimakrise und warum die "Neuen Technologien" uns nicht retten werden" am Samstag, 21.9., um 15 Uhr im Chemikum Marburg. Mit mehreren Experimenten werden die wichtigsten Punkte zur Klimakrise und der damit zusammenhängenden Biodiversitäts- und Nachhaltigkeitskrise behandelt. Zudem stellen die Referenten die Möglichkeiten des Geoengineerings vor, also den aktiven Eingriff des Menschen in ökologische Mechanismen und die damit verbunden Risiken und Gefahren.
Der Vortrag ist für alle ab 10 Jahren geeignet. Vorher besteht die Möglichkeit zum Rundgang durch die Labore des Chemikums. Der Eintritt ist frei.
 
Marburg
Digitalisierung in der Kritik
Unter dem Titel "Analog – das neue Bio?" veranstaltet die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Zusammenarbeit mit dem Marburger Stadtelternbeirat eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zur Digitalisierung der Bildung am Montag, 23.9. von 17 bis 19 Uhr im TTZ. Dr. Matthias Burchhardt macht dabei kritische Anmerkungen zur Umsetzung des Digitalisierungsprojektes. Anschließend gibt es eine Diskussionsrunde zu dem Thema. Burchardt ist Akademischer Rat an der Universität Köln mit den Forschungsgebieten Anthropologie, Bildungstheorie und Bildungspolitik. Als Kritiker der Bildungsreformen im Namen von PISA und Bologna bezieht er in Interviews, Artikeln, Vorträgen und politischen Anhörungen auch zu Fragen der Digitalisierung eindeutig Position. Zusammen mit Jochen Krautz ist Burchardt zudem Mitherausgeber des Tagungsbandes "Time for Change? – Schule zwischen demokratischem Bildungsauftrag und manipulativer Steuerung".
holla
 
Marburg
Sportausrüstung für Kinder
Foto: Stadt
Marburg
Die Stadt spendiert die Sportausrüstung für Kinder der Astrid-Lindgren-Schule: Stadträtin und Sportdezernentin Kirsten Dinnebier sowie Vertreter des Fachdienstes Sport haben Kinder an der Astrid-Lindgren-Schule (ALS) mit der Übergabe von Sportausrüstung- und Bekleidung überrascht. Belohnt wurden sie mit freudestrahlenden Kindergesichtern.
"Die Teilnahme von Kindern am Sportunterricht darf nicht davon abhängen, ob von Haus aus genug Geld für die Sportbekleidung vorhanden ist", betonte Dinnebier. "Wir wollen, dass in Marburg für jedes Kind die Teilhabe an sportlichen Aktivitäten gewährleistet ist."
Im Sportunterricht der ALS war aufgefallen, dass einige Kinder keine ausreichende Sportbekleidung hatten, um adäquat am Unterricht teilnehmen zu können. Um dies zu ändern und um den Kindern die Teilnahme am Sportunterricht zu ermöglichen, hat die Stadt Marburg auf Anregung von Sportcoach Mario Lefebre, der beim Fachdienst Sport das Landesprogramm "Sport und Flüchtlinge" mitbetreut, und Lehrerin Bianca Hendrich entsprechende Sportausrüstung organisiert. Das Geld aus dem Landesprogramm soll insbesondere dafür eingesetzt werden, über den Sport eine bessere Integration von Menschen in die Gesellschaft zu erreichen.