Mittwoch, 19. Mai 2021
Thema der Woche | 17. April 2014

Nachhaltiges Zukunftskonzept

Landkreis bringt Masterplan zum Klimaschutz auf den Weg

Als einer von deutschlandweit drei Landkreisen und als erste Kommune in Hessen hat der Landkreis Marburg-Biedenkopf seinen "Masterplan 100 % Klimaschutz" auf den Weg gebracht und beginnt jetzt mit dessen Umsetzung. Auf mehreren 100 Seiten sind in diesem Plan Eckpunkte und Rahmen­be­dingungen beschrieben, um die Klimaschutzziele der Bundesregierung und die Ziele, die sich der Landkreis bereits 2007 selbst gesetzt hat, zu erreichen. Der Masterplan schließt sich an das bereits bestehende Klimaschutzkonzept des Landkreises an und erweitert die darin enthaltenen Perspektiven.

"Wir haben mit diesem Masterplan etwas Großes und wirklich Nachhaltiges geschaffen, das sicher auch in die nächsten Generationen hineinwirkt. Der Plan ist ein regionales Zukunftskonzept und zeigt uns, wie wir die Klimaschutzziele gemeinsam erreichen können", betonte Landrätin Kirsten Fründt (SPD).

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachdienstes Klimaschutz der Kreisverwaltung haben die Kernaussagen des Masterplans in einem Bürgerbericht unter dem Titel "Klimaschutz gemeinsam" zusammengefasst. Dieser Bürgerbericht wurde am Donnerstag im Marburger Landratsamt der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Fernsehjournalist Jochen Schmidt vom Hessischen Rundfunk stellte im Gespräch mit Fachleuten die wichtigsten Maßnahmen des Masterplans in verständlicher Weise vor.

Die Ziele des Masterplans, also die hundertprozentige Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen in den Bereichen Strom, Wärme und Mobilität bis zum Jahr 2040 sowie die Senkung der Treibhausgase um 95 Prozent und die Halbierung des Energieverbrauchs bis zum Jahre 2050, sind nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern zu erreichen. "Deshalb möchten wir die Menschen mit dem Bürgerbericht informieren und einbinden, damit wir den Weg zur Energiewende auch gemeinsam beschreiten können", sagte Landrätin Fründt.

Anja Mager vom Bundesumweltministerium stellte fest, dass ohne die Mitwirkung auf der kommunalen Ebene die Klimaschutzziele der Bundesregierung nicht zu erreichen seien. "In den Kommunen und damit bei den Bürgerinnen und Bürgern liegt ein großes Potenzial. Der Landkreis Marburg-Biedenkopf als Masterplankommune ist dabei ein Leuchtturm und die Aktivitäten hier vor Ort zeigen, dass es der Landkreis Marburg-Biedenkopf mit dem Klimaschutz ernst meint", betonte die Mitarbeiterin des Ministeriums, die dort die Masterplan-Kommunen betreut.

Der Masterplan zeigt die vielfältigen Handlungsmöglichkeiten beim Klimaschutz in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen auf und liefert Tipps und vielfältige Hintergrundinformationen zu den Themen Wohnen, Ernährung und Konsum, Mobilität und Tourismus, Arbeitsplatz, Bioenergie und Holz, Abwasser, Abwärme, Gesundheitswesen, Land- und Forstwirtschaft, Industrie oder regionale Wertschöpfung.

"Der Masterplan zeigt, was jeder und jede Einzelne für den Klimaschutz tun kann, ohne das eigene Leben komplett zu verändern. Manchmal helfen auch viele kleinere Schritte um ein Ziel zu erreichen. Wichtig ist dabei nur, dass viele Menschen mitmachen", betonte die Landrätin und unterstrich dabei das Motto, dass Klimaschutz nur gemeinsam umzusetzen sei.

Die Bundesregierung fördert das Projekt "Masterplan 100 % Klimaschutz", das ein Gesamtvolumen von rund 696.000 Euro hat, zu 95 Prozent. Der Kreis muss selbst also knapp 35.000 Euro aufbringen.

pe/kro

Thema der Woche | 17. April 2014

Gute Argumente

"Schweigen ist Silber – Reden ist Gold": Debattierclub im Lokal International

Wenn ein Sportstudent über Politik reden möchte, wo tut er das dann? In der Universität im Hörsaal mit anderen Sportinteressierten nicht. Deshalb kam dem 22-jährigen Benedikt Menges die Idee, einen Debattierclub zu gründen, bzw. eine Veranstaltung zu leiten, in der man genau das, was Ben möchte, macht – über diverse Themen debattieren. Benedikt Menges studiert Bewegung und Gesundheit im 4 Semester an der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Er selbst vertritt keine bestimmte politische Richtung und sagt lachend: "Meine kulturelle politische Seite ist eigentlich gar nicht vorhanden." Und gerade deshalb ist er interessiert daran, sich mit anderen debattier-freudigen Menschen über die verschiedensten Themen wie z.B. Politik, Soziales, Bildung und Konsum, zu unterhalten. "Interessant ist auch, dass man eventuell eine ganz andere Meinung als die eigene vertreten muss", sagt Ben. Denn per Zufallsprinzip bekommt jeder "Mitspieler" anfangs eine bestimmte Position zu dem Thema des Abends. Die Leute werden in verschiedene Teams gelost und nach der Vorbereitungszeit von 15 Minuten beginnt das Debattieren nach verschiedenen Abläufen.

Es gibt verschiedene Formen eine solche Rede-Runde zu leiten. Beim "Debate-Date" macht sich zunächst jeder "Debater", wie sich die Redner nennen, eine Liste mit allen Namen der Teilnehmer. Je ein Debater pro Seite sitzt sich nun gegenüber. Danach beginnt ein Debater ohne Unterbrechung für 3 Minuten über das geloste Thema zu sprechen. Nach den 3 Minuten ertönt ein Signal und der andere Debater ist an der Reihe. Beim zweiten Signal rotiert Team 1 jeweils um einen Platz weiter. In dieser kurzen Pause notiert sich jeder Redner eine Punktezahl für seinen Kontrahenten. Am Ende werden alle Notizen anonym ausgewertet, um die Objektivität zu wahren. Auf Wunsch kann auch ein Feedback von der Gruppe gegeben werden.

Das übergeordnete Ziel einer solchen Debattier-Runde ist die Persönlichkeits­entwicklung, denn es ist wichtig, wie man sich als Debater präsentiert: "Wie man spricht, ob man die anderen ausreden lässt und wie die generelle Körperhaltung ist, wird bei der abschließenden Wertung berücksichtigt. Zudem bildet man sich weiter und lernt das freie Reden. Aber auch Fähigkeiten wie analytisches Denken, Disziplin, Toleranz ... etc. werden geschult", berichtet Benedikt. Gegen Ende der Veranstaltung kann man im Lokal International noch ein gemeinsames Bier oder Ähnliches zu sich nehmen und den Abend ausklingen lassen.

Die Veranstaltung soll ca. alle 2 Wochen stattfinden. Benedikt Menges freut sich auf jede Teilnahme und besonders auf ganz unterschiedliche Menschen jeder Altersgruppe, mit unterschiedlichen Weltanschauungen oder Konfessionen. Erster Termin ist am Donnerstag, 17. April, ab 20 Uhr im Lokal International in Gießen. Die nächsten termine sind 7. Mai und 21. Mai, ebenfalls um 20 Uhr im Lokal International.

Infos: facebook.de/lokal.international

Theresa Schäfer

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