Mittwoch, 19. Mai 2021
Editorial | 25. Juni 2015

Mitentscheiden!

Am Sonntag abstimmen ...

Wer nimmt ab Dezember auf dem Chefsessel im Marburger Rathaus Platz? Am Sonntag ist die Stichwahl zwischen SPD-Mann Thomas Spies und CDU-Kandidat Dirk Bamberger.

So kurz vor der Entscheidung treibt der Wahlkampf nochmal seltsame Blüten. Während SPD-Mann Spies weiter wie gewohnt von seinen Plakaten aus dem Grünen schaut, hat sich der konservative Kontrahent neuerdings tierische Unterstützung geholt: Da blickt ein stolzer Greifvogel kühl von großflächigen Plakaten, die ansonsten ganz altbacken vor Rot-Grün warnen – "aus Liebe zu Marburg".

Diese Kombination verwirrt dann doch: Warnt da jemand vor einem Raubvogel im Rathaus? Will Dirk Bamberger als Falke Marburgs gelten? Sieht er mit Adler­augen auf die Stadt herab? Soll der Vogel staatsmännisch wirken? Immerhin sind derlei imposante Flattermänner gerne als Wappentiere gesehen. Oder schlagen sich die Christdemokraten auf die Seite der Naturschützer und wollen in der klassischen grünen Klientel Stimmen sammeln?

Vermutlich handelt es sich um einen Rotmilan – die einschlägigen Fotos im Internet zeigen dies aber für Laien auch nicht unmittelbar. Wir hören hier mal auf mit dem Rätselraten ... Was immer hinter dem Greifvogel steckt: Am Sonntag wird sich entscheiden, wer von den beiden Kandidaten Federn lässt. Deshalb sei allen Befürwortern als auch Gegnern von Federvieh jeder Art geraten, hinzugehen und abzustimmen.

Georg Kronenberg

Editorial | 25. Juni 2015

Nichts ist gut

Für lebendige Gewässer und sauberes Grundwasser – Foto: Kronenberg

Eigentlich hätte in diesem Jahr der "gute Zustand" aller Gewässer erreicht werden müssen. So hatten es sich die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union im Jahr 2000 verordnet.

Hessen hat dieses Ziel weit verfehlt. "Nur 18 von 434 Bächen werden das Ziel erreichen", bilanziert der NABU-Landesvorsitzende Gerhard Eppler in Wetzlar. Der Naturschutzbund kündigte eine Beschwerde bei der EU-Kommission an, sollten die Anstrengungen nicht deutlich verstärkt werden.

Der NABU appelliert an die Politik: "Die Weichen für lebendige Gewässer und sauberes Grundwasser müssen jetzt dringend gestellt werden." Eine EU-Beschwerde könnte zu einem Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland führen.

Die EU-Kommission habe bereits in einer Analyse festgestellt, dass der bis­herige Ansatz eindeutig nicht ausreicht, um die Umweltziele zu erreichen, sagt Eppler: "Hessen nutze alle Schlupflöcher, um Fristverlängerungen in Anspruch zu nehmen." Dabei spiele das Land auf Zeit und verschiebe die Verantwortung auf spätere Wahlperioden. So nehme sich das Land für die ersten 81 Gewässer insgesamt 21 Jahre Zeit. Danach sollen dann aber innerhalb von 6 Jahren (bis 2027) 320 Gewässer angegangen werden.

"Dass im nächsten Jahrzehnt plötzlich alles schneller gehen soll, erscheint uns nicht glaubwürdig", so der NABU. Damit werde das Scheitern bereits heute ein­kalkuliert.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

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Foto: Kabel eins
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Mi 3.2. | 20.15 Uhr | TV | Kabel eins
 
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