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Thema der Woche | 8. Dezember 2016

Good Time Boys

20 Jahre "Mother's Milk" / 17. Dezember – Foto: Mother's Milk

Seit mittlerweile 20 Jahren begeistern Mother's Milk ihr Publikum mit den Songs der legendären Red Hot Chili Peppers und haben es im Laufe der Zeit geschafft, vom bloßen Geheimtipp zu einer der etabliertesten Coverbands der vier Kalifornier zu werden.

Höchste Zeit für eine große Geburtstagsparty: Die mittelhessische Red Hot Chili Peppers-Tributeband feiert am Samstag, 17. Dezember, ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Benefizkonzert zu Gunsten der Aidshilfe Gießen in der Kongresshalle.

Statt eines Solokonzerts des Quartetts wird es ein Geburtstagsfestival geben, bei dem zahlreiche befreundete Bands mit am Start sind. Neben den "Milkies" selbst werden sich die "Livercheese Booth Corporation", "Schmied Loaf", "Netanya Street" und "Mandowar" die Ehre geben.

Das Programm von Mother's Milk umfasst dabei sowohl ältere Stücke wie z.B. "Me And My Friends" oder "Good Time Boys" als auch aktuelle Hits wie "Dark Necessities" von "The Getaway", dem aktuellen Album der Peppers. Mittlerweile ist auch ein kurzes Akustik-Set fester Bestandteil der Mother's Milk-Show geworden, so dass auch die eher ruhigen Songs wie "Road Trippin'" oder "I Could Have Lied" regelmäßig gespielt werden. Die aktuelle Mother's Milk-Besetzung besteht aus Torsten "Hardy" Hartmann (Gesang), Carsten Siebert (Schlagzeug), Benjamin Schäfer (Bass) und Christoph Barth (Gitarre). In diesem Lineup absolvierte die Band zahlreiche Auftritte, unter anderem bundesweit im Rahmen der "Monsters of Cover"-Veranstaltungen, auf diversen Hessentagen (zuletzt 2016 in Herborn), Stadtfesten aber auch in vielen Clubs und Kneipen.

In der mittelhessischen Musikszene ist die Band eine feste Größe, nicht zuletzt, weil man auch unter die Veranstalter gegangen ist: 2007 richteten sie unter dem Firmennamen "Milk Events" erstmals das Festival "Gleiberg rocks" auf Burg Gleiberg aus, das sich seitdem einen guten Namen gemacht hat. 2009 folgte der Höhepunkt mit dem Gastspiel der legendären "Rodgau Monotones". Bis 2013 folgten weitere Festivals, etwa mit der AC/DC-Tributeband "Jailbreaker" oder der Bon-Jovi-Tribute-Gruppe "Bounce".

Der Stellenwert der Gruppe und ihre Langlebigkeit (seit zehn Jahren ist die Besetzung konstant) zeigt sich auch an den zahlreichen musikalischen Freundschaften, die im Laufe der Zeit entstanden sind, nicht zuletzt, weil auch heimische Bands zusammen mit Mother's Milk den Gleiberg rockten. Einige davon geben sich beim Jubiläumsabend nun die Ehre.

Mit dabei ist die Livercheese Booth Corporation: Die acht Musiker aus Gießen, Wetzlar und Friedberg schaffen ausgefeilte – "schweinegeile" – Interpretationen von Songs aus ganz unterschiedlichen Genres. James Brown findet sich plötzlich neben Madonna wieder, die Backstreet Boys neben Jimi Hendrix und Amy Winehouse neben Sting.

Eine lange Freundschaft verbindet Mother's Milk auch mit der heimischen musikalischen Familie Schmied. Sowohl Vater Gerhard Schmied als auch Sohn und "The Voice"-Liverunden-Teilnehmer (2012) Michel Schmied waren bereits bei "Gleiberg rocks" mit verschiedenen Projekten zu erleben. Grund genug, auch dieser musikalischen Familie einen Slot zu geben. In diesem werden Vater und Sohn nicht nur gemeinsam performen, sondern es wird auch eine Kostprobe ihrer Bandprojekte Schmied Loaf und Netanya Street geben.

Seinen Abschluss findet der Abend mit den selbsternannten "Hellboys from Cow" von Mandowar. Nur mit Mandoline, Gitarre und Ukulelen-Bass tritt er mit seinen zwei Bandkollegen Sven Richter und Joe Schulz auf und interpretiert große Rock- und Metalsongs. Klassiker wie AC/DCs "Hells Bells", Metallicas "Enter Sandman" oder Alice Coopers "Poison" wirken in den Mandowar-Versionen erstaunlich frisch. Aus Metal wird Polka, aus Rock wird Country. Mandowar gelingt ein verblüffender Stil-Crossover, der jedem Song eine ganz eigene Note verleiht.

Benefiz
Das Jubiläumskonzert, zu dem "Mother's Milk" außerdem noch einige ehemalige Bandmitglieder zu Gastauftritten erwarten, findet als Benefizveranstaltung statt. Der Erlös der Veranstaltung geht an die Aidshilfe Gießen. Die Aids-Hilfe wurde 1987 aus bürgerlichem Engagement gegründet und zählt heute 60 Mitglieder. Sie unterhält eine Beratungsstelle, um Menschen mit Fragen zu HIV und AIDS zu beraten, HIV-Positive und an AIDS erkrankte Menschen sowie deren Angehörige zu begleiten und Prävention zu leisten. Das Angebotsspektrum umfasst Beratung, Begleitung, Betreutes Wohnen, Begleitung im Strafvollzug sowie Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Jährlich werden mehr als 800 Personen beraten, 100 Personen werden regelmäßig betreut.

pe/kro

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