Montag, 20. Mai 2019
Thema der Woche | 17. Mai 2018

Erste Marburger Doku Days

Dokumentarisches Benefiz-Diafestival vom 17.-19.5. – Foto: Uwe Bulthaup

Eindrucksvolle Bilder und ergreifende Geschichten aus Indonesien, Nepal und Indien: Der Marburger Journalist Uwe Bulthaup organisiert erstmalig ein Bene­fiz-Dokufestival im Ufercafé Gischler. Der Start der Marburger "Doku Days" 2018 mit Diareportagen, Musik und indischen Essen ist bereits am Donnerstag, 17. Mai., zuende geht das Festival am Samstag, 19. Mai.

Am Donnerstag berichtet Bulthaup über "The dark side of Paradise, "verrückt sein auf Bali" und blickt hinter die touristischen Fassade der Insel im Indischen Ozean – auf den Umgang mit psychisch Kranken im vermeintlichen "Paradies". "In Bali werden psychisch kranke Menschen immer noch versteckt, eingesperrt und angekettet unter schlimmsten Bedingungen leben", berichtet Bulthaup.

Die Situation in den Bergdörfern drei Jahre nach dem verheerenden Erdbeben in Nepal ist das Thema bei seinem Diavortrag am Freitag. Am Samstag stellt der Journalist und Fotograf ein Schul- und Waisenhausprojekt im indischen Bun­des­staat West Bengal vor.

Die "Doku Days" beginnen jeweils um 19 Uhr mitMusik von der Weltmusikband "No Name" mit indischen, nepalesischen und deutschen Künstlern und leckerem indischen Essen, zubereitet von Sushali Devi, die Kochkurse an der Volks­hoch­schule und der Familien­bildungs­stätte Marburg gibt. Der Beginn der Dia­vor­trä­ge ist jeweils um 21 Uhr.

Der Besuch der Vorträge ist kostenlos, Spenden für die Stiftung Bredtmanns Spuren werden erbeten.

Gesammelt wird für drei von der Stiftung unterstützte Projekte: Die Mädchen­schule in Uma Nivas Indien, die Uwe Bulthaup in seinem Vortrag vorstellt, einem Waisenhaus in Kathmandu, das aus einer Privatinitiative des nepalesischen Ehe­paares Prem und Prajola entstanden ist sowie für ein Projekt, das die Lebens­situation von psychisch Kranken in Bali verbessern soll.

Infos über die Hilfsprojekte: stiftung-bredtmannsspuren.org

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Max Goldt

Foto: Axel
Martens
"Dass Max Goldts Werk sehr komisch ist, weiß ja nun jeder gute Mensch zwischen Passau und Flensburg. Dass es aber, liest man genau, zum am feinsten Gearbeiteten gehört, was unsere Literatur zu bieten hat, dass es wahre Wunder an Eleganz und Poesie enthält und dass sich hinter seinen trügerischen Gedanken­fluchten die genaueste Komposition und eine blendend helle moralische Intelligenz verbergen, entgeht noch immer vielen, die nur aufs Lachen und auf Pointen aus sind. Max Goldt gehört gelesen, gerühmt und ausgezeichnet." (Daniel Kehlmann). Ersteres tut der Meister persönlich am
Mo 20.5. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
Tipp der Woche

Axel Hacke

Foto: Thomas
Dashuber
Hacke liest – aber was liest er denn? Man weiß es nicht. Jede Hacke-Lesung ist ein bisschen anders als alle anderen: eine kleine Wundertüte. Klar ist, dass er aus seinem neuesten und sehr aktuellen Buch liest. Aber dann? Einige seiner legendären Kolumnen aus dem Magazin der Süddeutschen Zeitung? Ein, zwei Kapitel über Oberst von Huhn und seine irr-poetische Speisekarten-Sammlung aus der ganzen Welt? Oder eine kleine Hitparade der schönsten Missverständnisse aus der Wumbaba-Trilogie? Sicher ist am Ende nur jener Rat, den der Nord­deut­sche Rundfunk dem Publikum gibt: "Wenn er eine öffentliche Lesung macht, pflegen sich seine Zuhörer mit Taschentüchern auszustatten, weil sie wissen, dass die Lachtränen laufen werden."
Do 23.5. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
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