Montag, 20. Mai 2019
Editorial | 7. Juni 2018

Auch wenn

Auf die Florfliege achten! – Foto: Pixabay

... wir an dieser Stelle üblicherweise unser, sagen wir es ruhig, eher robustes Verhältnis zum Reich der Kerbtiere thematisieren, sei mal zur Abwechslung auf eine Aktion hingewiesen, bei der die Insekten unterm Strich hoffentlich gut weg­kommen: Der Naturschutzbund Deutschland hat sein Projekt "Insekten­sommer" zur ersten bundesweiten Insektenzählung gestartet.

Naturfans sind dazu aufgerufen, in ihrer Umgebung noch bis zum 10. Juni sowie vom 3. bis zum 12. August Insekten zu beobachten und unter www.insektensommer.de online zu melden - egal ob Blattlaus, Fliege oder Schmetterling. "Mit dem Insektensommer wollen wir auf die enorme Bedeutung der Insekten aufmerksam machen - eine Tiergruppe, die leider stark gefährdet ist", so NABU-Landesvorsitzender Gerhard Eppler.

Hilfe beim Bestimmen und Zählen bietet die eigens entwickelte, kostenlose App "Insektenwelt" (www.NABU.de/apps), mit der die Tierchen einfach und schnell via Smartphone fotografiert und automatisch erkannt werden können. Daneben bietet die App ausführliche Insektenporträts der 122 bekanntesten Arten, die hierzulande vorkommen. In Deutschland krabbeln und flattern nach Schätzungen etwa 33.000 Insektenarten, über die meisten liegen noch keine Daten vor.

Michael Arlt

Tipp des Tages

Max Goldt

Foto: Axel
Martens
"Dass Max Goldts Werk sehr komisch ist, weiß ja nun jeder gute Mensch zwischen Passau und Flensburg. Dass es aber, liest man genau, zum am feinsten Gearbeiteten gehört, was unsere Literatur zu bieten hat, dass es wahre Wunder an Eleganz und Poesie enthält und dass sich hinter seinen trügerischen Gedanken­fluchten die genaueste Komposition und eine blendend helle moralische Intelligenz verbergen, entgeht noch immer vielen, die nur aufs Lachen und auf Pointen aus sind. Max Goldt gehört gelesen, gerühmt und ausgezeichnet." (Daniel Kehlmann). Ersteres tut der Meister persönlich am
Mo 20.5. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
Tipp der Woche

Axel Hacke

Foto: Thomas
Dashuber
Hacke liest – aber was liest er denn? Man weiß es nicht. Jede Hacke-Lesung ist ein bisschen anders als alle anderen: eine kleine Wundertüte. Klar ist, dass er aus seinem neuesten und sehr aktuellen Buch liest. Aber dann? Einige seiner legendären Kolumnen aus dem Magazin der Süddeutschen Zeitung? Ein, zwei Kapitel über Oberst von Huhn und seine irr-poetische Speisekarten-Sammlung aus der ganzen Welt? Oder eine kleine Hitparade der schönsten Missverständnisse aus der Wumbaba-Trilogie? Sicher ist am Ende nur jener Rat, den der Nord­deut­sche Rundfunk dem Publikum gibt: "Wenn er eine öffentliche Lesung macht, pflegen sich seine Zuhörer mit Taschentüchern auszustatten, weil sie wissen, dass die Lachtränen laufen werden."
Do 23.5. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
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