Montag, 20. Mai 2019
Editorial | 14. Juni 2018

Europa erfahren

Los geht's – Foto: Peter Freitag / Pixelio.de

Umsonst von hier nach Lissabon, Paris, Stockholm oder Sibiu, Marburgs schöner Partnerstadt in Rumänien: Noch bis zum 26. Juni können sich 18-jährige EU-Bürger für ein Gratis-Interrail-Ticket bewerben, mit dem man vier Länder in vier Wochen bereisen kann.

Die gute Idee stammt von zwei Berlinern: Martin Speer, 31 und Vincent-Immanuel Herr, 29. Beide sind selbst 2014 sechs Wochen durch Europa gereist, haben 14 Länder kennengelernt, dabei Freundschaften geschlossen und sagen, der Tripp habe sie zu "Europäern aus Erfahrung" gemacht.

Damit noch möglichst viele andere junge Menschen den "European Way of Life" erleben können, haben sich die beiden Berliner Europa-Fans für kostenlose Interrail-Ticket für alle 18-Jährigen in der EU stark gemacht. Mit dem Erfolg, dass jetzt immerhin 15.000 kostenlose "Travel Pässe" für 18-Jährige bereit­gestellt werden. Wer mitmachen will, muss Quizfragen zur EU richtig beant­worten.

Und das ist hoffentlich erst der Anfang: Im Herbst will die EU-Kommission neue Gratis-Tickets vergeben. Läuft das Projekt gut, soll es deutlich aus­ge­weitet werden, immerhin gibt es aktuell mehr als fünf Millionen 18-Jährige in der EU.

Infos: http://europa.eu/youth/discovereu_de.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Max Goldt

Foto: Axel
Martens
"Dass Max Goldts Werk sehr komisch ist, weiß ja nun jeder gute Mensch zwischen Passau und Flensburg. Dass es aber, liest man genau, zum am feinsten Gearbeiteten gehört, was unsere Literatur zu bieten hat, dass es wahre Wunder an Eleganz und Poesie enthält und dass sich hinter seinen trügerischen Gedanken­fluchten die genaueste Komposition und eine blendend helle moralische Intelligenz verbergen, entgeht noch immer vielen, die nur aufs Lachen und auf Pointen aus sind. Max Goldt gehört gelesen, gerühmt und ausgezeichnet." (Daniel Kehlmann). Ersteres tut der Meister persönlich am
Mo 20.5. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
Tipp der Woche

Axel Hacke

Foto: Thomas
Dashuber
Hacke liest – aber was liest er denn? Man weiß es nicht. Jede Hacke-Lesung ist ein bisschen anders als alle anderen: eine kleine Wundertüte. Klar ist, dass er aus seinem neuesten und sehr aktuellen Buch liest. Aber dann? Einige seiner legendären Kolumnen aus dem Magazin der Süddeutschen Zeitung? Ein, zwei Kapitel über Oberst von Huhn und seine irr-poetische Speisekarten-Sammlung aus der ganzen Welt? Oder eine kleine Hitparade der schönsten Missverständnisse aus der Wumbaba-Trilogie? Sicher ist am Ende nur jener Rat, den der Nord­deut­sche Rundfunk dem Publikum gibt: "Wenn er eine öffentliche Lesung macht, pflegen sich seine Zuhörer mit Taschentüchern auszustatten, weil sie wissen, dass die Lachtränen laufen werden."
Do 23.5. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
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