Montag, 20. Mai 2019
Editorial | 18. Januar 2018

Buch mit Zukunft

"Die gelehrte Republik" von Diego Saavedra Fajardo führt in Marburgs Zukunft – Foto: Christina Mühlenkamp

Als erstes Buch ist "Die gelehrte Republik" in die neue Marburger Unibibliothek eingezogen. Eigentlich Zufall, weil das Buch an erster Stelle in dem Regal stand, mit dem die Umzugsfirma begonnen hat. Aber auch ein ziemlich passender Titel für den Start des UB-Umzugs in einer traditionsreichen Hochschulstadt, über die häufig gesagt wird "Marburg hat keine Universität, Marburg ist eine!"

Der Umzug der rund 3,2 Millionen Bücher, Zeitschriften und anderen Medien in die neue UB ist nicht nur der wohl größte Bibliotheksumzug in Deutschland in diesem Jahr, sondern auch maßgeblich für die Zukunft des gelehrten Marburgs. Schließlich soll die 110 Millionen Euro teure neue UB am Pilgrim­stein das Herz des Campus Firmanei bilden, des geistes- und gesell­schafts­wissen­schaft­lichen Zentrums der Marburger Uni.

Die Uni verspricht sich von der räumlichen Konzentration der unter­schied­li­chen Disziplinen Impulse für die wissenschaftliche Arbeit. Die Stadt erwartet eine Aufwertung des Stadteils, nachdem die früher hier beheimatete Kliniken auf die Lahnberge gezogen sind.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Max Goldt

Foto: Axel
Martens
"Dass Max Goldts Werk sehr komisch ist, weiß ja nun jeder gute Mensch zwischen Passau und Flensburg. Dass es aber, liest man genau, zum am feinsten Gearbeiteten gehört, was unsere Literatur zu bieten hat, dass es wahre Wunder an Eleganz und Poesie enthält und dass sich hinter seinen trügerischen Gedanken­fluchten die genaueste Komposition und eine blendend helle moralische Intelligenz verbergen, entgeht noch immer vielen, die nur aufs Lachen und auf Pointen aus sind. Max Goldt gehört gelesen, gerühmt und ausgezeichnet." (Daniel Kehlmann). Ersteres tut der Meister persönlich am
Mo 20.5. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
Tipp der Woche

Axel Hacke

Foto: Thomas
Dashuber
Hacke liest – aber was liest er denn? Man weiß es nicht. Jede Hacke-Lesung ist ein bisschen anders als alle anderen: eine kleine Wundertüte. Klar ist, dass er aus seinem neuesten und sehr aktuellen Buch liest. Aber dann? Einige seiner legendären Kolumnen aus dem Magazin der Süddeutschen Zeitung? Ein, zwei Kapitel über Oberst von Huhn und seine irr-poetische Speisekarten-Sammlung aus der ganzen Welt? Oder eine kleine Hitparade der schönsten Missverständnisse aus der Wumbaba-Trilogie? Sicher ist am Ende nur jener Rat, den der Nord­deut­sche Rundfunk dem Publikum gibt: "Wenn er eine öffentliche Lesung macht, pflegen sich seine Zuhörer mit Taschentüchern auszustatten, weil sie wissen, dass die Lachtränen laufen werden."
Do 23.5. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
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