Montag, 20. Mai 2019
Editorial | 2. August 2018

Hirnfrost

Lieblingsplatz – Foto: Kronenberg

Gefühlt jeden Tag aufs Neue kündigt die Wettervorhersage den heißesten Tag des Jahres an. Jetzt ein kühles Eis, sollte man meinen. Doch Vorsicht: Durch kaltes Speiseeis bekommt man zwar keine Bauchschmerzen, wie oft fälschlicher Weise behauptet wird. Denn das Eis wird bereits im Mund auf bis zu 12 Grad Celsius aufgewärmt und hat etwa 20 Grad, wenn es den Magen erreicht.

Aber: Das leckere Eis kann stattdessen Kältekopfschmerzen auslösen. Verursacht wird der auch als "Ice-cream headache" oder "Hirnfrost" bekannte Schmerz durch den vom Eis erzeugten Kältereiz am Gaumen. Dadurch können die Muskeln und Gefäße im Kopf verkrampfen – und zwar umso stärker, je kälter es ist.

Die höchste Temperatur, die in Deutschland seit Beginn der flächendeckenden Wetteraufzeichnungen 1881 gemessen wurde, beträgt übrigens 40,3 Grad Celsius. Dieser Wert wurde am 7. August 2015 im fränkischen Kitzingen erreicht.

Schau'n wir mal, ob der Rekord auch nächste Woche noch Bestand hat ...

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Max Goldt

Foto: Axel
Martens
"Dass Max Goldts Werk sehr komisch ist, weiß ja nun jeder gute Mensch zwischen Passau und Flensburg. Dass es aber, liest man genau, zum am feinsten Gearbeiteten gehört, was unsere Literatur zu bieten hat, dass es wahre Wunder an Eleganz und Poesie enthält und dass sich hinter seinen trügerischen Gedanken­fluchten die genaueste Komposition und eine blendend helle moralische Intelligenz verbergen, entgeht noch immer vielen, die nur aufs Lachen und auf Pointen aus sind. Max Goldt gehört gelesen, gerühmt und ausgezeichnet." (Daniel Kehlmann). Ersteres tut der Meister persönlich am
Mo 20.5. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
Tipp der Woche

Axel Hacke

Foto: Thomas
Dashuber
Hacke liest – aber was liest er denn? Man weiß es nicht. Jede Hacke-Lesung ist ein bisschen anders als alle anderen: eine kleine Wundertüte. Klar ist, dass er aus seinem neuesten und sehr aktuellen Buch liest. Aber dann? Einige seiner legendären Kolumnen aus dem Magazin der Süddeutschen Zeitung? Ein, zwei Kapitel über Oberst von Huhn und seine irr-poetische Speisekarten-Sammlung aus der ganzen Welt? Oder eine kleine Hitparade der schönsten Missverständnisse aus der Wumbaba-Trilogie? Sicher ist am Ende nur jener Rat, den der Nord­deut­sche Rundfunk dem Publikum gibt: "Wenn er eine öffentliche Lesung macht, pflegen sich seine Zuhörer mit Taschentüchern auszustatten, weil sie wissen, dass die Lachtränen laufen werden."
Do 23.5. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
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