Montag, 20. Mai 2019
Editorial | 30. August 2018

In den letzten

Das ist der wahre Boss – Foto: Pixabay

... Zuckungen liegt dieser fette Hochsommer, und bevor er, zum hoffentlich goldenen Spätling verjüngt, eine erschlankte Wiederauferstehung begeht, sei nochmal darauf hingewiesen, dass mit seinem Gefolge nicht nur eitel Sonnen­schein einherging.

Riesenzecken und Algenalarm, einen zweimaligen Wassereinbruch und heiß­gelaufene Heavy-Duty-Ventilatoren vermerkt die Chronik. Ganz besonders auch die Wiederkehr des manipulierten Auspuffs. Denn ob Balkon, Straßencafé oder Lieblingskneipe bei offener Tür: Kaum ein innerstädtischer Rückzugsort war und ist gefeit vor den lästigen Lärm-Emissionen aufgemotzter motorisierter Zwei- und Vierrädler, die in den endlich lauen Abendstunden, vorzugsweise den Bereich von Biegen- und Deutschhausstraße zur exklusiven Dröhnmeile erklären. Und, mit einem Affenzahn, ihr brüllendes Vehikel durch die abend­lichen Straßen­schluchten unseres Kiezes treten.

An diejenigen, die es betrifft: Leute, das beeindruckt hier wirklich Niemanden. Das ist lästig und nervt. Und sowas von peinlich. Also, was soll das Ganze? Was habt Ihr nur für eine Selbstwahrnehmung?

Fragt sich ein ziemliche ratloser

Michael Arlt

Tipp des Tages

Max Goldt

Foto: Axel
Martens
"Dass Max Goldts Werk sehr komisch ist, weiß ja nun jeder gute Mensch zwischen Passau und Flensburg. Dass es aber, liest man genau, zum am feinsten Gearbeiteten gehört, was unsere Literatur zu bieten hat, dass es wahre Wunder an Eleganz und Poesie enthält und dass sich hinter seinen trügerischen Gedanken­fluchten die genaueste Komposition und eine blendend helle moralische Intelligenz verbergen, entgeht noch immer vielen, die nur aufs Lachen und auf Pointen aus sind. Max Goldt gehört gelesen, gerühmt und ausgezeichnet." (Daniel Kehlmann). Ersteres tut der Meister persönlich am
Mo 20.5. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
Tipp der Woche

Axel Hacke

Foto: Thomas
Dashuber
Hacke liest – aber was liest er denn? Man weiß es nicht. Jede Hacke-Lesung ist ein bisschen anders als alle anderen: eine kleine Wundertüte. Klar ist, dass er aus seinem neuesten und sehr aktuellen Buch liest. Aber dann? Einige seiner legendären Kolumnen aus dem Magazin der Süddeutschen Zeitung? Ein, zwei Kapitel über Oberst von Huhn und seine irr-poetische Speisekarten-Sammlung aus der ganzen Welt? Oder eine kleine Hitparade der schönsten Missverständnisse aus der Wumbaba-Trilogie? Sicher ist am Ende nur jener Rat, den der Nord­deut­sche Rundfunk dem Publikum gibt: "Wenn er eine öffentliche Lesung macht, pflegen sich seine Zuhörer mit Taschentüchern auszustatten, weil sie wissen, dass die Lachtränen laufen werden."
Do 23.5. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
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