Montag, 20. Mai 2019
Thema der Woche | 8. Februar 2018

Eine Weltreise voller Bilder

Multivisionsshow "Naturwunder Erde" am 13.2. im Audimax
Foto: Greenpeace-Mauthe

Die Erde im Porträt: In seiner aktuellen multimedialen Fotoshow im Auftrag von Greenpeace nimmt der Fotograf Markus Mauthe sein Publikum mit auf eine Reise zu den beeindruckendsten Naturlandschaften unseres Planeten. Ziel des Projektes ist es, die Vielfalt des Planeten mit der Kamera festzuhalten und exemplarisch alle relevanten Lebensräume im Wasser, Wald, Grasland und Gestein sowie deren Verflechtungen untereinander zu zeigen.

So fängt Mauthe die tanzenden Nordlichter über Kanadas Nadelwäldern ein, verursacht eine Gänsehaut beim Anblick der Gletscher, Eisbären und Wal­ross­kolonien Spitzbergens, porträtiert wundersame Kalkskulpturen der ägyptischen Weißen Wüste und heftet sich an die Hufe und Pfoten wilder Tiere in der Seren­geti.

Mit der Kamera in ursprünglicher Wildnis zu arbeiten, bedeutet für ihn pures Glück. Der leidenschaftliche Fotograf und Naturschützer sagt selbst: "Wer mit offenen Augen reist, dem können die Probleme der Erde nicht entgehen – und wer mit dem Herzen unterwegs ist, dem können sie nicht egal sein". Seit er 2003 die Zusammenarbeit mit Greenpeace begann, gibt Markus Mauthe seiner Arbeit als Botschafter für den Naturschutz einen tieferen Sinn. In seinen Bildern hält er die Vielfalt und Schönheit unserer Erde fest und möchte den Menschen auch Zusammenhänge aufweisen.

Dabei ist ihm für das perfekte Foto kein Berg zu hoch, kein Wasser zu tief, kein Dschungel zu undurchdringbar.

So kämpfte er sich im Norden von Gabun in Zentralafrika durch ein Gebiet, in dem zuvor noch kein Mensch war. "Sechzehn Tage waren wir unterwegs in bis dato unberührten Wäldern. Tagelang mussten wir mit der Machete kleine Schneisen ins dichte Unterholz schlagen, um überhaupt vorwärts zu kommen", erinnert sich Mauthe. Temperaturen über 40 Grad Celsius, Insekten, offene Wunden an Füßen und Beinen und das Gift von acht Wespenarten im Körper – das war der Fotografen-Alltag." Aber der Blick von den Inselbergen auf den unberührten Urwald, der bis zum Horizont reichte, hat für alle Strapazen entschädigt", sagt Mauthe.

In Marburg präsentiert Markus Mauthe seine Live-Fotoshow am Dienstag, 13. Februar, um 19.30 Uhr im Audimax. Der Eintritt ist frei.

Markus Mauthe,
Jahrgang 1969, der aus Friedrichshafen am Bodensee stammt, wurde sein Faible für die Kunst des Fotografrierens bereits in die Wiege gelegt. Er entstammt einer Fotografenfamilie und ließ sich zum Industrie- und Werbefotografen ausbilden. Seit er eine Kamera halten kann, hatte er bereits einen Traum, der ihn bis heute immer wieder aufs Neue antreibt: die Erde in ihrer atemberaubenden Schönheit zu portraitieren. Dazu kam ein Faible für fremde Länder, Abenteuer und Reisen. Bereits mit 17 Jahren bereiste er zum ersten Mal den afrikanischen Kontinent, mit 20 durchquerte er Neuseeland mit dem Fahrrad. Bereits hier enstand seine erste Diashow – und die dauerhafte Liebe zur Naturfotografie war entfacht.

pe/kro

Tipp des Tages

Max Goldt

Foto: Axel
Martens
"Dass Max Goldts Werk sehr komisch ist, weiß ja nun jeder gute Mensch zwischen Passau und Flensburg. Dass es aber, liest man genau, zum am feinsten Gearbeiteten gehört, was unsere Literatur zu bieten hat, dass es wahre Wunder an Eleganz und Poesie enthält und dass sich hinter seinen trügerischen Gedanken­fluchten die genaueste Komposition und eine blendend helle moralische Intelligenz verbergen, entgeht noch immer vielen, die nur aufs Lachen und auf Pointen aus sind. Max Goldt gehört gelesen, gerühmt und ausgezeichnet." (Daniel Kehlmann). Ersteres tut der Meister persönlich am
Mo 20.5. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
Tipp der Woche

Axel Hacke

Foto: Thomas
Dashuber
Hacke liest – aber was liest er denn? Man weiß es nicht. Jede Hacke-Lesung ist ein bisschen anders als alle anderen: eine kleine Wundertüte. Klar ist, dass er aus seinem neuesten und sehr aktuellen Buch liest. Aber dann? Einige seiner legendären Kolumnen aus dem Magazin der Süddeutschen Zeitung? Ein, zwei Kapitel über Oberst von Huhn und seine irr-poetische Speisekarten-Sammlung aus der ganzen Welt? Oder eine kleine Hitparade der schönsten Missverständnisse aus der Wumbaba-Trilogie? Sicher ist am Ende nur jener Rat, den der Nord­deut­sche Rundfunk dem Publikum gibt: "Wenn er eine öffentliche Lesung macht, pflegen sich seine Zuhörer mit Taschentüchern auszustatten, weil sie wissen, dass die Lachtränen laufen werden."
Do 23.5. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
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