Montag, 20. Mai 2019
Editorial | 22. Februar 2018

Alte Bekannte

"The Sephardics" am 3. März im g-werk – Foto: The Sephardics

Sie waren maßgeblich an der Gründung des g-Werks beteiligt: Manuela Weichenrieder als Verantwortliche für den german stage service, Stefan "Nysel" Neubacher als Geschäftsführer im Café Trauma. Ein wiedersehen mit den beiden umtriebigen Kulturschaffenden, die es vor Jahren nach Bremen sowie Eberswalde verschlagen hat, gibt es am 3. März – natürlich im g-Werk – beim Doppelkonzert von "The Sephardics" mit Manu Weichenrieder und "Auf Krücken durch Rom" mit Nysel.

Viel weiter zurück geht's beim Landestheater mit Wolfgang Abendroth, der "Marburger Schule", Sit-Ins, Diskursen über Marx und Engels und viel revolutionärem Geist: Die 68er haben Marburg und seine Universität stark geprägt – bis heute.

Mehr als genug Stoff für eine Revue von Landestheater-Intendant Matthias Faltz, der mit der Regiearbeit in seiner letzten Marburger Spielzeit Schlaglichter auf die verschiedenen Aspekte der Zeit wirft. Dabei bringt Faltz Zeitzeugen, 68 Sängerinnen und Sänger von Marburger Chören und natürlich 68er-Legenden auf die Bühne des Erwin-Piscator-Hauses. Premiere: 24. Februar.

Georg Kronenberg

Tipp des Tages

Max Goldt

Foto: Axel
Martens
"Dass Max Goldts Werk sehr komisch ist, weiß ja nun jeder gute Mensch zwischen Passau und Flensburg. Dass es aber, liest man genau, zum am feinsten Gearbeiteten gehört, was unsere Literatur zu bieten hat, dass es wahre Wunder an Eleganz und Poesie enthält und dass sich hinter seinen trügerischen Gedanken­fluchten die genaueste Komposition und eine blendend helle moralische Intelligenz verbergen, entgeht noch immer vielen, die nur aufs Lachen und auf Pointen aus sind. Max Goldt gehört gelesen, gerühmt und ausgezeichnet." (Daniel Kehlmann). Ersteres tut der Meister persönlich am
Mo 20.5. | 20 Uhr | Marburg | Waggonhalle
 
Tipp der Woche

Axel Hacke

Foto: Thomas
Dashuber
Hacke liest – aber was liest er denn? Man weiß es nicht. Jede Hacke-Lesung ist ein bisschen anders als alle anderen: eine kleine Wundertüte. Klar ist, dass er aus seinem neuesten und sehr aktuellen Buch liest. Aber dann? Einige seiner legendären Kolumnen aus dem Magazin der Süddeutschen Zeitung? Ein, zwei Kapitel über Oberst von Huhn und seine irr-poetische Speisekarten-Sammlung aus der ganzen Welt? Oder eine kleine Hitparade der schönsten Missverständnisse aus der Wumbaba-Trilogie? Sicher ist am Ende nur jener Rat, den der Nord­deut­sche Rundfunk dem Publikum gibt: "Wenn er eine öffentliche Lesung macht, pflegen sich seine Zuhörer mit Taschentüchern auszustatten, weil sie wissen, dass die Lachtränen laufen werden."
Do 23.5. | 20 Uhr | Marburg | KFZ
 
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