Abpflastern: Pflanzaktion & Infostände zum Entsiegeln am Donnerstag, dem 23. April ab 11.30 vor dem neuen Seminargebäude der Universität

Die Pflastersteine oder der Asphalt kommen raus – und die Pflanzen können wieder sprießen: Das ist die Grundidee des bundesweiten Wettbewerbs „Abpflastern“. 

Die entsiegelten, bepflanzten Flächen sehen nicht nur besser aus, sondern verbessern auch das Klima: Entsiegelte Böden heizen sich weniger auf als etwa Asphalt- und Betonflächen. Zudem reduziert die Entsiegelung beispielsweise das Risiko von Überschwemmungen bei Starkregen, da das Regenwasser besser versickern kann. „Stellen Sie sich vor: Blühende Beete, kühlende Bäume im Sommer, bessere Luft zum Durchatmen und trockene Keller.“, werben die Aktiven der Initiative „Abpflastern Marburg“: „Wie kann jeder mitmachen? Ob als Privatperson, Initiative, Schule oder Unternehmen – alle sind eingeladen, sich zu beteiligen. Gemeinsam finden wir Flächen, planen Projekte und setzen sie um.“

Wie es geht, und dass speziell das Entsiegeln von Pflasterflächen nicht teuer sein muss – sowie weitere Infos zum Abpflastern gibt es am Donnerstag, 23. April ab 11.30 Uhr im Rahmen einer Pflanzaktion am Pilgrimstein vor dem neuen Seminargebäude der Universität gegenüber vom Oberstadtparkhaus. Dort sind 60 Quadratmeter albgepflastert worden. Das „Green Office“ von Studierenden und Mitarbeitenden der Uni stellt sich dabei vor, ebenso Aktive der Initiativen „Abpflastern Marburg“ und „Marburg goes green!“. 

Das nötige Handwerkzeug für das Abpflastern nach dem „Marburger Modell“ – Spitzhacke, Schaufel & Co. – wird auch vorgestellt. Gartenbauer und Landschaftsarchitekt Jens Maute vom Team „Abpflastern Marburg“ erläutert ganz praxisnah, wie es geht: „Das ‚Marburger Modell‘ bietet eine sehr günstige Möglichkeit für die Entsiegelung von Pflasterflächen“, so Maute. Da die Umgestaltung in Eigenleistung erbracht werden könne, fielen keine Lohnkosten an. Maute: „Die Materialkosten betragen weniger als einen Euro pro Quadratmeter. Privatpersonen können die Werkzeuge zum Abpflastern (Spitzhacke, Schaufel, Walze etc.) kostengünstig in der AusleihBar in der Biegenstraße 17 leihen.“

Woran man erkennt, ob eine Pflasterfläche einfach abgepflastert werden kann, hat Maut auch schnell erklärt: „Um diese Frage zu beantworten, sollte ein Stein der Pflasterfläche entfernt werden. Wenn sich loses Material (Pflastersteinbettung aus Splitt oder Sand auf einer Schottertragschicht) darunter befindet, ist die Fläche zum Abpflastern nach dem Marburger Modell geeignet.“ Alles weitere erläutert das Abpflastern-team am 23. April vor Ort.

Teilnahme am Wettbewerb

Der Wettbewerb „Abpflastern“ ist ein deutschlandweiter Wettbewerb, bei dem Städte und Gemeinden in einem freundschaftlichen Wettstreit Flächen entsiegeln. Die Teilnahme erfolgt gemeinschaftlich: Anwohnende, Gewerbetreibende, Vereine, Schulen und öffentliche Träger arbeiten dabei eng mit den Kommunen zusammen. Das Klimanetzwerk „Climate Hub Marburg“ mit der Kampagne: Marburg goes green, das Materialzentrum Marburg, das „Green Office“ und die Stadt Marburg rufen Bürgerinnen, Bürger, Vereine, Schulen und Unternehmen dazu auf, versiegelte Flächen wie Beton-, Pflaster- oder Asphaltflächen in Grünflächen umzuwandeln. 

Wer teilnehmen möchte, registriert sich online unter www.abpflastern.de/index.php/mitmachen/ und hat bis zum 31. Oktober Zeit, eine entsprechende Fläche zu entsiegeln. 

Umfangreiche Infos sowie eine detaillierte Anleitung zum Abpflastern nach dem Marburger Modell gibt es am Donnerstag, 23. April, ab 11.30 vor dem neuen Seminargebäude der Universität gegenüber vom Oberstadtparkhaus sowie hier: abpflastern-marburg.de

kro/pe

Bild mit freundlicher Genehmigung von Jens Maute