Die Marburger Umweltgruppen rufen für Freitag, 13. November, in der Zeit von 15 bis 16:30 Uhr zu einem Klimastreik in der Universitätsstadt auf.
Geplant ist eine „Klimaaktionsmeile“, die sich vom Hanno-Drechsler-Platz über die Universitätsstraße hinweg bis in die Gutenbergstraße (Ecke Wilhelmstraße) zieht. Geplant sind Informationsstände, Trommelgruppen, Schilderkreisel, Straßenmalerei und dekorierte Fahrräder. Bürgerinnen und Bürger können ihre Wünsche an die Stadt an einem Klimawürfel formulieren. Dazu veranschaulichen zwei 30 Meter lange Zeitstrahle die rasante Erderwärmung der letzten Jahrzehnte.
Während der eineinhalbstündigen Veranstaltungen wird es auch Einschränkungen für den Autoverkehr geben. Die zentrale Kreuzung Universitätsstraße/Gutenbergstraße werde aber zwischenzeitlich immer wieder für den Verkehr freigegeben, um den Busverkehr nicht zu sehr zu behindern, versichern die Veranstalter.
Der Streik steht im Zeichen der 31. Weltklimakonferenz, die im türkischen Antalya stattfindet. Dort verhandelt die Staatengemeinschaft vom 9. bis 20 November über Maßnahmen zur Bewältigung des Klimawandels. Darauf möchten die Marburger Umweltgruppen aufmerksam machen. Es geht um Fragen der Klimagerechtigkeit, die Bezahlung der Klimafolgen und den Ausstieg aus fossilen Energien. Außerdem fragen sie, was in Marburg verändert werden muss, um den Klimaschutz zu verbessern. „Diesen Sommer haben es alle am eigenen Leib erfahren“, sagt Klimavernetzer Stefan Schulte: „Die Klimakrise ist da. Sie war in diesem Hitzesommer an jedem Ort in unserem Land spürbar.“
gec

