Vor zehn Jahren sicherten sich zehn Städte und Gemeinden aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf direkten Einfluss auf die Energieversorgung vor Ort.

Damals unterzeichneten Amöneburg, Cölbe, Fronhausen, Lahntal, Lohra, Münchhausen, Rauschenberg, Weimar, Wetter und Wohratal als „Energie Marburg-Biedenkopf“ (EMB) die Verträge, mit denen sie eine Mehrheit ihrer örtlichen Stromnetze kauften. Das haben die Stadtwerke Marburg nun mit den Gründungskommunen gefeiert.

„Die Energie Marburg-Biedenkopf ist eine Erfolgsgeschichte, die in dieser Form einzigartig ist in Deutschland“, sagte EMB-Geschäftsführer Bernhard Müller. Bereits im Jahr 2010 war damit begonnen worden, indem die Kommunen die Konzessionen nicht mehr an den Großkonzern EON vergaben. Stattdessen entschieden sie sich für eine regionale Kooperation mit den Stadtwerken Marburg. Seither investierten die kommunalen Partner mehr als zwölf Millionen Euro in das Stromnetz, das bei der Übernahme 15 Millionen Euro wert war. Zudem haben sich seitdem auch Kirchhain, Stadtallendorf und Ebsdorfergrund der „Energie Marburg-Biedenkopf“ angeschlossen. Zudem gehören der EMB zahlreiche öffentliche Elektroladestationen und sie koordiniert die anstehende Wärmeplanung für einige ihrer Kommunen.

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