Am 15. März finden in Hessen Kommunalwahlen statt. Deshalb will das Klimabündnis Marburg den nächsten Klima-Streiktag am 27. Februar nutzen, um dem Thema Klimaschutz und Artensterben mehr Nachdruck zu verleihen.
Diese existentielle Bedrohung – zunehmende Überschwemmungen, Hitze und Dürre – erkannte das Marburger Stadtparlament am 28. Juni 2019 an und rief den Klimanotstand aus. Mit Hilfe des Klima-Aktionsplanes soll die Stadt bis 2030 klimaneutral werden.
Von diesem Ziel ist die Stadt Marburg allerdings weit entfernt.
Deshalb organisiert das Bündnis zusammen mit über 30 Initiativen eine Demonstration am Freitag, den 27. Februar. Start ist um 15 Uhr am Erwin-Piscator-Haus. Dort gibt es Redebeiträge. Unter anderem wird Jana Trommer ihre wöchentliche Kunstaktion erläutern, die auch anschließend zu sehen sein wird.
„Mit der Demo wollen wir alle politisch Verantwortlichen an ihr Versprechen erinnern und den Druck auf sie erhöhen, um mehr für den Klimaschutz und mehr für die Lebensgrundlagen unserer Kinder und Enkelkinder zu tun. Noch ist Zeit zum Umsteuern!“ sagt Michael Plappert von den ParentsforFuture.
„Die Kommunalwahlen bieten allen Wahlberechtigten eine gute Gelegenheit, Parteien und Abgeordnete zu wählen, denen Klimaschutz wirklich wichtig ist. Aber am 27.2. sollten sich nicht nur Wahlberechtigte, sondern alle Menschen an der Demo beteiligen, um dem Thema lautstark mit Trillerpfeifen, Rasseln und Töpfen und Löffeln u.a. Nachdruck zu verleihen,“ wünscht sich Angelika Becker vom Weltladen und Attac.
Gegen 16:15 Uhr wird der Demozug das Rathaus erreichen. Dort stellen die Demonstrierenden ihre Forderungen vor. Außerdem erläutern sie, dass sie bei der Kommunalwahl Parteien unterstützen, die mehr Geld für den Klimaschutz bereitstellen, Wind- und Solarenergie ausbauen, Wärmepumpen fördern, mehr Platz für Fahrräder, Fußverkehr und Kinder schaffen und den Bus- und AST-Verkehr günstiger machen sowie eine Busoffensive für die Außenstadtteile starten.
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