Frisch ernannt und vereidigt haben elf neue Ortsvorsteher*innen nun auch offiziell ihr Amt angetreten. Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies hat darüber hinaus zehn bisherige Ortsvorsteher*innen verabschiedet.
„Die Ortsvorsteher*innen sind zentrale Ansprechpartner*innen für die Menschen in unseren Stadtteilen. Sie tragen Verantwortung, bringen Anliegen vor Ort ein und stärken den Zusammenhalt. Für dieses Engagement danke ich allen, die dieses Amt übernehmen – und ebenso denen, die es bereits über viele Jahre hinweg mit großem Einsatz ausgeübt haben“, so Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. Er führte die neuen Ortsvorsteher*innen im Historischen Saal des Rathauses in ihr Amt ein – und verabschiedete diejenigen, die mit der Kommunalwahl in diesem Jahr aus ihrem bisherigen Amt ausgeschieden sind.
In den vergangenen Wochen haben sich die Ortsbeiräte neu konstituiert und ihre Vorsitzenden gewählt. Erstmals gibt es in allen Marburger Stadtteilen Ortsbeiräte. Mit der Einrichtung der beiden neuen Ortsbeiräte Hansenhaus-Südbahnhof und Ortenberg-Nordviertel ist die Zahl der Ortsbeiräte auf 27 gestiegen.
Spies gratulierte allen gewählten Ortsvorsteher*innen und freute sich auf einen regen Austausch mit den Gremien. „Sie kennen alle meine Mail-Adresse. Rückmeldungen und Ideen sind stets gerne gesehen – dies gilt auch seitens der Verwaltung an die Ortsbeiräte. Sie sind nun Vermittler*innen zwischen Bürger*innen der Stadtteile und des Magistrats. Dies ist eine verantwortungsvolle Aufgabe, denn Sie müssen ein besonderes Einfühlungsvermögen mitbringen, um Wünsche und Anregungen der Bürger*innen weiterzugeben und gleichzeitig Geduld vorleben, denn in den Augen der Mitbürger*innen werden Dinge nicht immer in der gewünschten Geschwindigkeit umgesetzt“, erklärte der OB.
Wechsel, Neues, Bestehendes
In zehn Ortsbeiräten kam es zu einem Wechsel im Amt. Neu gewählt wurden Fatma Aydin (Cappel), Annika Breitstadt (Dilschhausen), Dr. Ralf Laging (Ginseldorf), Uwe Bickhard (Haddamshausen), Maximilian Noe (Michelbach), Konrad Kornemann (Ronhausen), Dominic Dehmel (Schröck), Jennifer Wagner (Waldtal) und Thomas Götzfried (Wehrshausen). In den neu eingerichteten Ortsbeiräten Hansenhaus-Südbahnhof und Ortenberg-Nordviertel wurden mit Marianne Wölk und Silvia Lerch-Denfeld erstmals Ortsvorsteherinnen gewählt. In Dagobertshausen wurde Peter Reckling erneut in das Amt gewählt, das er bereits bis zur Auflösung des Ortsbeirats im Jahr 2024 innehatte.
In allen weiteren Ortsbeiräten wurden die bisherigen Ortsvorsteher*innen im Amt bestätigt: Sandra Laaz (Altstadt), Theodor Gözhäuser (Bauerbach), Clemens Lange (Campusviertel), Achim Zimmermann (Cyriaxweimar), Birgit Stein (Elnhausen), Gernot Günther (Gisselberg), Hubert Detriche (Hermershausen), Jürgen Muth (Marbach), Margarete Hokamp (Moischt), Ludwig Schneider (Ockershausen), Erika Lotz-Halilovic (Richtsberg), Antje Tietz (Südviertel), Dirk Vaupel (Wehrda) und Gabriele Baumgart (Weidenhausen).
Mit der Wahlperiode endete zugleich die Amtszeit mehrerer langjähriger Ortsvorsteher, die ihre Aufgabe teils über Jahrzehnte hinweg wahrgenommen haben. Dazu zählen Peter Hesse (Cappel, 2018–2026), Hermann Heck (Dilschhausen, 1989–2026), Dr. Harald Reitze (Ginseldorf, 2019–2026), Heinz-Konrad Debus (Haddamshausen, 1999–2026), Peter Aab (Michelbach, 2004–2026), Bernhard Zieske (2016-2026), Uwe Rauch (Ronhausen, 2021–2026), Uwe Heuser (Schröck, 2011–2026), Gerhard Dziehel (Waldtal, 2016–2026) sowie Andreas Bergmann (Wehrshausen, 2001–2026).
Eine Besonderheit ergibt sich im Stadtteil Bortshausen: Dort konnte sich der Ortsbeirat nach der Wahl nicht erneut konstituieren, da infolge von Mandatsverzichten die erforderliche Mindestanzahl von drei Mitgliedern nicht erreicht wurde. In der laufenden Wahlperiode wird es daher keinen Ortsbeirat geben.
Der Oberbürgermeister kündigte zudem für den September eine gemeinsame Veranstaltung an, bei der alle aus den kommunalen Aufgaben ausgeschiedenen Personen geehrt werden. Dies gelte auch für alle ehemaligen Mitglieder*innen der Ortsbeiräte zum Ablauf der vergangenen Wahlperiode.
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