Ein Forschungsteam der Marburger Philipps-Universität hat einen neuen Ansatz entwickelt, durch den sich das Tumorwachstum bei Tierversuchen für die Krebsforschung schonender überwachen lässt.
Statt aufwändige bildgebende Verfahren einzusetzen, messen die Forschenden bestimmte Enzyme direkt im Blut der Tiere. Auf diese Weise können sie die Tumorlast präzise verfolgen. Zugleich reduziere die Methode Stress und Belastung für die Mäuse deutlich, berichtet die Universität.
Obwohl viele Forschungsfragen heute mithilfe von Zellkulturen untersucht werden können, seien Tierversuche in der Krebsforschung weiterhin unverzichtbar – etwa um frühe Tumorstadien oder das Zusammenspiel von Tumor und Immunsystem zu verstehen. „Umso wichtiger ist es, diese Versuche stetig zu verbessern und Tierleid zu reduzieren“, sagt Prof. Thorsten Stiewe vom Uni-Institut für Molekulare Onkologie. Die von Stiewes Arbeitsgruppe entwickelte Methode ist für verschiedene Krebsarten geeignet.
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