Louisa Biland im Fokus.
Die Marburger Künstlerin und Politikerin Louisa Biland (1925-2008) steht im Mittelpunkt einer Ausstellung, die unter dem Titel „Kunst.Politik.Feminismus“ ab Mittwoch, 30. September, im Erwin-Piscator-Haus zu sehen ist.
Die Präsentation bildet den Abschluss des 40-jährigen Jubiläums der städtischen Gleichstellungskommission. Louisa Biland, deren frauenpolitisches Engagement bereits in den 1960er Jahren begann, gilt als Pionierin der Marburger Gleichstellungsarbeit. Ihre Initiativen trugen maßgeblich zur Gründung der städtischen Gleichstellungskommission im Jahr 1986 sowie zur Ernennung der ersten kommunalen Frauenbeauftragten bei. Zudem war sie viele Jahre als SPD-Stadtverordnete und als Vorsitzende der Kommission aktiv. Mit ihren Bildern trat sie 1968 erstmals an die Öffentlichkeit.
In das künstlerische Werk von Louisa Biland führt Claudia Rust von der Marburger KunstWerkStadt bei der Eröffnung am 30. September ab 18 Uhr ein. Kleine Interviews mit Weggefährtinnen wie Marianne Wölk, Brigitte Görg-Kramß und Ursula Schulze-Stampe schließen sich daran an. Abgerundet wird der Abend durch einen Beitrag des Landestheaters zu Simone de Beauvoirs „Das andere Geschlecht“, ein Buch, das Biland sehr schätzte. Die Ausstellung kann bis Donnerstag, 29. Oktober, werktags zwischen 9 und 18 Uhr besichtigt werden.
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