Acht riesige Wetterballons sind in der vergangenen Woche von Schülerinnen und Schülern aus Mittelhessen in die Stratosphäre geschickt worden.
Mit dabei waren auch die Elisabethschule, das Gymnasium Philippinum, die Marburger Montessorischule sowie die Georg-Büchner-Schule in Stadtallendorf. Mit den Wetterballons konnten die Jugendlichen echte Forschungsdaten in rund 35 Kilometern Höhe sammeln. Jeder der Ballons hatte nämlich eine Kapsel an Bord, in der die Experimente, Kameras, Tracker und Messgeräte mitflogen. „Die Schüler haben damit die Gelegenheit, Experimente unter Bedingungen zu machen, die auf der Erde so nicht möglich sind“, erläutert Dirk Winkel vom Schüler*innen-Forschungszentrum Mittelhessen. „Das ist viel besser als nur Theorie im Unterricht“, sagen die Jugendlichen. Das bestätigt auch Physiklehrer Alexander Kremper, der den Wettbewerb federführend organisiert hat. Neben dem in Marburg ansässigen Forschungszentrum waren der Forschungscampus Mittelhessen sowie die Unis von Gießen, Marburg und die TU Mittelhessen beteiligt.
Hinter dem Projekt mit dem Titel „SkyMi – Mittelhessen hebt ab“ steckt monatelange Vorbereitungsarbeit sowie zahlreiche Experimente rund um naturwissenschaftliche Forschung. Dabei ist die Bandbreite der Fragen groß. Die Georg-Büchner-Schule in Stadtallendorf untersucht den Einfluss von Industrie und Landwirtschaft auf die Atmosphäre. Ein gemeinsames Team von Elisabethschule, Gymnasium Philippinum und Montessorischule in Marburg analysiert biologische Proben und fragt, wie gut unterschiedliche Materialien vor Strahlung schützen. Die Gesamtschule Gießen-Ost will herausfinden, wie Höhe und UV-Strahlung die Effizienz von Solarzellen beeinflussen.
Inzwischen sind die Forschungskapseln, die alle Teams live verfolgen konnten, wieder auf der Erde angekommen. Das Live-Tracking wurde durch eine Arbeitsgruppe der Justus-Liebig-Universität ermöglicht.
Nun warten die Teams gespannt darauf, welche Daten und Bilder ihre Experimente aus der Stratosphäre mitgebracht haben. Der Flug ist nämlich nur der erste Teil der Mission. Jetzt beginnt die wissenschaftliche Arbeit. Die Ergebnisse sollen im November bei einer gemeinsamen Veranstaltung vorgestellt werden. Mehrere Teams wollen ihre Arbeiten zudem bei „Jugend forscht“ einreichen.
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