Theater GegenStand Produktion am Dienstag, dem 20. und Mittwoch, dem 21. Januar um 20 Uhr in der Waggonhalle.
Wie fühlt es sich an, in einem System der Angst zu leben? Bertolt Brechts erschütterndes Drama „Furcht und Elend des Dritten Reichs“ zeigt den Alltag unter einer Diktatur – beklemmend, brutal und beängstigend nah. In diversen Szenen offenbart Brecht die Mechanismen von Angst, Verrat und Anpassung im nationalsozialistischen Deutschland. Menschen werden zu Mitläufern oder Opfern, Familien zerbrechen am Terror, und selbst das gesprochene Wort wird zur Gefahr.
Mit seiner epischen Erzählweise zwingt uns Brecht hinzusehen – nicht nur auf die Vergangenheit, sondern auch auf die Gegenwart. Ein Abend, der aufrüttelt, verstört und Fragen stellt – mit einem Theaterstück, das nichts an seiner Aktualität verloren hat. Denn Geschichte wiederholt sich dort, wo man sie vergisst.
Der ursprüngliche Titel „Deutschland – ein Greuelmärchen“ zeigt, in welche Tradition Brecht dieses Stück eingereiht wissen wollte Er sah die Verhältnisse im „Reich“ mit dem scharfen Blick der Emigranten und beschrieb sie mit knapper, realistischer Genauigkeit.
kro

