Die vom Südturm der Elisabethkirche in Marburg geretteten jungen Uhus, juhu 1, juhu 2 und juhu 3 sind jetzt etwa 13 Wochen alt. Sie haben sich in der Wildvogelstation toll entwickelt und sehen jetzt wie ausgewachsene Eulen aus.
„Sie haben schon das typische Federkleid und sind aktuell in der sogenannten „Bettel- und Lernphase“ (ca. 2- 5 Monate). Ihre Amme ist noch für sie zuständig und hat alles im Blick,“ erklärte Hartmut Möller vom NABU Marburg.
Die Federn an den Schwingen sind weit ausgebildet. Die jungen Uhus können nun fliegen und tun dies noch in einer sehr großen Voliere. In diesem Entwicklungsstadium üben sie Jagdtechniken und ihre Bettelrufe sind oft noch weit hörbar. Schrittweise werden sie unabhängiger. Bevor sie ausgewildert werden, etwa im September, werden sie von der Wildvogelstation beringt.
Inzwischen hat der NABU Marburg Federn aus dem Nistkasten und das eine nicht ausgebrütete Ei geborgen. Dessen DNA soll in einem Labor mit Federproben der Jungvögel aus der ersten Brut abgeglichen werden, um die Identität des Männchens final zu klären. Auch können durch die Analyse die Geschlechter der jungen Uhus bestimmt werden.
„Mit den Ergebnissen müssen wir uns leider noch etwas gedulden. Für die Analyse benötigen wir erstmal die Federproben der drei Juhus aus der Auffangstation. Diese werden aber erst im Spätsommer genommen, wenn die Jungvögel in eine andere (die Auswilderungs-)Voliere gebracht werden. Vorher werden die Mitarbeiter*innen in der Station nicht an die Uhus herangehen, um die artgerechte Aufzucht ohne unnötige Störungen zu gewährleisten. Das maximiert die Chance auf eine erfolgreiche Auswilderung. Wir halten die Community aber auf dem Laufenden, sobald sich etwas Neues ergibt!“ so Sebastian Anhäuser vom NABU Marburg.
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