Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in Marburg immer weiter aus. Nach Einschätzung der Stadtverwaltung ist inzwischen der größte Teil der Eichen in der City betroffen. Deshalb ruft die Stadt zur Vorsicht auf.
Die Raupen des Nachtfalters besitzen feine Brennhaare, die Juckreiz, Hautausschläge, Entzündungen sowie Atemwegsbeschwerden auslösen können. Auch Haustiere wie Hunde können schwer erkranken – beim verschlucken der Raupen können Mund und Hals regelrecht verätzt werden, tierärztliche Nothilfe ist umgehend notwendig. Deshalb sei es besonders wichtig, Abstand von den betroffenen Bäumen zu halten.
Bereits 2025 waren rund 400 Bäume in Marburg vom Eichenprozessionsspinner befallen. Zeitweise musste die Bismarckpromenade gesperrt werden. Da das Verkleben und Absaugen der Nester sowie der Einsatz von heißem Wasser nicht mehr ausreichte, wurden im Frühjahr – wie auch in Gießen und Darmstadt – Biozide eingesetzt. Derzeit werden die Raupen mechanisch bekämpft. Langfristig setzt die Stadt auf natürliche Feinde. Deswegen wurden vor allem in der Nähe von Schulen, Kindergärten und Spielplätzen 280 Nistkästen für Meisen und Fledermäuse aufgehängt.
Typische Anzeichen für den Befall mit dem Eichenprozessionsspinner sind weiße bis graue Gespinste und Nester an Eichen, vor allem am Stamm und den Astgabeln sowie Raupen, die in einer Reihe hintereinander herlaufen. Bei Verdacht auf einen Befall auf öffentlichen Grünflächen bittet die Stadt darum, dies unter www.marburg.de/eps zu melden. Dort gibt es auch weitere Informationen.
pe/to

