Wie drastisch die Gewerbesteuern in der Universitätsstadt eingebrochen sind, zeigt die Antwort auf eine Anfrage der Linken im Marburger Stadtparlament.

2022 bescherte vor allem die Pharmabranche der Stadt sagenhafte 437 Millionen Euro, 2024 waren es nur noch 29 Millionen. Damit sind die Gewerbesteuern auf 6,6 Prozent im Vergleich zu 2022 abgestürzt. Aber auch wenn man Vergleichsjahre wie 2007 (64 Millionen), 2013 (93 Millionen) oder 2016 (109 Millionen) nimmt, ist der Einbruch dramatisch.

Immerhin: Für 2025 werden die Einnahmen aus den Gewerbesteuern wieder auf 85 Millionen Euro geschätzt. Die Zahl der Gewerbepflichtigen liegt übrigens bei 2500 Unternehmen. Tatsächlich haben allerdings nur 1670 Betriebe auch Gewerbesteuern in Marburg gezahlt. Das hängt damit zusammen, dass Unternehmen, die keine oder kaum Gewinne machen, keine Gewerbesteuer zahlen müssen. Die Gewerbesteuer ist die wichtigste Einnahmequelle der Stadt.

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