Obdachlosigkeit abschaffen – geht das? Diese Frage diskutiert der evangelische Kirchenkreis Marburg am Montag, den 9. März, ab 18 Uhr gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Kirche und Diakonie in der Lutherischen Pfarrkirche.
Im Fokus stehen mögliche Wege, den Betroffenen zu helfen. „Es gibt in Marburg mehr Obdachlose als früher und ihre Situation auf der Straße hat sich deutlich verschlechtert“, berichtet Jens Schneider von der Tagesaufenthaltsstätte für Wohnungslose des Diakonischen Werks in Marburg. Eine der Ursachen dafür sieht der Sozialarbeiter in der schlechteren Versorgung von Menschen, die schwer psychisch erkranken. Zudem hätten die Substanzen der harten Drogen eine stärkere Verwahrlosung als früher zur Folge.
In Impulsreferaten von Marburgs Oberbürgermeister Thomas Spies, dem Psychiater Ulrich Schu vom Uni-Klinikum Marburg sowie dem Experten Andreas Jung geht es zunächst um die Situation vor Ort. Es folgen Statements des Bundestagsabgeordneten Sören Bartol und des Diakonie-Abteilungsleiters Stefan Gillich. Dann sollen Betroffene, Interessierte und Engagierte in einen Dialog kommen. Die Moderation übernimmt Dekan Burkhard von Dörnberg.
kro/gec

