UKGM-Beschäftigte erhalten am dem 01. Mai mehr Gehalt.

Die rund 8000 nicht-ärztlichen Beschäftigten des privatisierten Universitätsklinikums Marburg und Gießen erhalten ab 1. Mai vier Prozent, mindestens aber 110 Euro, mehr Lohn. Eine weitere Erhöhung greift ab Mai kommenden Jahres – dann gibt es 2,5 Prozent mehr, mindestens aber 100 Euro. Darüber hinaus haben sich Gewerkschaften und Arbeitgeber auf eine Einmalzahlung von 200 Euro geeinigt.

Das ist das Ergebnis der Tarifauseinandersetzung am privatisierten Uni-Klinikum. Dank des Streiks – vor drei Wochen waren rund 1000 Menschen auf die Straße gegangen – habe sich der Arbeitgeber nochmals bewegt, sagte Gewerkschaftssekretär Fabian Dzewas-Rehm: „Das Tarifergebnis stellt einen vertretbaren Kompromiss dar.“ Der Vorsitzende der UKGM-Geschäftsführung, Gunter K. Weiß, kommentierte: „Trotz schwieriger Rahmenbedingungen haben wir gemeinsam unsere Verantwortung wahrgenommen. Damit stärken wir die Attraktivität des UKGM als Arbeitgeber und schaffen eine verlässliche Perspektive.“

Beide Seiten hatten sich in nur drei Verhandlungstagen auf den Tarifabschluss geeinigt. Danach steigen die Vergütungen für Auszubildende, duale Studierende und Psychotherapeuten in Ausbildung im Mai 2026 und 2027 jeweils um 100 Euro. Durch die Mindestbeträge und die Sonderzuwendung profitieren vor allem die unteren Lohngruppen. Auch die Wechselschichtzulage steigt deutlich. Durch eine bessere Eingruppierung und monatliche Zulagen gezielt gestärkt wurden auch die Hebammen.

gec/kro

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